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Durchblick 12+ – Knowledge is the Beginning – P. Smaczny – D 2006 – 115 min.

6.4 Infobogen: Israel und Palästina – Zahlen und Fakten

Stand: Februar 2010

  Israel Palästina
Flagge Flagge Israel Flagge Palaestina
Fläche 20.766 km2 6.020 km2 (Westbank: 5.655, Gazastreifen: 365 km2)
Bevölkerung 7,2 Millionen
(einschließlich ca. 200.000 jüdische Siedler im palästinensischen Westjordanland, Golan, Ostjerusalem)
ca. 4,02 Millionen
(ohne ca. 200.000 israelisch-jüdische Siedler)
Religionen 76% Juden, 20% Muslime, 2,1% Christen, 1,9% andere 97% Muslime, 3% Christen
(Schätzung ohne israelisch-jüdische Siedler)
Regierung parlamentarische Demokratie parlamentarische Regierungsform
Staatsober-
haupt
Schimon Peres
(Staatspräsident seit 15.07.2007)
Mahmud Abbas
(Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, seit 09.01.2005)
Regierungs-
chef
Benjamin Netanyahu
(Premierminister, Likud-Partei)
Salam Fayyad
(Premierminister)
  Das israelische Parlament heißt Knesset und besteht aus 120 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Die Knesset wählt alle sieben Jahre den Staatspräsidenten. Der Palästinensische Legislativrat besteht aus 132 Sitzen, die letzte Wahl fand Anfang 2006 statt. Der darauf folgende Machtkampf mit der bis dahin regierenden Fatah führte zu bürgerkriegsähnlichen Gefechten im Gaza-Streifen (Juni 2007) und zu einer Spaltung der Autonomiegebiete: Im Gaza-Streifen regiert die Hamas und in der Westbank die Fatah. Seit dieser Zeit hat der Palästinensische Legislativrat nicht mehr getagt.

 

Politische Landschaft

Israel Palästina

Kadima:
Die liberale Partei wurde 2005 durch den damaligen Regierungschef Ariel Scharon gegründet. Voran gegangen war ein Machtkampf innerhalb der Likud-Partei, der über Scharons einseitigem Abzugsplan am Gaza-Streifen entbrannte. Politisch handelt es sich um eine Partei der Mitte, angesiedelt zwischen dem Likud und der Arbeiterpartei (Avoda).

Likud:
Konservatives Parteibündnis (Likud bedeutet übersetzt "Zusammenschluss"), das sich in den 1970er Jahren aus mehreren Parteien zusammengeschlossen hat, um ein bürgerliches Gegengewicht zum linken Block zu bilden. Seit der Abspaltung der Kadima-Partei um Ariel Scharon 2005, in die viele prominente Mitglieder abwanderten, ist der Likud stark geschwächt: 2006 schrumpften die Mandate von 40 auf 12.

Israel Beitenu:
Die säkulare rechtspopulistische Partei wurde 1999 von Avigdor Lieberman gegründet, der 2009 als israelischer Außenminister Tzipi Livni ablöste.

Avoda:
Die linksgerichtete Arbeitspartei ist 1968 aus drei verschiedenen sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien hervor gegangen. Bekanntestes Mitglied ist der ehemalige Ministerpräsident und Außenminister Ehud Barak.

Fatah:
Als Guerilla-Organisation 1959 von Jassir Arafat mitbegründet, entwickelte sich die Fatah zu einer konservativen Partei, die sich von der islamischen Hamas genauso wie von der sozialistischen PFLP abgrenzt. Seit 1968 ist sie die stärkste Fraktion der PLO.

Hamas:
Die Hamas wird von vielen (westlichen) Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft. 2006 formierte sie sich als politische Partei und gewann die absolute Mehrheit der politischen Mandate im palästinensischen Legislativrat. Die Hamas lehnt eine Zwei-Staaten-Lösung ab und verlangt eine Beseitigung Israels. Ihr Ziel ist die Schaffung eines islamischen Staates. Die Hamas gehörte nie der PLO an.

PFLP:
Die 1967 gegründete Volksfront zur Befreiung Palästinas ist eine linksgerichtete, nicht-religiöse Organisation, die sich Anfang der 1990er von der PLO abspaltete und sich auch gegen den Osloer Friedensprozess stellte.

Palästinensische Autonomiebehörde:
Die PNA bzw. PA wurde im Zuge des Osloer Friedensprozesses 1993 eingerichtet und international (eingeschränkt) als Vertretung der Palästinenser anerkannt. Die ersten Volkswahlen fanden 1996 statt und Jassir Arafat wurde mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt.

PLO:
Die Palästinensische Befreiungsorganisation wurde 1964 mit dem Ziel gegründet, einen unabhängigen palästinensischen Staat ins Leben zu rufen. Die Dachorganisation besteht aus verschiedenen palästinensischen Fraktionen. In den 1970ern wurde die PLO zunächst von der Arabischen Liga, dann auch von den Vereinten Nationen als rechtmäßige Vertretung des palästinensischen Volkes anerkannt.

 

Quelle: Planet Schule, WDR 2009

 

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