
Durchblick 6+ – Dornröschen – Arend Agthe – D/A 2008 – 80 min.
Im Film benutzt Frederik eine Laterna Magica, um die Fotos, die er mit seinem Fotoapparat gemacht hat, an die Wand zu projizieren.
Eine Laterna Magica ist ein Projektionsgerät, das vom 17. bis ins 20. Jahrhundert in ganz Europa verbreitet war und im 19. Jahrhundert zum Massenmedium wurde.
Sie wurde von dem niederländischen Physiker Christiaan Huygens (1629 - 1695) erfunden.
Bei der Laterna Magica handelt es sich um einen Kasten mit einer Öffnung, in dem sich eine Lichtquelle befindet. Dieses Licht dringt durch die Öffnung und durch ein Linsensystem an der Vorderseite des Kastens nach außen. Ein Spiegel hinter der Lichtquelle erhöht die Helligkeit des Lichtsstrahls. In die Bildführung zwischen Kasten und Linsensystem wurden die Laternbilder (Bilder auf Glas) auf dem Kopf stehend eingeschoben und mit dem Licht projiziert. Damit ist die Laterna Magica ein Vorläufer der Diaprojektion und der Filmprojektion. Mit der Entwicklung und Verbreitung des Kinematographen Ende des 19. Jahrhunderts verlor die Laterna Magica an Bedeutung.
Weitere Informationen zur Laterna Magica unter:
de.wikipedia.org/wiki/Laterna_magica
www.wasistwas.de/aktuelles/...
www.deutsches-museum.de/sammlungen/...
Bastelanleitung für eine Laterna Magica:
wcms-neu1.urz.uni-halle.de/...
Frederiks neueste Erfindung ist ein Apparat für Luftbildaufnahmen. Diesen Apparat hängt er einer Brieftaube um. Er hat ihn mit einem Federzug aus einer alten Uhr versehen. Er spannt ihn und lässt die Taube zum Himmel aufsteigen, wenn sie dann am Himmel ist, öffnet der Mechanismus für einen Augenblick eine kleine Klappe, dann fällt Licht in die Linse und das Bild entsteht. Es wird auf eine kleine Platte belichtet. Diese belichtete Platte muss Frederik bei Dunkelheit oder Rotlicht herausnehmen und in einen Entwickler legen. Bei Gelblicht ist dann das Bild als Negativ zu sehen. Alles was hell ist, wird darauf dunkel und alles was dunkel ist, wird hell. Dieses Negativ muss Frederik wieder belichten bis er ein Positivbild auf der Glasplatte erhält. Dieses Positivbild kann er dann mit Hilfe der Laterna Magica an die Wand projizieren.
(Filmsequenz 33.36 -34.40)
Solche Brieftauben mit einer Kamera um den Hals gab es tatsächlich. Im Deutschen Museum in München ist eine solche Taube ausgestellt. Man benutzte sie unter anderem im Krieg um feindliches Gebiet durch Fotos der Tauben auszuspionieren. Der deutsche Erfinder Julius Neubronner schickte im Jahre 1903 Brieftauben mit Kameras in die Luft. Diese wogen nur 50g und waren mit einem Selbstauslöser versehen.
Ein Vorläufer des Fotoapparates ist die Camera Obscura, ein Kasten mit einer Öffnung und einer Linse, durch die das Licht einfällt. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine transparente Glasscheibe, auf der ein Kopf stehendes seitenverkehrtes Bild erzeugt wird. 1827 machte der Franzose Niepce das erste Foto der Welt. 1839 entwickelte der Franzose Daguerre ein Verfahren, mit dem Bilder auf Filmen fixiert werden konnten.1888 wurde dann der erste Kodak-Fotoapparat von George Eastman entwickelt. 1935 kam schließlich der erste Farbfilm auf den Markt.
Weitere Informationen dazu unter:
www.br-online.de/wissen/umwelt/brieftauben...
www.geomanagement-dresden.de/luftbild...
www.stefanheymann.de/....pdf
www.kidsville.de/...