
Durchblick 6+ – Dornröschen – Arend Agthe – D/A 2008 – 80 min.
Das Märchen „Dornröschen“ wurde mehrfach verfilmt. Die folgenden Verfilmungen sind eine Auswahl aus etwa 12 Filmen.
„Dornröschen“
Paul Leni, Deutschland 1917, 64 Minuten, Stummfilm
Der erste Dornröschenfilm wurde von dem damals bekannten Maler, Designer und Filmregisseur Paul Leni gedreht. Das Drehbuch nach der Vorlage der Brüder Grimm schrieb Rudolf Prebser. Der Film wurde im Atelier in Berlin-Tempelhof gedreht, wobei Leni die Kostüme getreu den Vorbildern aus der Dürerzeit entwarf. Sein Dornröschen-Film läutete eine Ära monumentaler Kostümfilme ein, die das deutsche Kino der Weimarer Republik bis Mitte der zwanziger Jahre herausbrachte.
Er wurde mit mittelalterlichen Trachten, romantischen Schauplätzen und Überraschungen aller Art im Unionspalast am Kurfürstendamm in Berlin aufgeführt.
Weitere Informationen unter:
www.cavallerotti.de/...
„Dornröschen“
Lotte Reiniger, London 1953/1954, 10 Minuten, Silhouetten-Animationsfilm
(Auf der DVD Video-Ebene als Zusatzmaterial)
„Dornröschen“ der Brüder Grimm spielte in Lotte Reinigers Leben schon früh eine Rolle. Wie sie gerne selbst erzählte, war eine Verfilmung dieses Märchens in einem Berliner Kino zu sehen, doch als sie mit ihrer Großmutter dorthin kam, war der Film bereits abgesetzt. Enttäuscht und wütend setzte die kleine Lotte sich vor dem Kino auf die Treppe und weinte, so dass der Kinobesitzer Erbarmen mit ihr hatte und den Film noch einmal besorgte. Bereits 1922 gehörte „Dornröschen“ zu Lotte Reinigers ersten Silhouettenversuchen. Dieser Film ist leider verschollen. 1954 gestaltete sie dann erneut einen unvergleichlichen Dornröschen-Film in Silhouettentechnik für das britische Fernsehen.
Weitere Informationen, auch zu filmpädagogischen Möglichkeiten mit dem Film zu arbeiten, unter: www.kjk-muenchen.de/archiv/index.php?id=738
„Sleeping Beauty“
Walt Disney, USA 1959, 75 Minuten, Animationsfilm
„Dornröschen und der Prinz“, so der deutsche Titel, ist der 16. abendfüllende Zeichentrickfilm von Walt Disney. Ihm liegt die Dornröschen-Version „Die schlafende Schöne im Walde“ von Charles Perrault zu Grunde. Die Welturaufführung war am 29. Januar 1959 in den USA, die deutsche Premiere am 30.10.1959 in der Bundesrepublik und am 10. Oktober 1969 in der DDR.. Für das Märchenschloss in diesem Film fand Walt Disney eine Vorlage in dem bayerischen Schloss Neuschwanstein.
Disneys „Dornröschen“ besticht durch seine zeichnerische Virtuosität. Dazu kommt die Musik von Tschaikowsky, die für diesen Film adaptiert wurde.
Weitere Informationen unter:
de.wikipedia.org/wiki/Dornröschen_(1959) und
www.br-online.de/kultur/kunst/...
„Dornröschen“
Wolfgang Beck, DDR 1970, 70 Minuten
In diesem Märchenfilm aus der Produktion der DEFA ist Dornröschens Vater sehr autoritär. Eigentlich hatte er sich einen Jungen als Thronfolger gewünscht. Im Gegensatz zu den meisten Dornröschendarstellerinnen ist das Dornröschen hier dunkelhaarig.
Die 13. Fee wollte ihr eigentlich Fleiß wünschen. Diese Tugend empfand der Vater als unnötig für eine Prinzessin. Auch in diesem Film kommt ein Minnesänger vor, der vor einem Königssohn die Geschichte von Dornröschen zum Besten gibt.
Weitere Informationen unter:
www.filmportal.de/...
„Wie man Dornröschen wachküsst“
Vaclav Vorlicek, Tschechoslowakei 1977, 82 Minuten
Dieser stimmungsvolle Kinderfilm wurde von dem bekannten tschechischen Filmregisseur Vaclav Vorlicek frei nach der Märchenvorlage gedreht. Er entstand in den weltberühmten Barrandov-Studios. Die Musik zu diesem Film stammt von Karl Svoboda, der auch die Musik für die tschechische Serie „Pan Tau“ geschrieben hat.
Weiteres unter:
www.kidnet.de/... und
www.arte.tv/de/Themenabend--Es-war-einmal...