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Durchblick 6+ – Knut und seine Freunde – M. Johnson – D 2008 – 90 min.

Arbeitsblatt 2: Braunbären

Die Braunbären leben in den Wäldern Nordamerikas, Asiens und – allerdings nur noch in geringer Zahl – in Europa. Bis zum Mittelalter waren sie dort in allen Wäldern zu finden. Doch die Rodung der Wälder engte ihren Lebensraum immer weiter ein, außerdem waren sie schon immer ein begehrtes Jagdobjekt. Inzwischen kann man die Braunbären in Europa zählen. Einige Artenschutzprojekte und -initiativen bemühen sich darum, Braunbären in den großen Wäldern Europas wieder überall anzusiedeln.

Grizzlys und Kodiakbären gehören ebenfalls zu den Braunbären. Braunbären sind die größten Bären – und sie sind keineswegs alle braun, sondern haben sehr unterschiedliche Fellfarben.

Der Lebenskreislauf der Bären beginnt im Winter, denn dann werden Braunbärjunge geboren. Sie sind bei ihrer Geburt ungefähr so klein wie Meerschweinchen und haben noch fast gar kein Fell. Auch Hören und Sehen können sie zuerst noch nicht. Deshalb brauchen sie den Schutz der Winterhöhle und sehr viel gute Muttermilch. Bärenmilch ist sehr fetthaltig, und so wachsen die kleinen Bärenkinder schnell heran und werden kräftiger und fitter.

Im Frühjahr verlassen zuerst die erwachsenen Braunbären ihre Höhlen und gehen auf Futtersuche. Sie haben sehr viel abgenommen und jetzt einen Bärenhunger. Es dauert allerdings noch ein bisschen, bis die Natur den Tisch für sie üppig gedeckt hat - zuerst ist das Angebot eher klein. Nach einer Weile aber stehen Wurzeln, Früchte, Honig, Nüsse, Ameisen, Aas und Fisch auf ihrem Speiseplan. Der Braunbär ist ein echter Allesfresser.
Wenn die Bärenkinder die Höhle verlassen, zeigt ihnen die Braunbärmutter, was sie fressen können und wovor sie sich hüten müssen. Sie trinken noch immer überwiegend Muttermilch, aber sie probieren auch schon einmal aus, wie Kräuter und Gräser schmecken.
Wenn sie Junge haben, interessieren sich Bärenweibchen nicht für Bärenmännchen. Weibchen ohne Kinder aber suchen sich im Mai, in der Paarungszeit, für kurze Zeit einen Bärenmann. Das Paar bleibt nicht sehr lange zusammen, denn Bären sind eigentlich Einzelgänger.

Den ganzen Sommer über wird gefressen, gefressen, gefressen. Im Juli haben die Bären endlich ihr altes Gewicht wieder erreicht. Nahrung gibt es jetzt bis in den Herbst hinein reichlich. Und das ist wichtig, denn nur eine wirklich dicke Speckschicht hält im Winter warm genug und liefert ausreichend Energie, um die futterarme bis futterlose Zeit zu überstehen.

Im Herbst polstern sich die Bären ihre Höhle gut aus. Dazu benutzen sie Blätter und Gräser, Zweige und Moos. Im November dann ziehen sich die Bären allmählich in dieses Winterquartier zurück. Übrigens: Obwohl sich Bär und Bärin schon im Mai gepaart haben, fängt die Entwicklung der kleinen Bärenbabys im Bauch der Mutter jetzt erst an.

Im Winter halten Braunbären Winterruhe in einer Höhle. Die meiste Zeit schlafen sie, aber nie so tief wie Tiere, die echten Winterschlaf halten. Der Bärenschlaf ist leicht und sie wachen gelegentlich auch auf. Während der Winterruhe verbraucht ihr Körper den Speck, den sie sich zuvor angefressen haben. Während sie schlafen, brauchen sie nur sehr wenig Energie.

Braunbär-Kalender

Die Bärin bringt im Januar 2-3 Junge zur Welt. Bei der Geburt sind die Bärenjungen ungefähr so groß wie Meerschweinchen und noch blind, taub und beinahe nackt.

