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Bundesverband Jugend und Film e.V. - DVD-Edition - Durchblick Filme - www.durchblick-filme.de

Durchblick 12+ – Knowledge is the Beginning – P. Smaczny – D 2006 – 115 min.

6.2 Infobogen: Daten zur Geschichte von Israel und Palästina

1882: Erste Masseneinwanderung (Alija) von Juden nach Palästina.

1897: Theodor Herzl beruft den ersten Zionistenkongress in Basel ein, wichtiger Grundstein für die spätere Gründung eines jüdischen Staates.

1898: leben nach Angaben der „Jewish Colonization Association“ für das Jahr 1903 5.200 Juden in Palästina in landwirtschaftlichen Mustersiedlungen.

Zwischen 1904 und 1914 zweite Alija.

1909: Gründung Tel Avivs.

1917: Ende der osmanischen Herrschaft durch den Sieg der Briten im Ersten Weltkrieg. In der Balfour-Erklärung erklärt sich das Vereinigte Königreich damit einverstanden, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten, allerdings unter Wahrung der Rechte der nichtjüdischen Bewohner.

1922: Der Völkerbund überträgt auf der Friedenskonferenz von Paris Großbritannien das Mandat für Palästina, die Fläche des heutigen Israels und Jordaniens.

1937: Teilungsplan der britischen Peel-Kommission. Dieser scheitert.

29. November 1947: die Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmt mit Zweidrittelmehrheit für einen Teilungsplan, der Westpalästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat teilen soll. Dieser Plan wird von der jüdischen Bevölkerung akzeptiert, von der arabischen Bevölkerung, die diese Teilung als Provokation empfindet, abgelehnt.

Flucht und Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus den Israel zugesprochenen Gebieten beginnen (Nakhba).

1948: David Ben Gurion proklamiert den Staat Israel.

14. Mai 1948: Noch in der Gründungsnacht erklären Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte der Israelische Unabhängigkeitskrieg (1. Arabischer-Israelischer-Krieg, Mai 1948 - Juli 1949). Gebietsgewinne für Israel. Die für die Palästinenser vorgesehenen Gebiete gelangen unter jordanische (Westjordanland einschließlich Ostjerusalem) beziehungsweise ägyptische Verwaltung (Gazastreifen).
Die UN-Resolution 1949 gesteht den palästinensischen Flüchtlingen „das Recht auf Rückkehr in die Heimat oder Kompensation“ zu. Israel lehnt die Resolution ab. Die meisten aufnehmenden arabischen Staaten, außer Jordanien, verweigern eine Integration der Flüchtlinge. Nach UN-Schätzungen leben immer noch 1,3 Millionen Palästinenser in Flüchtlingslagern in der Westbank, Gaza, Syrien und Libanon. Die heute innerhalb der Staatsgrenzen Israels (ohne Gaza, Westbank, Ost-Jerusalem) lebenden Palästinenser sind israelische Staatsbürger.

1964: Die Arabische Liga gründet die „Palestine Liberation Organisation“ (PLO), deren Ziel die Befreiung ganz Palästinas ist.

15. Mai 1967: Ägyptische Streitkräfte besetzen die demilitarisierte Zone des Sinai.

16. Mai 1967: Der ägyptische Staatspräsident Gamal Abdel Nasser fordert die seit 1956 stationierten UN-Truppen auf, das Grenzgebiet zu Israel zu verlassen.

18. Mai 1967: Syrische Truppen bereiten sich auf Kampfhandlungen auf den Golanhöhen vor. Der UNO-Generalsekretär Sithu U Thant zieht die UN-Truppen ab.

5. Juni 1967: Beginn des Sechstagekriegs. Israel kommt dem sich abzeichnenden gemeinsamen Angriff Ägyptens, Syriens und Jordaniens durch einen Präventivschlag zuvor und kontrolliert nach dem militärischen Erfolg den Gaza-Streifen und die Sinai-Halbinsel, das Westjordanland und Ost-Jerusalem und schließlich die Golanhöhen.

11. Juni 1967: Unterzeichnung eines Waffenstillstands.

19. Juni 1967: Das israelische Kabinett beschließt, die Gebiete in Friedensverhandlungen zurückzugeben.

1. September 1967: Khartum-Resolution der arabischen Staaten, worin festgelegt wird, nicht mit Israel zu verhandeln.

22. November 1967: Die UN-Resolution 242 des Sicherheitsrates fordert von Israel, sich aus den im Sechstagekrieg eroberten Gebieten zurückzuziehen. Im Gegenzug soll Israel territoriale Unversehrtheit garantiert werden.

