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Durchblick 8+ – Das große Rennen – André F. Nebe –D, IRL 2009 – 84 min.

2. Zum Film

Das große Rennen – Ein abgefahrenes Abenteuer

Deutschland, Irland 2009

„Das große Rennen“ ist eine deutsch-irische Koproduktion der zero fiction film, zero west Filmproduktion und Grand Pictures, in Zusammenarbeit mit High Point Media Group und Horsebridge Productions, mit Unterstützung durch die NRW.Bank, DFFF, Medienboard Berlin-Brandenburg und Pictorion Pictures sowie Northern Ireland Screen, Irish Filmboard und BBC Northern Ireland.

„Das große Rennen“ hatte seine deutsche Premiere auf dem Deutschen Kinder-Medien-Festival „Goldener Spatz“ 2009 in Gera und Erfurt.

Regie   André F. Nebe
Drehbuch   Rowan O‘Neill
Kamera   Dirk Morgenstern
Szenenbild   Grant Hicks
Kostüm   Leonie Prendergast
Casting   Louise Kiely
Schnitt   Diana Karsten, Dirk Schwarz
Ton   Barry O‘Sullivan
Musik   Elke Hosenfeldt, Moritz Denis, Tim Stanzel u. a.
Produzenten   Michael Garland, Martin Hagemann, Paul Donovan (Ausführender Produzent), Ailish McElmeel (Koproduzentin)
Verleih (Kino)   Farbfilm verleih GmbH
FSK-Freigabe   ab 6 Jahren
BJF-Empfehlung   ab 8 Jahren

Darsteller
Niamh McGirr (Mary Kensay), Colm Meaney (Frank Kensay, Marys Vater), Susan Lynch (Katey Kensay, Marys Mutter), Jonathan Mason (Tom Nesbitt), Eoin McAndrew (Michael Magee), Ciaran Flynn (Roy), Diarmuid Corr (Mr. Anderson), Tom Collins (Boyle), Steve Blount (Mr. Nesbitt), Ian Beattie (Maurice Magee), Stephen Kelly (Steve, Reporter), Michael Hayes (John Derek) u. a.

Kurzinhalt

Die elfjährige Mary Kensay lebt zusammen mit ihren Eltern Frank und Katey auf einem Bauernhof in Nordirland. Bei der Bewirtschaftung des hoch verschuldeten Hofes muss Mary mit anpacken, etwa bei der Fütterung der Hühner und Kühe. Weil sie deshalb oft nach „Landluft“ riecht, wird sie von ihren Mitschülern regelmäßig verspottet, außer von Tom, ihrem besten Freund, der ebenfalls von einem Bauernhof kommt. Mit Tom teilt Mary neben den tapfer ertragenen Anfeindungen in der Schule auch ihre große Begeisterung für Seifenkisten, Geschwindigkeit und Autorennen. Jede freie Minute nutzen sie für kleine Wettrennen mit ihren selbstgebauten Seifenkisten aus Holz. Marys großer Traum ist es, später einmal zu studieren und als Ingenieurin Rennwagen zu konstruieren. Da sie diesen Traum sehr zielstrebig verfolgt, wird sie in der Klasse als Streberin bezeichnet. Eines Tages bekommt Mary endlich die Gelegenheit, den anderen zu beweisen, was in ihr steckt. Michael Magee, der Sohn des in der Gegend reichsten Landbesitzers, kündigt ein echtes Kart-Wettrennen an, wobei dem Sieger 200 Pfund Preisgeld und eine Trophäe winken. An ein Mädchen als Teilnehmende haben die Jungen zunächst nicht gedacht, bis Mary sie herausfordert und mit Roy, der sich besonders fies ihr gegenüber verhält, eine Wette abschließt: Falls sie gewinnen sollte, wird er sie in Ruhe lassen.

