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Durchblick 10+ – Hoppet – Petter Næss – S, N, D 2007 – 82 min.

4. Hoppet in 12 Kapiteln

 

Die folgende ausführliche Inhaltsangabe bezieht sich auf die Kapitel des Filmes, wie sie auf der Video-Ebene einzeln abgerufen werden können.
Zur Vertiefung bestimmter Aspekte von Handlung und Gestaltung des Films können diese Kapitel inhaltlich und dramaturgisch auch von den Schülerinnen und Schülern selbst analysiert werden. Dazu dienen die kurzen Texte und Bildbeispiele als Hilfsmittel.

 

1.Kapitel: Fliegen wie ein Vogel

Länge: 4:24

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Vorspann. – Azad und Tigris sehen in einem kurdischen Dorfcafé im Fernsehen die schwedische Hochspringerin Kajsa Bergqvist. Von den anderen wegen dieses „Mädchensports“ verachtet, üben sie den Hochsprung auf einer Anhöhe über dem Dorf, das plötzlich von Kampfjets bombardiert wird. Die Brüder verstecken sich in einem Weidenkorb, unmittelbar neben ihnen detonieren Bomben. Als sie von den verzweifelt nach ihnen suchenden Eltern gefunden werden, sind sie äußerlich unverletzt, doch Tigris hat durch den Schock seine Sprache verloren.

 

2. Kapitel: Die überstürzte Abreise

Länge: 6:53

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Azad feiert mit seiner Familie und einigen Nachbarn seinen zwölften Geburtstag. Tigris will aus Azad einen Weltmeister machen, Azad wünscht sich mehr, dass sein Bruder wieder sprechen kann. Tigris schenkt Azad ein Plakat von Kajsa Bergqvist, das ihm Onkel Kawa aus Deutschland besorgte. Der Vater ermahnt beide Kinder, immer zusammenzubleiben. Såma und ihre Familie wollen nach Schweden ausreisen und warten nur noch auf ihre Pässe und Flugtickets. Beim Tanz tauchen zwei bewaffnete Militärs auf und drohen Azads Vater, ziehen aber wieder ab. Der Vater verspricht, mit der Familie das Land bald zu verlassen. Kurze Zeit später erscheint ein Schlepper mit Såmas Vater Raman in der Wohnung von Azads Vater mit Pässen für Azad und Tigris. Die beiden sollen in einer Stunde für den Flug nach Frankfurt am Main abreisefertig sein. Während die Mutter sich um ihre Kinder sorgt, hält der Vater diese Lösung für die beste und hofft, nach der Veröffentlichung seines Manuskripts, das er den Söhnen heimlich in den Koffer packt, in Deutschland leichter eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Azad übt mit Tigris auf dem Dorfplatz gerade Hochsprung, als beide zur Abreise gedrängt werden. An einem Kontrollpunkt der Militärs erhält Azad vom Vater ein Handy mit allen wichtigen Telefonnummern.

 

3. Kapitel: Eine Reise ohne Eltern

Länge: 4:37

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Im Lieferwagen der Schlepper hören Ramans Familie sowie Azad und Tigris Geschichten über das vermeintliche Wunderland Schweden, zumindest Såmas Mutter ist begeistert. Vor dem Abflug werden den Brüdern von den Schleppern die Pässe und die Speicherkarte des Handys abgenommen. – Erst am Flughafen in Stockholm erkennen die Brüder, dass sie von der Schlepperbande betrogen wurden und nun in Schweden festsitzen. In Panik suchen sie nach Raman und vergessen dabei ihre Tasche. Raman bedauert, ihnen nicht weiterhelfen zu können. Gerade als er mit seiner Familie durch den Zoll gehen will, bringt ein aufmerksamer Reisender den Jungen ihre Tasche. Azad nutzt die Gelegenheit und nennt Raman „Papa“, ein Wort, das er kurz zuvor aufgeschnappt hat. Um nicht negativ aufzufallen, gibt Raman die beiden Jungen als seine eigenen Kinder aus.

