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Durchblick 8+ – Das große Rennen – André F. Nebe –D, IRL 2009 – 84 min.

4. „Das große Rennen“ in 12 Kapiteln

Die folgende ausführliche Inhaltsangabe bezieht sich auf die Kapitel des Films, wie sie auf der Video-Ebene einzeln abgerufen werden können.

Zur Vertiefung bestimmter Aspekte von Handlung und Gestaltung des Films können diese Kapitel inhaltlich und dramaturgisch auch von den Schülerinnen und Schülern selbst analysiert werden. Dazu dienen die kurzen Texte und Bildbeispiele als Hilfsmittel.

 

1. Kapitel: Alltag auf dem Bauernhof
Länge: 7,5 Min.

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Im Vorspann mit den Credits entsteht der Titel des Films als Trickanimation vor dem Hintergrund einer irischen Landschaft aus Baumaterialien und Werkzeug für eine Seifenkiste. – Mehrere Einstellungen zeigen einen fahrenden Schulbus. Bei einem Halt steigt Mary aus, begrüßt freudig ihren Hund Jess und rennt zu einem Bauernhof. In der Wohnstube wird sie von ihrer Mutter überrascht, gerade als sie einen Schlüssel für das Scheunentor holen will. Sie zieht sich in ihrem Zimmer um, füttert unwillig die Hühner und holt in einem zweiten Anlauf deren Eier. Die Mutter hilft ihr bei den Schularbeiten, bis der Vater zum Essen hereinkommt. Mary wird von ihm ermahnt, beim Essen nicht zu lesen, die ihm schnippisch antwortet, als der Vater selbst einen Brief zu lesen beginnt. Mit wild fuchtelnden Armen taucht Tom vor dem Küchenfenster auf, woraufhin Mary sofort aufsteht und unter einem Vorwand nach draußen geht.


2. Kapitel: Ein guter Freund
Länge: 2,5 Min.

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Als Mary nach draußen kommt, hat Tom sich versteckt. Er hält ihr von hinten die Hände vor die Augen und fragt: „Wer ist der beste Rennfahrer auf der ganzen Welt?“

Beide gehen in den Schuppen. Auf einem Tisch steht eine Seifenkiste aus Holz, die Tom auf den Boden stellt. – Mehrere Einstellungen zeigen Tom und Mary bei unbeschwerten Kinderspielen. Sie werfen Steine in den Fluss, schaukeln auf dem Ast eines Baumes, flüstern sich etwas ins Ohr, spielen Fangen und machen eine Wettfahrt mit ihren Seifenkisten den Berg hinunter. Vor dem Start muss Mary erst noch einen Kaugummi entfernen, den Tom ihr an ein Rad geklebt hat. Bei der Abfahrt, steht plötzlich eine Kuh mitten im Weg, zwischen deren Beinen Mary ungebremst hindurch fährt und sich den Sieg holt.

 

3. Kapitel: Schulstress mit Überraschung
Länge: 5,5 Min.

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Der Schulbus hält vor der Schule, Mary und Tom werden von ihren Mitschülern gehänselt, beleidigt und angerempelt. Der Gang über den Schulflur wird zu einem Spießrutenlauf. Beide schließen eine Wette ab, wer an diesem Tag wohl häufiger geärgert wird. – Im Unterricht steht das Thema Schwerkraft auf dem Plan. Mary arbeitet eifrig mit und wird über eine Zwille mit Papierstücken beschossen. Eine aufgeschnittene Tintenpatrone fliegt auf ihr Schulbuch, beim Säubern beschmutzt sich Mary ihre Hände und das Gesicht. Dennoch beantwortet Mary unbeeindruckt die Frage des Lehrers Mr. Anderson. Nach der Schulstunde sieht Mary, dass auch Tom eine Tintenattacke hinnehmen musste. Tom bringt sie zu den Umkleideräumen der Jungen, denn dort macht Michael Magee, der Sohn eines reichen Grundbesitzers, eine wichtige Ankündigung: ein von seinem Vater organisiertes Seifenkistenrennen, bei dem ein hohes Preisgeld winkt. Erst auf Toms Rückfrage hin sind auch Mädchen für das Rennen zugelassen. Mary schließt eine Wette mit ihrem schärfsten Widersacher Roy ab: Wenn sie gewinnt, muss er sie zukünftig in Ruhe lassen. Sie entscheidet sich, beim Rennen auf jeden Fall mitzumachen.

