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Durchblick 6+ – Choo Choo 1 - 3 – Garri Bardin – Russland 1997-2005 – 80 min.

7.1 Infobogen: Geräusche und Musik entdecken

Vorschlag 1: Auditive Wahrnehmungsspiele

Ziel: Warm up, Konzentrationsförderung, genaues Hinhören, Geräusche erzeugen
Die auditive Wahrnehmung wird besonders intensiv geschult, wenn der Sehsinn ausgeschaltet ist. Kinder mit Wahrnehmungsstörungen empfinden eine Augenbinde allerdings oft als unangenehm. Sie sollten die Augen einfach schließen.

Geräusche im Kreis herumschicken
Mitspieler: ab 4 Personen
Der Spielleiter macht ein Geräusch vor und gibt es weiter (Entweder mit der Stimme, den Händen oder Füßen). Der nächste muss es aufnehmen und möglichst genauso an den nächsten weitergeben.
Nun kann sich ein anderes Kind ein Geräusch ausdenken.

Variante 1: Der Spielleiter bläst einen imaginären Ballon auf und gibt ihn mit einem Geräusch an den nächsten weiter. Dieser muss nun den Ballon mit einem neuen Geräusch weitergeben.

Variante 2: Der Ballon soll möglichst schnell und ohne Pause an den nächsten weitergegeben werden. Bei älteren Kindern kann auch noch ein zweiter Ballon in die Runde gegeben werden.

Geräusche raten
Material: Augenbinde, Orff`sche Instrumente, Gegenstände, mit denen man Geräusche machen kann.
Auf einen Tisch oder in einen Stuhlkreis werden verschiedene Gegenstände bzw. Instrumente gelegt, mit denen man Geräusche und Töne erzeugen kann (z. B. Schlüsselbund, Dose mit Reis, Klanghölzer oder Schellenrassel).
Ein Spielpartner muss mit geschlossenen/verbundenen Augen erraten, mit welchem Gegenstand/Instrument der (die) anderen Spielpartner Geräusche oder Töne machen.

Kameramann
Das Spiel trainiert das Richtungshören.
Mitspieler: Mindestens vier Personen.
Material: Augenbinde, "Kamera" (z.B. eine Papierrolle oder Toilettenpapierrolle)
Orff`sche Instrumente, Gegenstände, mit denen man Geräusche machen kann.

Die Kinder sitzen im Kreis. Dem Kameramann werden die Augen verbunden. Er sitzt in der Mitte und führt die "Kamera". Die anderen Kinder machen nacheinander Geräusche und Töne mit Rasseln, Klangstäben, Handtrommeln, etc. Der Kameramann richtet seine "Kamera" jeweils in die Richtung, aus der das Geräusch kommt. Nach fünf richtig erratenen Geräuschequellen wird ein anderes Kind Kameramann.

Geräuscheparcours
Mitspieler: Ab vier Personen.
Material: Augenbinde, Orff`sche Instrumente, Schaumstoffkissen oder Matten

Einem Mitspieler werden die Augen verbunden. Die anderen Kinder bauen einen Parcours aus Kissen oder Matten auf. Ein anderes Kind führt den „blinden“ Mitspieler durch den Parcours, indem er vor ihm in Kopfhöhe eine Rassel (Klanghölzer, Flöte...) betätigt. Dabei kann das geführte Kind durch den Parcours gehen oder kriechen. Auch dieses Spiel schult das Richtungshören. Ziel ist es seinen Spielpartner sicher zum Ziel zu bringen, ohne dass dieser aneckt! Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit.

Hör-Pärchenspiel
Mitspieler: Ab zwei Personen.
Material: Augenbinde, (Film-)Döschen mit unterschiedlichen Materialien (Linsen, Reis, Nägel, Sand, kleine Steine,...) . Immer zwei Dosen haben den gleichen Inhalt.

Der Spielpartner, der die Augen geschlossen/verbunden hat, schüttelt die Döschen und ordnet die Paare einander zu.
Für zu Hause erhalten die Kinder die Aufgabe, für die nächste Stunde jeweils zwei gefüllte Filmdosen mitzubringen.

