
Durchblick 6+ – König Drosselbart – Sibylle Tafel – D 2008 – 59 min.
Kapitel 1: Begegnung am See
Länge: 6’47’’
Wieder einmal hat sich die schöne Prinzessin Isabella von Geranien heimlich davon geschlichen. Während sie von den Dienstmädchen verzweifelt gesucht wird, nimmt sie zufrieden ein Bad. Dabei wird sie von Prinz Richard von Begonien beobachtet, der sich sofort in sie verliebt. Als er sie anspricht, reagiert sie schnippisch und hochnäsig, doch der Anblick des schönen Fremden lässt sie nicht kalt. Dann unterbrechen die Dienstmädchen die Unterhaltung und die Wege der beiden trennen sich wieder.
Zurück im Schloss geht Isabella der geheimnisvolle Fremde nicht mehr aus dem Kopf. Und auch Prinz Richard berichtet von seinen Hochzeitsplänen.
Kapitel 2: Die Brautschau
Länge: 7’29’’
Am nächsten Tag veranstaltet der König ein großes Fest. Alle heiratswilligen Männer des Landes sind dazu eingeladen. Nur die Prinzessin hat so gar keine Lust darauf. Als Prinz Richard das Schloss betritt, bekommt er zufällig mit, wie Prinzessin Isabella ihre Bediensteten beschimpft. Nacheinander betreten die Könige, Herzöge, Grafen und Freiherren den großen Saal, um sich und ihre Geschenke zu präsentieren. Doch an jedem hat Isabella etwas auszusetzen. Der eine ist zu lang, der nächste zu dick und wieder ein anderer zu blass. Als sie auf Prinz Richard trifft, hält ihr Erstaunen nicht sehr lang an. Ein Kinn wie eine Drossel hat er. Einen König Drosselbart will sie nicht. Als das der König sieht, verspricht er ihr zornig, sie mit dem erst besten Bettler zu vermählen, der am nächsten Morgen zum Tor hineinkommt.
Kapitel 3: Die Hochzeit mit einem Bettler
Länge: 2’14’’
Am nächsten Morgen, der König und seine Tochter sitzen zu Tisch, singt plötzlich ein Spielmann am Schlosstor. Der König lässt ihn heraufholen und einen Priester gleich mit. Noch am selben Morgen werden der Spielmann und die Prinzessin vermählt. Nun muss sie mit ihrem neuen Mann den Hof verlassen.
Kapitel 4: Das neue Zuhause
Länge: 4’27’’
Als sie durch die Wiesen und Wälder wandern, bereut es die Prinzessin, nicht den König Drosselbart genommen zu haben. Am Haus angekommen stellt Isabella mit Entsetzen fest, dass nichts so ist, wie sie es bisher gewohnt war. Kein Diener und kein Koch kümmern sich nun um ihr Wohl. Am nächsten Morgen verabschiedet sich der Spielmann und lässt die Prinzessin allein im Haus mit den alltäglichen Arbeiten zurück. Doch alles im Haus und im Hof ist ihr zuwider und sie macht sich auf den Weg.
Kapitel 5: Wer eine Prinzessin ist, bleibt auch eine Prinzessin!
Länge: 4’49’’
Entschieden, sich nicht ihrem Schicksal zu beugen, geht Prinzessin Isabella in die nächste Stadt. Dort nimmt sie in einem Gasthaus Platz und lässt sich in gewohnter Weise von allen bedienen. Das beste Essen soll es sein, nur bestes Leder und feinste Seide sollen für neue Kleider und Schuhe Verwendung finden. Erst als man von ihr Geld fordert, stutzt die Prinzessin. Sie hat noch nie Geld bezahlt und hat auch keines. Als sie am Fenster Prinz Richard erblickt, flüchtet sie aus dem Gasthaus und läuft in den Wald. Noch immer kann sie nicht verstehen, warum man sie beschimpft und fortgejagt hat. Plötzlich bemerkt sie, dass sie sich verlaufen hat. Sie beginnt aufgeregt hin und her zu rennen, stürzt, rollt einen Hügel hinab und bleibt liegen.