 

4. Kapitel: Der Geschmack der Fremde

Länge: 7:33

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Azad läuft an einer Plakatwand mit den Fotos der Königsfamilie, der Schriftstellerin Astrid Lindgren und der Sportlerin Kajsa Bergqvist vorbei. Azad und Tigris fahren in der Nacht mit ihrer „neuen“ Familie in einem Auto des Sozialdienstes durch die weihnachtlich geschmückten Einkaufsstraßen von Stockholm und beziehen ihr neues Wohnquartier. Ramans Kinder teilen die Betten unter sich auf, Azad und Tigris müssen nehmen, was übrig bleibt. Azad ist böse auf seine Eltern, weil sie ihre Kinder wegschickten. Mitten in der Nacht schrecken alle durch laute Knallerei auf, flüchten aus der Wohnung und bemerken erleichtert, dass es nur ein Silvesterfeuerwerk ist. – An einem der nächsten Tage kauft Ramans Familie im Supermarkt ein. Beim Abendessen, es gibt Brathähnchen, möchte sich Tigris einen Essensnachschlag holen und wird er von Naza beschimpft. Diese meint, eine Aufenthaltsgenehmigung sei leichter zu erhalten, wenn Tigris in die Klapsmühle komme. Azad wird wütend und fordert, ihn und Tigris zu den Eltern zu bringen. Naza droht ihnen, sie würden alle ausgewiesen, wenn die Wahrheit ans Licht komme. Der Streit eskaliert, bis Azad zur Polizei laufen möchte. Såma läuft ihm besorgt hinterher und sagt ihm, sie wolle nie mehr in ihre Heimat zurück, da dort Krieg herrsche. Hussein erklärt Azad und Tigris zu „Geiseln“. In der Nacht sieht Azad einen Vogel vor dem Fenster und sehnt sich nach Freiheit.

 

5. Kapitel: Erste Schultage und neue Freunde

Länge: 6:37

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Naza entfernt Azad den Flaum über den Lippen, damit er in der Schule als Neunjähriger durchgeht. Raman bringt Azad und Tara in die neue Schule. Azad möchte so schnell wie möglich schwedisch lernen und hofft, neue Freunde zu finden. Der Hot-Dog-Verkäufer vor der Schule schenkt Azad eine Blume, die ihn an die Heimat erinnert. Raman ruft ihn entnervt zu sich, damit sie rechtzeitig in die Schule kommen. Azads Sitznachbarin kann kaum glauben, dass er erst neun Jahre alt sein soll. Die Lehrerin zeigt der Klasse den Polarstern. Auf dem Rückweg unterhält sich Azad mit seiner Klassenkameradin Sara über das Heimweh. Azad spricht Markus an und prahlt damit, besser als dieser springen zu können. Sara setzt sich in der Klasse um, weil sie Azad für einen Lügner hält. In der Pause spielen die Kinder „und raus bist du“, während Azad sie aus der Distanz beobachtet. Azad sucht am Abend Trost beim Hot-Dog-Verkäufer und seiner „Schnapsdrossel“. Dieser rät Azad, auf Entdeckungsreise zu gehen und die Augen offen zu halten.

 

6. Kapitel: Der Alltag in der Fremde

Länge: 9:42

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Azad hat inzwischen viel gelernt. Bei einem Streifzug durch die Stadt beobachten die Brüder einen grölenden „echten Schweden“. In der Bibliothek entdecken sie ein Buch ihres Vaters. In Ramans Familie wird Azad zum Dolmetscher im Gespräch mit der Betreuerin des Sozialamtes. Bei dieser Gelegenheit redet er der verfressenen Naza ein, der Genuss von schwedischen Hühnern führe zu Warzenbildung und Fettleibigkeit. Naza fragt nach einer größeren Wohnung, Azad „übersetzt“ die Frage nach Hilfe für Tigris. Naza lässt ihren Frust an Tigris aus, der beim Saugen der Wohnung das in der Reisetasche versteckte Manuskript des Vaters findet. Es kommt zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen beiden. Azad verbringt unterdessen ein paar schöne Stunden mit Såma, die für immer in Schweden bleiben möchte. Sie spielen Engel im Schnee. Zurück in der Wohnung streiten sich auch Naza und Azad heftig. In der Schulmensa setzt sich Azad an den Tisch von Markus und imponiert diesem durch ein Wettessen. Tara warnt Azad, Schweinefleisch zu essen, sonst komme er in die Hölle wie die meisten Schweden. Markus holt sich eine weitere Portion. In der Mittagspause surfen die Jungen alle im Internet. Azad findet eine Website über seinen Vater, die anderen recherchieren über Leichtathletik. Für Azad ist Kajsa Bergqvist das große Vorbild. Heimlich beobachtet er später Markus und seine Freunde in der Turnhalle und beim Aufsuchen ihres Verstecks.

