
Durchblick 6+ – Knut und seine Freunde – M. Johnson – D 2008 – 90 min.
Auf der Video-Ebene der DVD ist der Film in elf Kapitel unterteilt, die – überwiegend in Parallelmontagen – die Entwicklung der Bärenkinder in einzelnen Schritten aufzeigen. Mit Hilfe dieser Kapitel lassen sich die kleineren und größeren Abenteuer beim Heranwachsen, die Gemeinsamkeiten in der Entwicklung und das erste Lebensjahr im Laufe der Jahreszeiten einzeln betrachten und im Unterricht besprechen. Aus den Inhaltsangaben der Kapitel ergibt sich ein Langinhalt des Filmes.
Auf der Video-Ebene finden sich außerdem einzelne Sequenzen als Ausschnitt aus den Kapiteln, die einen ganz bestimmten Aspekt illustrieren und von Schülerinnen und Schülern zur (Nach-)Erzählung der Filmhandlung hinzugezogen werden können oder im Klassenverband zur Vertiefung eines Aspektes gemeinsam nochmals angesehen und besprochen werden können.
Länge: 09’34’
Der Wind, der über die Arktis zieht, beginnt mit seiner Geschichte in den Weiten der Arktis, wo der Eisbär lebt, den die Inuit den großen, einsamen Wanderer nennen. Die Eisbärin Maidu hat vor kurzem in einer Höhle aus Schnee drei Junge zur Welt gebracht: Lasse, Linn und Kunik sind noch sehr klein und schutzbedürftig und brauchen dringend die Milch und die Wärme ihrer Mutter.
Weit von der Arktis entfernt, im Zoologischen Garten der Großstadt Berlin, sind vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls zwei Eisbären geboren worden. Ihre Mutter, die Eisbärin Tosca, hat die beiden Jungen nicht angenommen und die Leitung des Zoos beschloss, sie mit der Flasche von Hand aufzuziehen. Der erfahrene Tierpfleger Thomas Dörflein soll diese Aufgabe übernehmen. Doch eines der beiden Eisbärenkinder stirbt, im Brutkasten kämpft der kleine Knut um sein Leben.
Auch andere Bärenkinder wachsen mutterlos heran. In den Wäldern Weißrusslands sind die schon etwas älteren Braunbären-Geschwister Masha und Pasha auf sich gestellt, denn ihre Mutter lebt nicht mehr. Mit ihren fünf Monaten ist es nicht einfach, ausreichend Futter und Schutz zu finden. Es ist gut, dass die beiden einander haben.
Länge:11:26
Wie wachsen Bärenkinder heran? Ähnlich wie andere Säugetierjungen. Knut, Lasse, Linn und Kunik sind noch so klein, dass sie nicht viel tun außer trinken und schlafen. Für die Fellmassage sorgen die Zunge der Mutter oder die Bürste von Thomas Dörflein (†), für die Sauberkeit ein Bad in Schnee oder Wasser und für die Wärme beim Schlaf ein Kuscheltier oder die Nähe eines Geschwisterchens. Jeden Tag entdecken die jungen Eisbären mehr von ihrer Umgebung. In der Arktis verlassen sie die Schneehöhle auf ersten Erkundungsgängen, im Berliner Zoo lernt Knut von seinem menschlichen Ziehvater die ersten Schritte.
Masha und Pasha sind schon recht geschickt bei der Entdeckung der Wälder, Gefahren erkennen sie allerdings noch nicht. Die Wölfe, die in ihrer Nähe ebenfalls auf Futtersuche sind, sind glücklicherweise noch damit beschäftigt, sich nach dem kalten Winter ein neues Fettpolster anzufressen. Sie lassen die Braunbärenkinder noch in Ruhe.
Länge:08:14
Im Berliner Zoo gibt es eine besondere Premiere: Knut macht seinen ersten Ausflug. Auch das erste Bad im Freien steht jetzt auf seinem Trainingsprogramm. Seine braunen Artgenossen machen ebenfalls mit dem Wasser Bekanntschaft.
Knut rauft inzwischen sehr gern, genau wie Lasse und Linn in der Arktis. Kunik hat es leider nicht geschafft zu überleben, er war für die Anstrengungen zu schwach.
Länge:06:12
Knut wird in Berlin zum ersten Mal den staunenden Zuschauern aus aller Welt vorgestellt. Der ganze Rummel lässt ihn allerdings eher kalt, er rauft mit den Pflegern und erkundet das Gehege, in dem er von nun an jeden Tag etwas Zeit verbringen wird.
Maidu, Lasse und Linn wurden von einem Schneesturm überrascht. Maidu hat sich mit ihren Jungen einschneien lassen – so sind sie geschützt. Als sich der Sturm gelegt hat, rollt sie sich aus der Schneewehe und die drei setzen ihren Weg wieder fort.
Knut besucht mit seinem Tierpfleger seine Eltern Tosca und Lars. Der Wind trägt seinen Duft zu den großen Eisbären, die daraufhin an die Glasfront schwimmen. Aber Knut erkennt seine „echte Familie“ nicht. Für ihn ist Thomas Dörflein der einzig Wichtige.
Länge: 06:24’
Masha und Pasha sind immer noch auf der Suche nach Nahrung. In einem umgestürzten Baum entdecken sie leckere Ameisen.
Knut klettert in Berlin auf einem Baumstamm herum.