Kapitel 6: Das einfache Leben ist nicht leicht
Länge: 8’30’’
Richard findet Isabella im Wald, bringt sie nach Hause und pflegt sie fürsorglich.
Am nächsten Morgen geht es ihr schon wieder besser, doch zeigt sie es ihrem Mann nicht, sondern wünscht sich süße Krapfen als „Medizin“. Richard, der später von seiner Schwester erfährt, dass er hinters Licht geführt wurde, bringt ihr am Abend statt der Krapfen eine widerliche Medizin mit.
Nur schwer kann sich Isabella an das einfache Leben gewöhnen. Schon einfache Tätigkeiten fallen ihr schwer und machen ihr so gar keinen Spaß. Auf ihr erstes Abendessen ist sie dann aber doch stolz. Als sie jedoch mitbekommt, wie Richard über sie spricht, versalzt sie ihm das Essen.
Kapitel 7: Isabellas Geburtstag
Länge: 5’07’’
Am nächsten Tag hat Prinzessin Isabella Geburtstag. Richard schenkt ihr ein neues Kleid, ein Kleid für eine einfache Frau. Sie nimmt dankbar an. Am Abend kocht sie das Essen und bereitet den Tisch. Zum ersten Mal nähert sie sich dem Spielmann vorsichtig an und beide verbringen einen harmonischen Abend zusammen.
Kapitel 8: Auf dem Markt
Länge: 8’33’’
Doch schon am nächsten Morgen muss Richard beobachten, wie herablassend Isabella eine Marktfrau behandelt, die ihre Waren verkaufen will. Da entscheidet er sich, mit seiner geliebten Frau auf den Markt zu gehen. Sie soll Töpferware verkaufen. Widerwillig geht sie mit. Noch immer hält sie sich für etwas Besseres. Für den nächsten Tag hat sie sich fest vorgenommen, ihre Waren am Tor aufzubauen. Die Fischverkäuferin warnt sie davor, doch von einem Marktweib lässt sie sich nichts sagen. Stolz kehrt sie am Abend zurück und berichtet von ihrem Plan. Richard verbietet ihr diese Stelle zu benutzen, doch auch von ihm lässt sie sich nichts sagen.
Am nächsten Tag baut sie den Stand direkt am Tor auf. Als Richard beobachtet, wie sie mit einer jungen Küchenhilfe umgeht, die sie als Prinzessin zu erkennen scheint, trifft er enttäuscht eine Entscheidung. Wenig später erscheint er als fremder Reiter im Tor und zerstört all ihre Krüge und Wasen.
Kapitel 9: Prinzessin Isabella als Küchenmädchen
Länge: 4’35’’
Verzweifelt sitzt Isabella vor ihrem Haus und sieht zum ersten Mal ihren Fehler ein. Aus Angst, ihrem Mann zu begegnen, verlässt sie das Haus und geht. Sie hat Hunger, aber kein Geld. Auf dem Markt erfährt sie, dass in der Schlossküche von Prinz Richard noch eine Magd gesucht wird. Sofort stellt sie sich vor und beginnt mit der Arbeit. Dabei bleibt sie nicht unentdeckt. Als Prinz Richard in der Küche beobachtet, wie selbstlos sie für das Missgeschick eines anderen Küchenmädchens die Schuld auf sich nimmt, schöpft er neuen Mut. Vielleicht hat sie sich ja doch geändert?
Kapitel 10: Die zweite Hochzeit
Länge: 6’10’’
Überglücklich verkündet Prinz Richard seine Hochzeit. Aber noch weiß keiner wer die Glückliche ist. Als alle Gäste versammelt sind, präsentiert er plötzlich seine Braut: Ein Küchenmädchen, das gerade das Essen auftischt? Nicht nur die Gäste, auch Isabella selber, sind vor Schreck erstarrt. Er entlarvt sie als Prinzessin von Geranien, was seinen Vater noch mehr verärgert. Doch zu spät. Als Spielmann hat er sich ja bereits mit ihr vermählt. Zunächst ist sie über die Täuschung verärgert, doch schnell verzeiht sie ihm. Und so endet der Tag in einem rauschenden Fest.