Was in die Filmdosen hinein soll, wird mit kleinen Zetteln gezogen. Auf den Zetteln kann folgendes stehen:

Unser eigenes Filmdosen-Pärchenspiel
Bitte bringe in die nächste Stunde mit: Zwei Filmdosen gefüllt mit Reis /
Bohnen/ Büroklammern/ Haselnuss/ 1 Cent Münze/ Perlen/ Kieselsteine/ Murmel/ …

 

Vorschlag 2: Musik löst Gefühle aus

Den Kindern wird (auf dem Klavier, der Gitarre usw.) ein Dur-Dreiklang vorgespielt
(ausklingen lassen).

Frage: Welche Gefühle und Gedanken steigen in den Kindern auf?

Nun wird dem Dreiklang die große Septime beigefügt.
Wieder sollen die Kinder darauf achten, was die Klänge bei ihnen auslösen. Allmählich kommen weitere Töne innerhalb einer Oktave dazu – bis eine dichte Tontraube (Cluster) zu hören ist.
Die Kinder sollen sich dazu äußern.

Man kann diese Übung auch mit verschiedenen Höhen, Lautstärken oder Geschwindigkeiten von kurzen Melodien durchführen oder diese kombinieren.
Wie wirken tiefe Töne? Wie hohe Töne?
Wie wirkt eine schnelle Melodie? Wie eine langsame?
Wie wirkt es, wenn eine Melodie leise und ganz langsam oder schnell und laut, in Dur oder Moll gespielt wird?

Diese Übung eignet sich besonders gut um auf die verschiedenen Melodien im Film und deren Wirkung vorzubereiten.

Höraufgaben:
Wie viele unterschiedliche Lieder können die Kinder heraushören?
Wie klingen die unterschiedlichen Lieder (fröhlich, traurig, aufregend)?
Welche Instrumente erkennen die Kinder?


Vorschlag 3: Träumereien

Einstimmung über die Tonebene des Films

Die Kinder setzen sich in einer entspannten Position hin. Wenn die Möglichkeit besteht, können sich die Kinder auch auf Matten legen. Das Licht wird abgedunkelt, sie schließen die Augen und sollen nun versuchen, genau hinzuhören.

Was für Geräusche im Raum nehmen sie wahr?
Welche inneren Geräusche aus ihrem eigenen Körper hören sie?

Wenn eine konzentrierte und ruhige Stimmung geschaffen ist, werden einige Tonausschnitte des Films vorgespielt.

Choo Choo 1:
Hörausschnitt 1: Anfangsgeräusche
Hörausschnitt 2: A string of pearls
Hörausschnitt 3: Serenade in blue
Hörausschnitt 4: Jingle Bells

Choo Choo 2:
Hörausschnitt 1: Das Bad verwandelt sich, die Reise beginnt
Hörausschnitt 2: Unwetter
Hörausschnitt 3: Die Piraten kommen
Hörausschnitt 4: Choo Choo ist tot?

Choo Choo 3:
Hörausschnitt 1: Der Morgen beginnt
Hörausschnitt 2: Vergnügtes Spiel
Hörausschnitt 3: Unheimlicher Besuch?

Höraufgaben:
Hört genau hin!
Wie klingt die Musik?
Was ist noch zu hören?

Jedes Kind darf sich beim Hören vorstellen, was es will. Anschliessend erzählen die Kinder ihre Geschichte, die ihnen beim Anhören eingefallen ist.

Tipp: Nach jeder Sequenz sollte eine kurze Pause gemacht werden, damit sich die Kinder kurz Gedanken machen können.


Vorschlag 4: Klingende Bilder

Ziel: Einstimmung auf den Film; Sensibilisierung für Geräusche und Klänge. Erzeugen von passenden Geräuschen.

Den Schülern werden nach und nach Bilder aus dem Film gezeigt (oder jeweils ein Bild in eine Kleingruppe gegeben).

Beschreibt, was ihr auf dem Bild erkennen könnt.
Welcher Klang oder welches Geräusch fällt euch dazu ein?

Das kann zum Beispiel ein Laut sein, den das Ding auf dem Bild von sich gibt, oder ein Klang, der einem in den Sinn kommt, wenn man beispielsweise die Landschaft anschaut etc.

Die Klangeigenschaften, die die Kinder dem Bild zuordnen, werden zusammengetragen (Wandtafel). Nun sollen die Kinder versuchen, mit ihrer Stimme oder Instrumenten die passenden Klänge zu erzeugen. Die anderen hören zu und kritisieren das Ergebnis.

Mögliche Klangbilder zu den einzelnen Filmen sind in den entsprechenden Bildergalerien zu finden.

 

Zum Ausdrucken:

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