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Durchblick 4+ – Von Drachen, Mäusen und Laternen ... – Ausgewählte Filme und Bilderbuchkinos

Bilderbuchkino:

4.2. Maus, pass auf!

Von Paula Gerritsen, Atlantis Verlag, Zürich 2007

Inhalt:

Eine Maus lebt in einer selbst gegrabenen Höhle mit einer wunderbaren Aussicht auf einen Nussbaum. Es riecht nach Herbst und sie packt die Lust, Nüsse zu sammeln. Auch der Wind hält sie nicht ab. Genauso wenig wie der Bauer, der die Kartoffeln erntet. Die Möwe, der Hase, die Schafe – alle warnen die Maus vor dem Wind, dem Traktor und dem großen Hund des Bauern: „Maus, pass auf!“ All das hört die Maus aber nicht und rennt zu dem großen Nussbaum, wo sie erschöpft einschläft. Plötzlich sieht sie die Bescherung: Die Blätter sind weg und auch die Nüsse, auf die sie sich gefreut hatte.

Traurig geht sie nach Hause, wo sich jedoch unverhofft viele Blätter und Nüsse finden, die der Wind scheinbar zu ihr geweht hat.

Diese Geschichte passt sehr gut zum Thema Erntedankfest. Die Bilder und der Text lassen der Fantasie freien Raum und regen Kinder dazu an, sich mit dem Herbst, der Ernte und dem Sturm auseinander zu setzen. Sie können sich auch in die Tiere hin­einversetzen, die einerseits für den Winter vorsorgen, sich aber auch vor Gefahren schützen müssen. So etwas kennen Kinder aus ihrem eigenen Leben.

Zur Autorin:

Die Autorin und Illustratorin Paula Gerritsen wurde 1956 in den Niederlanden gebo­ren, hat drei Kinder und arbeitete zunächst als Assistentin für Kinderpsychologie. Ihr Hobby war das Zeichnen und das Malen, womit sie den Ausgleich zwischen Beruf und Freizeit schaffte. Durch die Auseinandersetzung mit der Art, wie Kinder die Welt sehen, keimte in ihr der Wunsch, selbst Kinderbücher zu machen. Seit 1994 illustriert sie ihre Bilderbücher und arbeitet auch für andere Autorinnen und Autoren. Neuer­dings schreibt sie auch die Texte selbst, erstmals bei ihrem Bilderbuch „Maus, pass auf!“

 

Vorschläge für die Nachbereitung

Nussmäuse und Rennmäuse

Benötigt werden:

Wir sammeln Walnüsse und versuchen, die beiden Hälften auseinander zu brechen, ohne sie zu zerstören. Die Nuss können wir essen, doch die Schale brauchen wir, um eine kleine Maus zu gestalten.

Wir schneiden Ohren aus Papier oder Filz und kleben sie an den beiden Seiten an. Das Schwänzchen aus einem Wollfaden schmückt die runde Seite. Am Ende werden nur noch die Augen mit dem Filzstift aufgemalt und fertig ist unsere Nussmaus. Fügen wir nun an der spitzen Vorderseite noch einen langen, gut festgeklebten Wollfaden an und kleben einen Korken an das hintere Ende, so können wir ein Spiel spielen: Wir knien uns nebeneinander, die Mäuse gleich weit von uns entfernt. Auf ein Zeichen versuchen wir, die Fäden auf den Korken zu rollen, so dass uns die Maus immer näher kommt. Wer zuerst den Faden aufgerollt hat, ist Sieger!

Tipp: Das Spiel kann in eine (selbst gefaltete) Schachtel gepackt und verschenkt werden. Es fördert auch die Feinmotorik.


Nussklapper

Benötigt werden:

Ein Pappstreifen wird in der Mitte gefaltet und auf jedes Ende klebt man eine Nuss-Schale. Wenn das ganze getrocknet ist, kann man damit klappern – ein tolles Musik­instrument ist entstanden.

 

Tipps für den Einsatz der Medien bei Erntedankfest und Hoffest

Beide Medien, der Kurzfilm „Frederick“ und das Bilderbuchkino „Maus, pass auf!“, lassen sich auch hervorragend innerhalb eines Erntedankgottesdienstes oder bei einem Erntefest zeigen.

Erntedankgottesdienst

Für Kinder und Erwachsene kann es ein schönes Gemeinschaftserlebnis sein, wenn sie den Film zusammen während des Gottesdienstes sehen. Er zeigt uns, dass Essen zwar ein Genuss sein kann und die Wintervorräte sicherlich wichtig sind. Doch ebenso wichtig ist es, die Seele zu erfreuen mit schönen Worten, Farben und Tönen. Als Eintrittskarte erhält jede/r eine kleine Nussmaus mit Filzöhrchen und Bast­schwänzchen (diese können vorher von der Kindergottesdienstgruppe oder im Kindergarten hergestellt worden sein).

Erntefest auf dem Bauernhof

Mittlerweile gibt es viele Bauernhöfe mit Hofläden. Vielfach veranstalten diese Hof- bzw. Erntefeste. Anlässlich eines solchen Festes kann man diesen Film ebenfalls anbieten. Alle sitzen in der Scheune auf Strohballen und genießen den Film auf Leinwand. Es ist ein schöner Kontrast, das Medium Film in die lebendige Natur zu transportieren. Jede/r bekommt einen Strumpf als Eintrittskarte! Warum das so ist, wird nicht verraten – mit Erstaunen der Kinder ist also zu rechnen...

Nach dem Film können alle TeilnehmerInnen an den Kulissen mitarbeiten, die auf langen Papierbahnen gemalt werden. In Abständen werden runde Löcher hinein geschnitten, in die ein Kinderarm passt. Nun gestaltet man aus den Strümpfen Puppen, die Fredericks Artgenossen ähnlich sehen.

Die Papierkulisse wird aufgespannt (z.B. auf Tischbeinen eines umgedrehten Tisches), alle Strumpfpuppen-Spieler können nun ein Löchlein suchen und ihre Figur dort spielen lassen. Dabei muss man natürlich nicht stumm sein – reden und erzählen ist erlaubt!

An einem Stuhlbein kann die Kulisse weiter gedreht und eine neue Szene kann gespielt werden, bis endlich Frederick höchstpersönlich auftaucht und seine wunderbaren, wohlgesetzten Worte spricht.

 

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