 

4. Kapitel: Heftige Auseinandersetzungen
Länge: 5 Min.

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Beim Mittagessen ist Marys Vater wieder in seine Unterlagen vertieft, sodass die Mutter Mary demonstrativ fragt, wie es im Unterricht gewesen sei. Mary berichtet vom Seifenkistenrennen und ihrer Teilnahme, die der Vater kategorisch ablehnt. Wütend haut Mary auf den Tisch und holt sich den Schlüssel zum Schuppen. „Ich brauch‘ deine Erlaubnis nicht, ich hab‘ eine Seifenkiste. Ich nehme an dem Rennen teil und ich werde gewinnen.“ Die Eltern sind sprachlos und die Mutter nimmt Mary in Schutz. Im Schuppen sägt Mary wütend an einer Achse der Seifenkiste herum. Mary beharrt gegenüber ihrem Vater auf der Teilnahme, bis der Vater unter der Bedingung einlenkt, dass sie die Seifenkiste alleine bauen werde und nur auf Feldwegen übe. – Abends im Bett hört Mary, wie die Eltern sich über den möglichen Verkauf des Hofes und über ihre Schulden streiten. Sie geht die Treppe herunter und belauscht das Gespräch, bis die Eltern ihre Anwesenheit mitbekommen. – Nachts im Ehebett kuschelt sich der Vater an die Mutter, die daraufhin seine Hand berührt.

 

5. Kapitel: Die Sorgen der Eltern
Länge: 4,5 Min.

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Wieder wird Mary beim Aussteigen aus dem Schulbus angepöbelt, wieder holt sie sich sofort den Schlüssel zum Schuppen. Diesmal hört sie statt der mahnenden Worte ihrer Mutter aber nur ein Weinen. Die Mutter sitzt auf der Couch und betrachtet alte Fotos von Marys verstorbenen Großeltern und den ersten Begegnungen mit ihrem späteren Mann: „Gott, wir hatten so viele Pläne. Es gab so vieles, was wir noch zusammen machen wollten.“ – Mary holt Kohlen aus dem Schuppen und Eier aus dem Hühnerstall, füttert dann die Kühe mit Heu. – Vor einer weiten irischen Hügellandschaft unterhält sich Marys Vater mit einem anderen Bauern über die Schafschur, Schulden und die sinkenden Preise für Agrarprodukte. Einer der Bauern hat bereits alles an Maurice Magee verkauft, der das Land im gesamten Tal offenbar billig erwerben möchte.

 

