
Durchblick 6+ – Choo Choo 1 - 3 – Garri Bardin – Russland 1997-2005 – 80 min.
1. Der Weihnachtsabend
Weihnachtsabend. Menschen sind geschäftig unterwegs. Ein Hund springt durch die Straßen. Langsam wird es dunkler und auf den Straßen ruhiger. Nacheinander gehen Straßenlaternen und die Lichter in den Häusern an. Ein kleiner Junge schaut erwartungsvoll aus dem Fenster. Die Gäste seiner Eltern kommen zum festlichen Abendessen und jeder schenkt ihm lieblos das Gleiche, einen Stoffbären. Der kleine Junge ärgert sich und ist traurig. Seine Eltern beachten ihn nicht und feiern lieber mit ihren Freunden. Beim Tanz wird er im „Dickicht“ der vielen Beine herumgestoßen. Er versucht mitzumachen, doch seine Eltern schicken ihn weg. Seine Versuche sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, scheitern.
2. Einsam und allein
Traurig zieht er sich in sein Zimmer zurück. Gelangweilt sortiert er die vielen geschenkten Teddybären und spielt mit seinem Ball. Er setzt sich in seinen großen Sessel und versinkt in seiner Traurigkeit.
3. Vater mit Kind
Plötzlich hört er etwas von draußen und taut mit seiner Hand an einer Stelle des Fensters das Eis auf und blickt hindurch. Ein Vater fährt mit seinem Kind Schlittschuh. Beide haben viel Spaß und lachen zusammen. Plötzlich kommt ihm eine Idee. Flink zieht er seine Jacke an und rennt aus dem Zimmer.
4. Auf dem Dachboden
Er rennt zum Dachboden. Vorsichtig betritt er diese dunkel und bedrohlich wirkende Welt. Neugierig schaut er sich um. Plötzlich erschrickt er vor seinem eigenen Spiegelbild und fällt nach hinten. Er landet auf einem großen weichen Kissen, was ihn auf eine Idee bringt. Er beginnt sich sein eigenes Kindermädchen zusammenzusetzen, das nur für ihn da ist. Das Kissen, eine Krawatte und Hosenträger lassen den Körper entstehen. Ein alter Boxhandschuh dient als Kopf, Lederhandschuhe als Hände und Rollschuhe für die Füße. Noch eine Schürze umgebunden und eine Mütze auf dem Kopf und fertig ist die neue Freundin, die er liebevoll Choo Choo nennt.
5. Die Fledermäuse
Plötzlich taucht eine Schar Fledermäuse auf. Der kleine Junge versteckt sich ängstlich hinter Choo Choo, versucht die Tiere mit einem Besen zu verscheuchen, aber er kann ihnen nicht entkommen. Seine letzte Chance ist ein Seil, mit dem er aus dem Fenster auf das Dach schwingt . Er gerät ins Rutschen – immer weiter herunter. Seine Eltern bekommen aber von alledem nichts mit. Er rutscht bis zur Dachrinne und hält sich dort verzweifel fest. Laut ruft er nach Choo Choo und erweckt diese damit zum Leben.
Sie schwingt sich auch aus dem Fenster und eilt sofort zu Hilfe. Durch einen spannenden Kampf mit den Fledermäusen kann sie diese am Ende erfolgreich verscheuchen und den Jungen retten. Überglücklich klammert sich der kleine Junge an seine neue Freundin.
6. Ein Abend voll Zauberei
Gemeinsam sitzen die beiden nun in der Dachrinne und baumeln fröhlich mit den Beinen.
Choo Choo zeigt ihm Zaubertricks mit Eiszapfen und schenkt ihm ein Eis mit viel Schokolade. Der Junge friert. Beide rutschen die Dachrinne herunter und klettern durch das Fenster in sein Zimmer zurück. Choo Choo verzaubert den Raum in eine Zirkusarena und führt einen „Rollschuhsteptanz“ vor. Zusammen tanzen sie, bis dem Jungen warm wird.
Schnell noch die Jacke „angezaubert“ und raus in den Schnee. Ausgelassen machen sie eine Schneeballschlacht. Plötzlich ist der Junge verschwunden und ein großer Eisbär taucht auf. Choo Choo wir ohnmächtig.
7. Der Eisbär
Der Eisbär ist jedoch nicht gefährlich, sondern holt den kleinen Jungen vorsichtig aus dem Schnee und gibt ihn Choo Choo zurück. Es ist ein freundlicher Eisbär und von nun an ein neuer Freund. Choo Choo bedankt sich bei ihm und verabschiedet sich.
8. Neue Freunde
Als Dank ruft Choo Choo die vielen Teddybären aus dem
Haus, die ihren großen Bären umarmen. Von nun an ist der Eisbär nicht mehr allein. Choo Choo und der Junge sind glücklich und verabschieden sich von dem Eisbären und seinen neuen Freunden. Der kleine Junge wird müde. Choo Choo zieht ihn aus und bringt ihn liebevoll ins Bett. Bevor der Junge einschläft, gibt er seinen Eltern auf einem Foto noch einen Kuss. Choo Choo schaut sich das Bild genau an. Dann zieht sie die Schuhe aus und legt sich mit ins Bett.
9. Wieder Kind sein
Die Gäste sind gegangen. Leise schleichen die Eltern durchs Haus und schauen noch einmal nach ihrem Jungen. Sie blicken ins Zimmer und sehen ein unheimlichen Wesen auf dem Bett. Die Mutter wird ohnmächtig. Choo Choo wacht auf und erkennt die Eltern. Sie verwandelt beide in Kinder, um sie an ihre eigene Kindheit zu erinnern. Vergnügt spielen sie. Als Choo Choo ein Weihnachtsgeschenk hervorzaubert, streiten sich beide darum. Choo Choo schimpft, zaubert dann aber noch ein zweites Geschenk hervor. Als die beiden das Zimmer verlassen, verwandeln sie sich wieder zurück. Nachdenklich und mit gesenkten Köpfen gehen sie ins Bett. Zu guter Letzt zaubert sich Choo Choo noch in das Familienfoto und legt sich dann schlafen. Die Lichter der Häuser gehen aus. Die Sterne leuchten auf und es fängt leise an zu schneien.