Durchblick 8+ – Das große Rennen – André F. Nebe –D, IRL 2009 – 84 min.
8. Methodische Vorschläge zur Medienkompetenz
Hierzu besonders empfohlene Materialien auf der DVD:
a) Extras Filmausschnitte:
- Filmisches Erzählen I – Spannungsaufbau durch Kameraperspektiven
- Filmisches Erzählen II – Spannungsaufbau durch Reduktion der Bildebene
- Filmisches Erzählen III –Spannungsaufbau durch Montage
- Filmisches Erzählen IV – Montagesequenzen
- Das finale Wettrennen
b) Bonusmaterial:
- Bildergalerie Seifenkistenrennen in Uersfeld/Eifel, Europameisterschaft 2009
- Kurzfilm „Boliden“ (Regie: Walter Feistle, Deutschland/Schweiz 1991, 6 Min.)
c) Arbeitsblätter:
d) Der ganze Film in 80 Screenshots
- Die Screenshots aus dem Film in der Bildergalerie können für die Schülerinnen und Schüler hilfreich sein, um sich an bestimmte Szenen zu erinnern und die damit verbundenen Aspekte und Gefühle noch einmal vertiefend zu reflektieren. Die Bildergalerie auf der Videoebene kann dabei so eingesetzt werden, dass die Fotos (ggf. Auswahl) einzeln mit dem Beamer auf die Wand projiziert werden und die Schülerinnen und Schüler erzählen, was in der dazugehörigen Szene passiert.

Die methodischen Vorschläge zur Medienkompetenz stehen bei „Das große Rennen“ ganz im Zeichen der Spannung und ihrer Erzeugung mit unterschiedlichen filmischen Mitteln. Da sich gerade im Umgang mit Bildern und filmischen Erzählweisen das traditionelle Lehrer-Schüler-Verhältnis in der Vermittlung von Wissen stark gewandelt hat, wurde dieser Entwicklung auch im Aufbau der Arbeitsblätter Rechnung getragen. Sie informieren gleichzeitig über die wichtigsten bildsprachlichen Mittel dieses Films (die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, zumal jeder Film anders damit umgeht und auch unterschiedliche Mittel einsetzt) und regen anhand von Aufgaben- und Fragestellungen zur weiteren Auseinandersetzung an. Bis auf das Arbeitsblatt 10 zum Thema Metaphern veranschaulichen ausgewählte Filmausschnitte im Videoteil der DVD, wie die analysierten bildsprachlichen Mittel im Kontext der laufenden Bilder aussehen. Diese Ausschnitte können wahlweise auch vorab gezeigt und die Schülerinnen und Schüler nach dem befragt werden, was sie gesehen haben und welche Wirkung und Assoziationen das bei ihnen hervorgerufen hat.
- Die Erzeugung von Spannung wurde bewusst auf zwei Arbeitsblätter verteilt, um darauf aufmerksam zu machen, dass Spannung keineswegs gleichbedeutend mit Action sein muss und nicht nur über die Montage der einzelnen Einstellungen sondern unter anderem auch durch die Wahl bestimmter Kameraperspektiven oder durch das im Bild selbst nicht Gezeigte entstehen kann. Siehe hierzu Arbeitsblatt 7 – Bildsprache – Spannung I und Arbeitsblatt 8 – Bildsprache – Spannung II.
- Von experimentellen Ausnahmen abgesehen kann kein Film seine Geschichte in derselben Zeit erzählen, in der sie real ablaufen würde. Das wäre auch langweilig und in keiner Weise dem Medium Film angemessen. Ein wichtiges Mittel, um Zeitabläufe im Film gerafft darzustellen, sind Montagesequenzen, die in „Das große Rennen“ mehrfach zum Einsatz kommen. Siehe hierzu Arbeitsblatt 9 – Bildsprache – Montagesequenzen. In diesem Zusammenhang lässt sich auch gut auf die Funktion der Musik im Film eingehen.
- Einen Schnittpunkt zwischen Medienkompetenz im Allgemeinen und Filmkompetenz im Besonderen bildet die Radioreportage im Film über das Wettrennen der Seifenkisten. Mit der betreffenden Sequenz lässt sich zudem gut verdeutlichen, wie wichtig die beiden Handlungsstränge mit Mary im Rennen und ihrer Mutter vor dem Abschied für den Film sind. Siehe hierzu Arbeitsblatt 11 – Radioreportage. Zum Einüben, was eine Radioreportage ausmacht und mit welchen sprachlichen Mitteln sie arbeitet, lässt sich die betreffende Sequenz als Vorlage heranziehen. Möglich ist aber auch, mit den Bildern eines Seifenkistenrennens in der Eifel zu arbeiten.