6. Kapitel: Zukunftspläne
Länge: 11 Min.

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An ihrem Geburtstag besucht Mary mit ihren Eltern ein professionelles Go-Kart-Rennen. Obwohl ihr Favorit John Derek nur zweiter wird, möchte sie unbedingt ein Autogramm von ihrem Idol, das sie mit beherzter Entschlossenheit und zum Nachsehen von Roy auch bekommt. – In der Klasse hält Mr. Anderson einen Vortrag über die lange Tradition des Gymnasiums von Ballymena, das seine Schüler an die besten Universitäten des Königsreichs schickt. Während sich bei den Jungen Langeweile breit macht, horcht Mary auf, als es um den Bereich Ingenieurswesen geht und das Foto eines Rennautos projiziert wird. – Nach der Schule unterhalten sich Mary und Tom bei einem Einkaufsbummel in der Stadt über ihre Berufswünsche. Tom möchte einmal den Bauernhof seiner Eltern übernehmen, Mary später Rennwagen konstruieren. In diesem Moment sieht sie ihre Mutter zusammen mit Mr. Magee und seinem Sohn. Tom zeigt Mary hochwertige Seifenkistenräder im Schaufenster eines Fachgeschäfts. – Trotz des väterlichen Verbots übt Mary mit Tom auf einer abfallenden Teerstraße und entkommt nur knapp einem Unfall, als ihre Bremsen versagen. – Der Vater reagiert unwirsch, als er von den Berufswünschen seiner Tochter erfährt, während die gerade aus der Stadt zurückkehrende Mutter sie in ihren Wünschen bestärkt. – In der Kirche hält der Pfarrer eine Predigt über den Werteverfall. Marys Vater verlässt wütend die Kirche, nachdem sich Mr. Magee mehrfach nach seiner Frau umgedreht hat.

 

7. Kapitel: Ein Unfall und seine Folgen
Länge: 9 Min.

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Marys Eltern streiten sich nach dem Vorfall in der Kirche. Die Mutter sieht die vergangenen 15 Jahre ihres Lebens nur als Opfer, der Vater sorgt sich mehr um das, was die Leute denken. – Mary übt alleine auf einem Feldweg und verunglückt mit ihrer Seifenkiste. Ein Schlagloch wurde ihr zum Verhängnis. Der durch den Hund alarmierte Vater bringt Mary ins Krankenhaus, das sie am nächsten Tag wieder verlassen darf, da sie nur eine Kopfwunde davongetragen hat. – Die Eltern werfen sich gegenseitig mangelnde Fürsorge vor. Als Mary entdeckt, dass der Vater ihre Seifenkiste zerstört hat, wird sie wütend und beginnt ihre Eltern zu hassen. – In der Nacht beobachtet der Vater heimlich, wie Mary versucht, ihre Seifenkiste zu reparieren. – Nachts im Ehebett zögert die Mutter, die Hand des Vaters zu berühren.


8. Kapitel: Die „Bekehrung“ des Vaters
Länge: 12 Min.

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Lester spricht Marys Vater auf die Teilnahme seiner Tochter am Rennen an. – Nach der Schule werden Tom und Mary durch Roy in eine handfeste Schlägerei verwickelt. Marys Vater, der sie diesmal abholen wollte, verhindert Schlimmeres. Auf der Rückfahrt muss der Wagen an einer Einmündung wegen eines mit seinem Sohn im Seifenkistenwagen querenden Vaters halten. Nach einem langen Moment des Zögerns wendet der Vater und kauft zu Marys großer Freude in der Stadt die aus dem Schaufenster bekannten Räder. Dort erfährt sie, dass ihr Vater als Kind selbst Seifenkisten konstruiert hat und Rennen gefahren ist. – Auf dem Schrottplatz haben Mary und ihr Vater viel Spaß bei der Suche nach Materialien für eine Seifenkiste, die sie dann auch gemeinsam bauen. Wichtigstes Bauteil ist eine vor Jahren entworfene Vorrichtung des Vaters, mit der sich der Schwerpunkt der Seifenkiste verlagern lässt. – Später fahren sie gemeinsam die Strecke ab, Mary wird auf von ihm auf Gefahrenpunkte hingewiesen.

 

9. Kapitel: Doppelter Abschied
Länge: 5,5 Min.

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Mary möchte Tom über die Erfindung ihres Vaters informieren und sieht gerade noch den abfahrenden Umzugswagen. Toms Eltern haben den Hof aus Geldnöten verkauft und ihm nichts davon erzählt. Zum Abschied wirft er Mary ein Amulett zur Erinnerung zu. Seine Abschiedsworte „besieg sie“ hallen in Mary lange nach. – Mary liegt schon im Bett, als sie bei einem weiteren Streit der Eltern ihre Mutter sagen hört, dass sie ihren Mann nicht mehr liebt. Kurz darauf erscheint die Mutter im Kinderzimmer und erklärt Mary, dass sie die Familie verlassen muss und Mary mitnehmen möchte. Diese zögert jedoch. – Die Eheleute liegen beide voneinander abgekehrt im Bett.

