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Durchblick 6+   –   Der Froschkönig   –   Franziska Buch   –   D 2008   –   59 min.

2.4 Die Hauptfiguren

Prinzessin Sophie

Prinzessin Sophie ist jung, wunderschön und zu Beginn verspielt, kindlich und unbeschwert. Sie selbst ist noch voller Träume, Neugier und Lebensfreude. Nichts ist schlimmer, als auf dem Schloss herumzusitzen. Doch nach dem Willen ihres Vaters soll sie an ihrem 18. Geburtstag einen reichen Prinzen heiraten, um das Königreich vor dem Ruin zu retten. Sophie ist sich bewusst, dass sie eine wichtige und verantwortungsvolle Entscheidung treffen muss, von der viel abhängt. Am Ende folgt sie jedoch ihrem Herzen und ist eine starke Heldin, die gegen die väterliche Autorität aufbegehrt, sich der Zwangsheirat entzieht und ihren eigenen Weg geht.

Der Froschkönig

Vor Jahren durch eine böse Fee verwandelt, lebt Prinz Floris von Brabant als kleiner garstiger Frosch. In penetranter Weise drängt er sich der Königstochter auf und geht dabei sehr raffiniert und trickreich vor, indem er die Schwäche der kindlichen und unsicheren Prinzessin ausnutzt, um ihre Freundschaft zu erpressen. Er ist bereit, ihr die goldene Kugel vom Grund des Teiches heraufzuholen, aber nur gegen einige Versprechen. Er sieht darin einen Weg für seine Erlösung. Als er bemerkt, dass Prinzessin Sophie ihre Versprechen nicht einhalten wird, folgt er ihr ins Schloss, fordert unnachgiebig ihre Freundschaft ein und setzt sich dabei über Umgangsregeln und Gebote des Anstands hinweg.

Der König

Der König ist einerseits ein fürsorglicher Vater, der seine Tochter sehr liebt, andererseits ist er aber auch ein Patriarch, der Verantwortung für sein Königreich hat, das gerade in einer schwierigen finanziellen Lage ist. Seine Hoffnung ist die jüngste Tochter. Durch die Heirat mit Prinz Friedrich könnte er sein marodes Königreich retten. Ihm ist aber auch deutlich bewusst, was er von seiner Tochter verlangt. Doch seine Situation erfordert eine gewisse Härte. Auch in der Erziehung zeigt er Konsequenz und Moral. Als diese ihre Versprechen nicht einlösen will, fordert er dies mit Strenge ein. Für ihn ist es egal, wem sie etwas versprochen hat, auch wenn es nur ein Frosch ist. Schließlich hat dieser ihr in der Not geholfen.

Der eiserne Heinrich

Heinrich ist der treue Diener von Prinz Floris. Im Gegensatz zu den düsteren Bildern, in denen er zu Beginn dargestellt wird, ist er eine treue Seele und versucht seinen Herrn im Zauberwald zu finden. Das Motiv von den drei eisernen Bändern, die er sich um die Brust legt, steht überaus bildhaft für die Trauer und den Schmerz über die Verzauberung seines Herrn. Umso symbolischer zeigt die Schlussszene seine Freunde über die Erlösung. Mit einem lauten Krachen zerbersten die Bänder und wirken, symbolisch betrachtet, nicht nur für die Figur des Heinrich befreiend.

 

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