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Bundesverband Jugend und Film e.V. - DVD-Edition - Durchblick Filme - www.durchblick-filme.de

Durchblick 8+ – Das große Rennen – André F. Nebe –D, IRL 2009 – 84 min.

Arbeitsblatt 5 – Rollenbilder und Berufswünsche

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Ein langer Kameraschwenk in den ersten Minuten des Films zeigt Marys Zimmer und bringt sie auf diese Weise dem Publikum näher. Findest du die Ausstattung dieses Zimmers typisch für ein elfjähriges Mädchen? Begründe kurz deine Meinung.

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Roy ist im Film keineswegs der einzige, der Vorbehalte äußert, wenn Mädchen an Seifenkistenrennen teilnehmen wollen. Der alte Bauer Lester hat Vorurteile und selbst Marys Freund Tom ist nicht frei von traditionellen Rollenbildern:

„Aber du wirst nie gewinnen“ (Roy)
„Helme sind was für Mädchen“ (Tom)
„Frauen können nun mal nicht fahren. Sie können ja nicht mal einparken“ (Lester)
„Es ist so schön, dass hier auch ein Mädchen mitmacht, aber sie kann nicht ganz Schritt halten“ (Radioreporter)

Von Mary einmal abgesehen: Sind Seifenkisten- und Autorennen eher etwas für Jungen und Männer? Wie ist deine Meinung dazu?

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Was möchte Mary später einmal werden?

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Für ältere Jahrgangsstufen:

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Marys Berufswunsch wird durch einen optisch sehr ähnlichen Bildaufbau mit den Zukunftsplänen der Mutter verglichen, die ihre Familie verlassen möchte, um als „Beifahrerin“ (Hinweis: in Irland fahren die Autos auf der linken Straßenseite) im Auto von Mr. Magee Platz zu nehmen. Hinter beiden Plänen steht der Wunsch nach Emanzipation von alten Rollen. Um welche Rollenbilder geht es?

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In dieser Szene haben Marys Vater und ihre Mutter unterschiedliche Auffassungen zum Berufswunsch ihrer Tochter. Beide nehmen eigene Wünsche zum Beurteilungsmaßstab. Formuliere in einem kurzen Aufsatz, wie die Eltern auf Mary reagieren, warum sie sich so und nicht anders verhalten und was dieses Gespräch über die sich wandelnden Beziehungsstrukturen in der Familie verrät.

Mary: Äh, wir hatten heute Berufswahltag.
Vater: Ach ja? Was hast du dir ausgesucht?
Mary: Ich werde Kraftfahrzeugbau studieren, an der Universität von Edinburgh. Die hat einen sehr schönen Campus.
Vater: Ach ja?
Mutter: Dein Großvater war auch Ingenieur.
Vater: Du bist eine Kensey. Die Kenseys bewirtschaften dieses Land schon seit 50 Jahren.
Mutter: Ja, du siehst, was es ihnen eingebracht hat.
Mary: Ich bin ein Mädchen. Ich kann kein Landwirt werden.
Vater: Klar kannst du das. Und einen Landwirt heiraten. Dann gehört alles das euren Kindern.
Mutter: Du kannst alles werden, was du möchtest, solange du hart genug arbeitest.
Vater: Wie auch immer, Ingenieur ist kein Beruf für ein Mädchen.
Mary: Aber Mister Anderson hat gesagt, viele Frauen machen das heute.
Vater: So? Weißt du, wie viel vier Jahre an so 'ner Uni kosten?
Mary: Es gibt doch Studentendarlehen.
Vater: Oh, genau das, was wir brauchen, noch ein Darlehen. Ha!
Mutter: Hör mir mal zu, du sollst genau das werden, was du werden willst. Ich werde dafür sorgen.

 

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