Ein Eisbärmännchen könnte Maidus Jungen gefährlich werden, doch ihm ist es zu warm und er kümmert sich nicht weiter um die Drei. Selbst in der Arktis macht sich der Sommer bemerkbar.
In Berlin beginnt für Knut die Badesaison. Natürlich fängt er erst einmal klein an: in einem Bottich.
Masha und Pasha nehmen lieber ein ordentliches Schlammbad. Bei dem Vergnügen übersehen sie die Wölfe in der Nähe einfach.
Länge:05:32
Im Berliner Zoo leben Polarwölfe gleich in der Nähe von Knut. Sie heulen – genau wie die Wölfe in Weißrussland – den nächtlichen Vollmond an. Thomas Dörflein besucht sie auf dem täglichen Zoo-Rundgang mit Knut. Doch der interessiert sich nicht für die Wölfe und spielt lieber mit seinem Pfleger.
Für Masha und Pasha wäre es gefährlich, die Wölfe zu ignorieren. Tatsächlich greift sie einer an und sie müssen sich mutig verteidigen. Gemeinsam schlagen sie den Wolf jedoch schließlich in die Flucht.
Schutz vor Wölfen bietet eine gute Höhle. Während Knut in Berlin eine Maßanfertigung bekommt, finden Masha und Pasha ihre Geburtshöhle und haben jetzt auch ein sichereres Zuhause.
Länge:04:08
Knut schmückt mittlerweile die Titelseiten, es gibt Tassen, Geschirr, T-Shirts und andere Dinge mit seinem Foto darauf und natürlich wurden Kuschelbären in allen Größen hergestellt. Die Vermarktung von Knut kennt kaum Grenzen – die so gefeierte Hauptfigur lässt das allerdings ziemlich kalt.
Länge:08:25
Lasse und Linn lernen, wie man in der Arktis Nahrung findet. Doch die Futtersuche auf dem Eis und im Polarmeer ist eine anstrengende und schwierige Herausforderung.
Da haben es Masha und Pasha leichter: Zwar haben sie bisher nur Pflanzen gefressen und einen echten Bärenhunger, aber im Garten eines verlassenen Bauernhauses finden sie schmackhafte Äpfel und anderes Obst. Noch einfacher hat es natürlich Knut. Denn er hat einen „guten Draht“ zum Koch und kann sich in Fischen regelrecht wälzen. Croissants findet Knut allerdings auch sehr schmackhaft. Solche Leckerbissen fehlen in der freien Natur, selbst in einem alten Bauernhaus.
Verstecken spielen sie übrigens alle gern: Knut mit Thomas Dörflein und die Braunbären mit sich selbst.
Länge:04:15
Pasha und Masha haben sich selbst einen neuen Trick beigebracht: Schwimmen. Sie paddeln mit großem Vergnügen durch das sommerliche Wasser.
Auch Knut nimmt sein erstes großes Bad, seine Pfleger geben ihm im Freigehege in 10 Grad kaltem Wasser Schwimmunterricht.
Länge: 09:10
In der Arktis naht der Herbst. Außer Maidu, Lasse und Linn ziehen auch andere Eisbärenfamilien auf Futtersuche über das Packeis. Noch einmal droht Gefahr von einem riesigen Eisbärmännchen. Doch Maidus Drohhaltung vertreibt ihn.
Knuts Alltag ist dagegen gefahrlos und futterreich.
Auch in Weißrussland sieht es gerade friedlich und nahrungsreich aus, denn Pasha hat einen Fisch gefangen. Das war nicht so einfach – und da schnappt ihm Masha die eroberte Beute einfach weg und läuft davon.
Alle Bärenkinder sind inzwischen ziemlich groß geworden. Trotzdem lässt Knut es sich nicht nehmen, ein verschmustes Mittagsschläfchen bei seinem Pfleger abzuhalten.
Länge:10:26
Der Duft eines Bienenstocks lockt die beiden Braunbären in Weißrussland an. Der wehrhaften Verteidigung der eigentlichen Besitzer zum Trotz räumen sie den guten Honig fast vollkommen aus.
In der Arktis sind Lasse und Linn zu starken Bären herangewachsen. Tapfer gehen sie mit ihrer Mutter weit hinaus aufs Packeis, um zu jagen. Einem Robbenbaby wird seine Neugier fast zum Verhängnis. Doch auch Robbenmütter passen gut auf und so kommt es glücklich davon.
Eis gibt es inzwischen auch in Weißrussland, denn der Winter ist nicht mehr weit. Die flachen Wasserstellen sind gefroren und Masha und Pasha machen zu ihrem Erstaunen eine kleine Rutschpartie.
Knut zieht in ein eigenes Gehege um.
Masha und Pasha schauen sich den ersten Schnee von ihrer Höhle aus an. Die Wölfe tummeln sich noch einmal in ihrer Nähe; aber dann sind sie weg und die beiden Braunbären können sich beruhigt zur Winterruhe zurückziehen.
Für Lasse, Linn und Maidu sind Spätherbst und Winter eine gute Jahreszeit. Noch ist das Meer nicht ganz zugefroren und auf dem Packeis finden sie jetzt reichlich Futter.
Leider lässt die zunehmende Erderwärmung Jahr für Jahr mehr Packeis schmelzen. Knut wird die Menschen hoffentlich daran erinnern, wie wichtig der Lebensraum der Arktis für seine Artgenossen ist.