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Durchblick 6+ – Knut und seine Freunde – M. Johnson – D 2008 – 90 min.

Arbeitsblatt 3: Eisbären

Der Eisbär ist das zweitgrößte lebende Landraubtier (das größte ist der Kodiakbär oder Grizzly – also ein Braunbär). Eisbären leben vor allem auf dem Packeis der Arktis, das das Polarmeer rund um den Nordpol bedeckt. Ausgewachsene Eisbärmännchen können über zwei Meter groß werden und wiegen 400 bis 600 Kilogramm. Die Weibchen sind nur wenig kleiner, wiegen allerdings nur etwa die Hälfte.

Eisbären haben kein weißes Fell, sondern durchsichtige Haare. Diese Haare sind hohl und leiten die Sonnenwärme direkt auf die schwarze Haut. Das Fell bedeckt den ganzen Körper der Eisbären bis auf die Nasenspitze und die Fußballen. Durch dieses praktische Fell und eine bis zu zehn Zentimeter dicke Fettschicht ist der Eisbär gut gegen die Kälte geschützt. Denn in der Arktis herrschen im Winter durchschnittlich Temperaturen von minus 30 Grad. Außerdem verhindert die starke Behaarung auf den Sohlen der Tatzen, dass die Eisbären auf dem Eis ausrutschen.

Eisbären sind tolle Schwimmer. Ihre Vordertatzen sind sogar mit Schwimmhäuten versehen. Und die starken Hintertatzen eignen sich hervorragend als Steuer und Ruder.

Eisbären ernähren sich überwiegend von Fleisch. Am besten schmecken ihnen Robben, manchmal fressen sie aber auch Walrosse, Fische oder Seevögel und deren Eier.

Ihre Speckschicht fressen sich Eisbären im Winter und Frühling auf dem Packeis an. Wenn das Packeis im späten Frühjahr und im Sommer schmilzt, wandern die Eisbären den Robben nach, die ihrer „Nahrung“ nach Norden folgen. Eisbären, die sehr südlich leben, schaffen es manchmal nicht, dem Eis schnell genug zu folgen. Sie befinden sich plötzlich auf dem eisfreien Land. Dann müssen sie fasten, denn sie finden nur kleine Tiere und Vögel. Auch mit Gras, Moos und Beeren nehmen sie dann vorlieb.

Weil die Eisbären im Winter mehr Futter finden können als im Sommer halten sie keine Winterruhe. Nur die Eisbärweibchen, die Junge bekommen, ziehen sich im späten Herbst in eine Eishöhle zurück. Dort bekommen sie ihre Kinder und ernähren sie mit ihrer fettreichen Muttermilch. Bei der Geburt sind die Eisbärenbabys nackt, blind und taub und – im Vergleich zu den ausgewachsenen Eisbären – sehr, sehr klein. Aber sie wachsen schnell heran. Im Frühjahr müssen sie mit ihrer abgemagerten Mutter den Schutz der Geburtshöhle verlassen. Die Mutter geht mit ihnen dorthin, wo die Futterplätze am besten sind.

Die weite Wanderung ist für die Kleinen ziemlich anstrengend und schwierig. Außerdem laufen sie Gefahr, selbst gefressen zu werden, denn hungrige Eisbärenmännchen machen vor Eisbärenkindern nicht halt. Auch Schneestürme können ihnen zu schaffen machen. Ihre Mutter gibt ihnen dann allerdings einen wirkungsvollen Schutz: Sie lässt sich einschneien und legt ihre Jungen nah und fest an ihren wärmenden Bauch. In dieser „selbst gebauten“ Schneehöhle kann selbst ein heftiger Schneesturm den Jungen nicht schaden.

 

 

Steckbrief Eisbär

 Hier kannst du ein Bild des Eisbären malen oder einkleben.

 

Eisbären leben in der ________________.

Sie ernähren sich von ____________, ____________, ____________ und

____________.

Im Notfall fressen sie aber auch _________________ und ________________.

Eisbärbabys werden in einer __________________________ geboren.

Im Winter und Frühjahr wandern Eisbären auf dem ________________ der Arktis herum.

In dieser Zeit finden sie dort das meiste _______________.

Eisbärmännchen werden mehr als _________ Meter groß

und bis zu __________ Kilogramm schwer.

Die Weibchen wiegen nur etwa die _______________.

Die Fellhaare der Eisbären sind ________________ und _______________.

Dass sie nicht frieren, liegt an dem praktischen Fell und

der _________________________.

An den Vordertatzen haben Eisbären ________________________.

Mit den Hintertatzen können sie _______________ und ________________.

Eisbären können fantastisch __________________.


Folgende Worte können eingefügt werden:

Arktis       dicken Fettschicht       durchsichtig       Eiern       Fischen
Futter       Geburtshöhle       Hälfte       hohl       kleinere Tiere       Moos
Packeis       Robben       rudern       schwimmen       Schwimmhäute
sechshundert       Seevögeln       steuern       zwei

 

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