Flucht von mehr als 175.000 Palästinensern
Beginn des Siedlungsbaus.

1969 – 1974: Golda Meir die erste Ministerpräsidentin des Landes.

1973 Jom-Kippur-Krieg. Sieg Israels über das angreifende Ägypten und Syrien.

9. November 1977: Friedensinitiative des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat im ägyptischen Parlament, die schließlich zum israelisch-ägyptischen Friedensvertrag (Camp David I, 1979) führt, der unter anderem die Rückgabe des Sinai bis 1982 regelt.

30. Juli 1980: Jerusalemgesetz von der Knesset verabschiedet (Jerusalem zur ewigen und unteilbaren Hauptstadt Israels erklärt). Diese Annexion Ostjerusalems wie auch die der Golanhöhen (1981) werden international nicht anerkannt und verurteilt.

1980er Jahre: Zunahme der Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern.

1987: Erste Intifada. Als Gegengewicht zur nationalistischen PLO fördert Israel anfangs die Gründung islamischer Gruppierungen, aus denen später die fundamentalistische „Hamas“ hervorgeht.

1988: PLO-Chef Arafat erkennt Resolution 242 und 338 und damit das Existenzrecht Israels an.

30. Oktober 1991: Nahost-Friedenskonferenz in Madrid. Erstmals seit 43 Jahren treffen sich israelische und syrische Regierungsvertreter. Zum ersten Mal gibt es auch offizielle Kontakte Israels mit einer jordanisch-palästinensischen und einer libanesischen Delegation. Gleichzeitig Ausbau jüdischer Siedlungen in der Westbank.

1992: Die Arbeiterpartei gewinnt die Wahlen in Israel. Jitzchak Rabin und Schimon Peres verbieten den Bau neuer Siedlungen. Beginn der Geheimgespräche in Oslo mit hohen PLO-Vertretern, die zur Einführung einer palästinensischen Selbstverwaltung für die Gebiete des Gazastreifens und des Westjordanlandes führen sollen (Oslo-Friedensprozess).

1993: Grundsatzabkommen wird in Washington unterzeichnet.

1994: Arafat kehrt nach Gaza zurück. Die israelische Armee räumt bis 1995 Teile Gazas und alle palästinensischen Städte der Westbank (Zone A). Die Hamas torpediert mit Selbstmordattentaten den Friedensprozess.

1996: Erste Wahl eines palästinensischen Parlaments. Arafat wird als Präsident bestätigt.

1999: Ehud Barak wird Präsident Israels, strebt Verhandlungen an.

2000: Scheitern der Verhandlungen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und dem PLO-Chef Jassir Arafat in Camp David unter der Vermittlung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Strittige Punkte waren vor allem die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, die Teilung Jerusalems und die Aufgabe von Gebieten, die Israel im Sechstagekrieg erobert hatte.

September 2000: Al-Aqsa-Intifada, in deren Verlauf die Friedensverhandlungen abgebrochen werden.

2002: Beginn des Baus der Mauer zwischen Israel und der Westbank.

8. Februar 2005: Abkommen von Scharm El-Scheich zwischen Ministerpräsident Ariel Scharon, dem Chef der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas, dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und König Abdullah II. von Jordanien. Ende der al-Aqsa-Intifada.

2006: Erfolg der radikalislamischen Hamas bei den Parlamentswahlen in den palästinensischen Autonomiegebieten sowie der israelischen Partei Kadima bei den Wahlen zur Knesset, Ehud Olmert neuer Ministerpräsident. Dramatische Verschärfung der innenpolitischen Lage in Israel.

Sommer 2006: Eskalation, als Israel auf die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die Hamas mit Angriffen im Gazastreifen und Westjordanland reagiert. Solidarisierung der Hisbollah mit der Hamas durch die Entführung weiterer israelischer Soldaten, Beginn des zweiten Libanonkriegs.

28. Dezember 2008: Beginn des 22-tägigen Gaza-Krieges.

15. September 2009: Veröffentlichung des Goldstone-Berichts, der die Ergebnisse einer Untersuchung über den Gazakrieg zusammenfasst. Er wurde im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates von der „United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict“ unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfasst. Der vertritt darin die Ansicht, dass während des Gazakriegs sowohl bewaffnete palästinensische Gruppen als auch die israelischen Streitkräfte gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen hatten. Zudem legt er nahe, dass es auch zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit gekommen sein könnte und verurteilte Verstöße beider Seiten.

 

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