Marys Vater Frank ist von ihrer Teilnahme am Rennen zunächst wenig begeistert, zumal er große Geldsorgen hat und seine Frau sich immer mehr von ihm abwendet und von einem Neuanfang mit einem anderen Mann träumt. Als Mary auf einer Übungsfahrt verunglückt und sich leicht verletzt, zerstört er wütend ihre Seifenkiste. Neben der bevorstehenden Trennung der Eltern muss Mary damit fertig werden, dass ihr Freund Tom ohne Vorwarnung wegzieht, nachdem seine Eltern kurzfristig den Hof verkauft haben. Gerade noch rechtzeitig erkennt Frank, dass er weder seinen Hof noch seine Ehe retten kann, aber wenigstens für Mary da sein muss. So hilft er ihr beim Bau einer neuen Seifenkiste mit einer technischen Sonderausstattung, zumal er als Kind selbst ein begeisterter „Rennfahrer“ war, und bereitet sie systematisch auf das große Rennen vor. Unmittelbar vor dem Rennen scheint Marys Teilnahme noch gefährdet, doch dann liegt es allein an ihrem Können und ihrer Leidenschaft, ob sie ihrem Traum ein großes Stück näher kommen wird.

Fachpresse

„Die einfühlsame Annäherung und Versöhnung zwischen Vater und Tochter gehört zu den berührenden Momenten des überzeugenden Films, der ebenso vielschichtig mit Marys doppeltem Verlust (von Mutter und Freund Tom, der mit seinem Vater wegzieht) wie spannend mit dem aufregenden Rennen um Probleme von Kindern wie Erwachsenen keinen Bogen macht. Voller Hoffnung für eine gemeinsame Zukunft von Vater und Tochter endet der Film mit einem Go-Kart-Rennen, bei dem es gar nicht mehr um Sieg oder Niederlage geht – denn wahre Freundschaft ist viel wichtiger.“
Manfred Hobsch, Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz 119-3/2009

„Ein bisschen wundert man sich schon, warum der Berliner Regisseur André F. Nebe, geboren 1973, seinen ersten Langspielfilm mit Kindern und Tieren dreht und das auch noch mit englischsprachigen Schauspielern im verregneten Irland. Von knapp vier Wochen Drehzeit hat es auch zwei davon ununterbrochen geregnet. Wie gut, dass Nebe vorher ein halbes Vermögen für Regenzeug und Outdoor-Klamotten ausgegeben hat. Aber er hatte das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, wenn es ihm gelänge, später im Kinosaal Kindern eine spannende Geschichte zu erzählen – und das ist ihm gelungen.“
Katrin Knauth, www.kino-zeit.de

„Gewürzt mit irischer Starrköpfigkeit und einer angenehmen Portion bitterer Süße erzählt ‘Das große Rennen’ von dem Festhalten an den eigenen Träumen, ohne dabei die Sinne der kleinen Besucher mit zuckersüßem Hollywoodkitsch zu verkleben. Aufgrund dieser aufrichtigen Herangehensweise, die auch vor traurigen Ereignissen nicht die Augen verschließt, ist Marys Abenteuer ein empfehlenswerter Film für die ganze Familie, bei dem sicherlich auch die älteren Zuschauer der kleinen Heldin begeistert die Daumen drücken werden.“
Jens Hamp, www.filmstarts.de

„Die dargebotene Ehekrise belastet den ansonsten so fröhlichen Kinderfilm ein wenig, erdrückt ihn aber nicht. In seinem Kinodebüt bringt der Berliner Regisseur André F. Nebe dem jungen Publikum vielmehr behutsam bei, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, sein persönliches Glück zu suchen. Mary und ihre Mutter sind sich hierbei sogar ziemlich ähnlich. Beide behaupten sich mit größter Entschlossenheit gegen die Vorurteile und Widerstände ihres privaten Umfeldes. Und genau das transportiert der Film bravourös: Lasse dich niemals unterkriegen! Dank seiner sympathischen Besetzung und der vielschichtigen Handlung zwischen Witz und Wehmut ist ‘Das große Rennen’ eine echte Empfehlung für Zuschauer ab 8 Jahren.“
Oliver Zimmermann, www.programmkino.de

Internet-Links

Website zum Film
www.dasgrosserennen-derfilm.de

Filminfo des deutschen Kinoverleihers farbfilm verleih GmbH
www.farbfilm-verleih.de/filme/dasgrosserennen.html

Website des Regisseurs André F. Nebe
www.andre-f-nebe.de/filme.ger.html

Website der Filmkomponisten
www.eikehosenfeldundmoritzdenis.de/musik_kinofilm.html

Weitere Weblinks zum Film
www.filmz.de/film_2009/das_grosse_rennen/links.htm

Hanisauland – Filmtipps
www.hanisauland.de/filmtipps/filmarchiv/grosses-rennen.html

Vision Kino-Filmtipp
www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1135797

 

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