Im Februar sind die jungen Bären wenige Wochen alt. Sie verbringen die Zeit mit Schlafen und Trinken. Die Milch der Bärin enthält viel Fett. So wachsen die Jungen schnell heran. Um nicht zu frieren, kuscheln sie sich in den dicken Pelz der Mutter.

Während die Bärin mit ihren Jungen noch in der Höhle bleibt, gehen die anderen Bären im März das erste Mal auf Futtersuche. Das Nahrungsangebot ist allerdings klein: Ein paar Nüsse vom Vorjahr und Aas sind oft alles, was die Bären finden können.

Im April verlassen die Jungen die Höhle. Die Bärenmutter lässt ihre Kinder nicht aus den Augen. Die Kleinen lernen, was sie fressen können und wovor sie sich in Acht nehmen müssen. Mehrmals täglich werden sie gesäugt, fressen aber bereits Kräuter und Gräser.

Erwachsene Bären sind Einzelgänger. Nur im Mai in der Paarungszeit duldet die Bärin die Annäherungsversuche eines Bärenmännchens. Aber nur dann, wenn sie noch keine Jungen hat. Bär und Bärin verbringen dann ein paar Tage zusammen und paaren sich.

Im Juni werden die ersten Beeren reif. Nun beginnt die Schlemmerzeit der Bären. Die jungen Bären ziehen mit der Mutter umher. Sie lernen durch Beobachten und selbständiges Ausprobieren alles, was sie zum Überleben wissen müssen.

Im Juli hat der Bär hat nun seinen winterlichen Gewichtsverlust aufgeholt. Nun herrscht Bärenalltag: Gräser, Kräuter, Wurzeln, Beeren und Insekten stehen auf dem Speiseplan.

Damit die jungen Bären den langen Winter überstehen können, müssen sie im Herbst ein Gewicht von 15 bis 20 kg erreichen. Sie verbringen die Tage im August daher in erster Linie mit fressen. Wenn es heiss ist, sind die Bären recht faul.

Ab Anfang September beginnt das grosse Fressen. Der Bär frisst Beeren, Früchte und Nüsse in grossen Mengen. Er bekommt eine dicke Fettschicht. Diese braucht er, um den Winter überstehen zu können.

Im Oktober sucht sich der Bär eine Höhle für die Winterruhe oder gräbt sich eine Vertiefung. Die Höhle polstert er dann mit Gras, Zweigen, Blättern und Moos gut aus.

Im November wird es kalt und der Bär wird immer träger. Er frisst noch ein paar Nüsse und macht sich dann auf den Weg in seine Höhle.

Im Dezember dämmert der Bär vor sich hin und nimmt keine Nahrung mehr zu sich. Seine Körpertemperatur sinkt um 3-5°C, und der Herzschlag geht von 80 auf 40 Schläge pro Minute herunter. Der Bär lebt allein vom Fettpolster, das er sich im Herbst angefressen hat.

 

 

Steckbrief Braunbär

 Hier kannst du ein Bild des Braunbären malen oder einkleben.

 

Braunbären leben in _______________, ___________ und ______________.

Sie ernähren sich von ________________, ______________, ____________,

________________ und _______________.

Braunbärbabys werden im ________________ geboren.

Sie werden von der _______________ erzogen.

Den Winter verbringen Braunbären in _______________, die sie mit

_____________, ______________, _______________ und ______________

ausgepolstert haben.

Sie halten dann _______________________.

Zu den Braunbären gehören auch die __________________ und

die _________________.

Sie leben in _________________________.

Braunbärkinder haben _________________________.

Braunbärkinder lernen ________________, ________________und

__________________.


Folgende Worte können eingefügt werden:

Ameisen       Nordamerika       Asien       Blättern       Europa       Fisch
Fische fangen       Früchten       Gras       Grizzlybären       Zweigen       Winter
Höhlen       Honig       klettern       Kodiakbären       Milchzähne       Winterruhe
Moos       Mutter       Nüssen       schwimmen       USA und Kanada      

 

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