 

7. Kapitel: Warum verhalten sich Eltern so?

Länge: 7:50

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Saras Vater ist verhaftet worden, das verstärkt die Angst in Ramans Familie vor einer Ausweisung. Als Tigris seinem Bruder das Manuskript des Vaters zeigt, glaubt Azad, dies sei der eigentliche Grund für ihre Ausreise gewesen. Tatsächlich waren die Eltern im Gefängnis und fliehen nach ihrer Entlassung mit Hilfe von Freunden aus dem Land. Azad träumt in der Kälte in Schweden von der Wärme in seiner Heimat. Der Hot-Dog-Verkäufer meint, die Hölle sei bereits auf Erden. Als Beispiel führt er die „Pennerin“ an, die viel lieber bei ihren Kindern wäre. Azad versteht nicht, dass sich Eltern so verhalten können. In der Turnstunde setzt Azad alles auf eine Karte und zeigt sein Können. Bosse, der Vater von Markus, nimmt ihn begeistert in die Mannschaft auf. Als Azad das seinem Bruder erzählt, verbietet ihm Raman die weitere Teilnahme in der Gruppe. Es kommt zu einem Streit zwischen den beiden, der sich auf Tigris und Hussein ausweitet. Naza glaubt, Hussein sei geschlagen worden, und hetzt Raman gegen Tigris auf, doch Såma nimmt Partei für Azad und seinen Bruder. Im Sozialamt bittet Azad die Sozialarbeiterin um Hilfe für seinen Bruder, wird aber der Tür verwiesen. In der Nacht entschuldigt sich Raman bei Tigris. Azad fasst den Entschluss, Tigris selbst zu helfen. Er übt dafür in der Turnhalle Hochsprung.

 

8. Kapitel: Selbstvertrauen und andere Mutproben

Länge: 5:26

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Azad und Markus begegnen sich vor dem Versteck von Markus. Sie wollen sich in einer Mutprobe messen: Azad soll ein Mädchen ansprechen, Markus sich gegenüber einem Hundebesitzer wie ein Hund aufführen. Als Markus ihn ins Bein beißt, wird dieser wütend. Die beiden Jungen rennen davon. Zuhause erfährt Azad, dass Ramans Familie keine Aufenthaltserlaubnis bekommen wird und Schweden bald verlassen muss. Am Uferkai wirft Azad sein Handy ins Wasser und fordert verzweifelt einen Vogel auf, seine Eltern zu suchen. Er bettelt schließlich Passanten um Hilfe an. Ein gut gekleideter Mann gibt ihm Geld, das ihm Hussein und Dingo wieder abnehmen. Als Hussein noch mehr Geld will, drängt Azad ihn ins Wasser. Er will sich nun von niemandem mehr herumkommandieren lassen.

 

9. Kapitel: Azad und Tigris hauen ab

Länge: 7:34

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Såma belauscht zufällig ein Gespräch ihrer Mutter mit der Nachbarin, dass ein Selbstmordversuch in der Familie die drohende Abschiebung verhindern könne. Sie glaubt, Tigris solle deshalb mit Schlaftabletten vergiftet werden, und rät Azad in der Nacht zur Flucht. Dieser schenkt ihr zum Abschied das Plakat von Kajsa Bergqvist und verspricht ihr ein baldiges Wiedersehen. Såma küsst ihn. Azad und Tigris übernachten im Freien und fühlen sich als richtige Flüchtlinge. Am Morgen suchen sie das Versteck von Markus auf. Unterdessen erfährt Raman am Telefon, dass die Eltern der Brüder schon in Frankfurt angekommen sind. Raman verschweigt ihnen, dass die Brüder weggelaufen sind. Såma macht ihren Eltern daraufhin schwere Vorwürfe und erfährt, dass sie sich bei den Plänen der Mutter geirrt hat. Sie erzählt von der Absicht der Brüder, zu einem Wettkampf nach Deutschland zu fahren. Im Versteck kommt es zu einem handgreiflichen Streit zwischen Azad und Tigris. Azad gibt Tigris die Schuld an allem, woraufhin dieser stumm weggeht. Azad fühlt sich nun ganz verlassen und träumt von seiner Mutter.