 

10. Kapitel: Startprobleme
Länge: 7 Min.

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Am nächsten Morgen legt sich Mary vor einem Spiegel Toms Amulett um und atmet tief durch. Später fährt sie mit ihrem Vater zur Rennstrecke, die Mutter bleibt zurück. Ein Streifenpolizist weist die Beiden barsch zum Parken ein, sie sind ohnehin spät dran. Bei der Anmeldung stellt sich heraus, dass Mary ohne Schutzhelm nicht am Rennen teilnehmen darf. In letzter Minute fällt dem Vater der gelbe Helm im Fond des Wagens ein, den Mary immer bei der Hühnerfütterung aufgesetzt hat. Mr. Magee hält eine Ansprache, zeigt die Trophäe und den Scheck und kündigt einen zusätzlichen Preis an: eine Probefahrt mit John Derek und bei einem professionellen Go-Kart-Rennen. Mary verliert angesichts des unansehnlichen Helms ihren Mut, wird aber von ihrem Vater wieder aufgebaut. Da der Helm nicht ordnungsgemäß ist, will der Aufsichtsbeamte Mary keine Startnummer geben, doch Zuschauer und der Reporter intervenieren. – Während sie ihre Sachen packt und auf das Taxi wartet, hört die Mutter im Radio die Live-Reportage vom Rennen. – Gespannt warten die Teilnehmer des Rennens auf das Startzeichen. Mary und Roy werfen sich einen bösen Blick zu.


11. Kapitel: Das Wettrennen
Länge: 8 Min.

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Auch durch die Parallelmontage (also mindestens (!) zwei Handlungsstränge, die gleichzeitig ablaufen und im Film wechselweise zu sehen sind und in einen gemeinsamen Endpunkt münden) gewinnt der Film zusätzliche Dramatik über das eigentliche Rennen hinaus, indem der Abschied der Mutter (und damit ihr persönlicher Kampf) mit dem Kampf der Tochter (beim Seifenkistenrennen) parallel gesetzt wird. Weitere Zwischenschnitte zeigen den Reporter bei seiner Arbeit und Marys Vater, der voll und ganz mit seiner Tochter mit fiebert. An der Zielgeraden vor dem Strand kommen die Fahrer viel zu schnell an und durchbrechen die Strohbande. Die Seifenkisten fliegen durch die Luft. Mary ist als erste am Meer, der Vater rennt ihr nach und stemmt sie mit seinen Armen hoch. Die Mutter lässt das Taxi warten und hat Tränen in den Augen. Mr. Magee gratuliert der Siegerin, ist aber auch stolz auf seinen Jungen auf dem zweiten Platz. Bei der Siegerehrung bittet Mary großzügig auch Roy als Drittplatziertem auf das Siegerpodest.

 

12. Kapitel: Das Leben geht weiter
Länge: 6 Min.

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Daheim will Mary ihrer Mutter den Pokal zeigen, doch sie findet nur einen Brief vor, in dem die Mutter vermittelt, warum sie die Familie verlassen musste. Der Vater tröstet Mary liebevoll und meint: „Wir beide schaffen das schon.“ – Bei einer Life-Berichterstattung von der Carmonleigh-Rennstrecke erklärt Formel-4-Rennfahrer John Derek dem Reporter, dass Mary Kensey nun an ihrem ersten Kart-Rennen teilnimmt und ihr Gegner eine besondere Überraschung für sie sein werde. Ein an ihrem Lenkrad klebender Kaugummi weist schon darauf hin, dass es sich nur um Tom handeln kann. Abblende und Schlusscredits.

 

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