 

10. Kapitel: Freunde in der Not

Länge: 8:22

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Als Azad erwacht, stehen Markus und Anton vor ihm. Er erzählt ihnen die ganze Wahrheit. Sie wollen ihm helfen und gehen mit ihm zu Bosse. Nach einer Probe seines Könnens möchte ihn dieser beim Wettkampf in Berlin mit dabei haben. Azad schwindelt, dass es mit dem Pass keine Probleme gebe. Er übernachtet bei Markus und gemeinsam schmieden sie einen Plan. Unterdessen erfahren die Eltern der Brüder am Telefon von Naza, dass diese unterwegs nach Deutschland seien. Anton taucht bei Markus auf und bietet Azad seinen Pass an. Er soll sich allerdings vorher noch die Haare färben. Bosse ist zunächst strikt gegen den Plan der Kinder, lässt sich aber von seinem Sohn schnell umstimmen. Azad sucht im Versteck vergeblich nach Tigris, die Polizei nach Raman und seiner Familie, doch die Wohnung ist leer. Erneut findet Azad Trost beim Hot-Dog-Verkäufer, der gerade einen roten Drachen steigen lässt und ihn ermahnt, nie aufzugeben, denn nichts sei unmöglich. Azad wünscht sich seinen Bruder herbei und erkennt, dass dieser sich die ganze Zeit im Wohnwagen seines großen Freundes aufgehalten hat.

 

11. Kapitel: Ein blinder Passagier an Bord

Länge: 7:25

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Azad erklärt Markus, dass er ohne Tigris nicht nach Berlin fährt. Als Bosse den Jungen die neuen Trikots zeigt, kommt Markus beim Anblick der großen Reisetasche eine Idee. Vor der Abreise mit dem Bus verabschieden sich die Freunde von Anton. Tigris wird in der Reisetasche mit Proviant versorgt. Auf der Fähre verlassen alle bis auf Tigris den Bus. Der Busfahrer entdeckt ihn und wirft dem nichts ahnenden Bosse mangelnde Aufsichtspflicht vor. Dieser stellt die Jungen zur Rede, hält aber zu ihnen. Tigris versteckt sich am nächsten Morgen mit Azad in einer Holzkiste, was Erinnerungen an das einstige Trauma weckt. Beim Grenzübertritt möchte der strenge Zollbeamte einen Blick in den Kofferraum werfen. Markus kann ihn in letzter Sekunde durch seine Redekünste ablenken. Die Gruppe darf ungehindert weiterfahren.

 

12. Kapitel: Träume werden wahr

Länge: 5:50

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Ankunft des Busses in Berlin. Als die Gruppe das Stadion betritt, haben die ersten Wettkämpfe schon begonnen. Azad erkennt auf der Tribüne Kajsa Bergqvist mit einem Begleiter. Voller Bewunderung klettert Azad zu ihr hoch und redet mit ihr. Kurz bevor Azad an der Reihe beim Hochsprung ist, erkennt er seine Eltern auf der Tribüne, die sofort zu ihren Kindern laufen. Die ob der Störung genervte Schiedsrichterin wird von Bosse beruhigt. Statt jedoch seine Eltern zu begrüßen, lässt sich Azad die Latte noch ein Stück höher auf 1,80 m legen. Niemand außer Kajsa hält eine solche Leistung für möglich. Als Tigris ihn anfeuern will, kann er plötzlich wieder sprechen. Azad fühlt sich beim Sprung wie ein Vogel und sieht unter sich den Hot-Dog-Mann winken. Die Menge jubelt und die Eltern umarmen ihre beiden Söhne, während der Wind die Blätter des Manuskripts verweht. – Dreiminütiger Abspann.

 

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