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Misa Mi: Filmquiz – Wie ein Film sein Publikum von Anfang an fesselt – Auflösung

Komme den Geheimnissen der Filmemacher auf die Spur! Wie schaffen sie es, dass wir von Anfang an von einem Film gefesselt sind? Wie legen sie Spuren aus, so dass wir voll Span­nung auf die nächsten Szenen warten? Wie gelingt es ihnen, die einzelnen Szenen so zu verbinden, dass wir nicht den roten Faden verlieren? Wie machen sie es, dass die Szenen abwechslungsreich bleiben? Mach deinen kleinen Crashkurs in Filmgestaltung! Vertiefe dich in das erste Filmkapitel und du wirst sehen, nichts ist zufällig, alles genau geplant, um beim Zuschauer bestimmte Wirkungen hervorzurufen. Um die Fragen zu beantworten, musst du dir das Kapitel sicherlich mehr als einmal anschauen!

1. Vor der ersten Szene sehen wir Schwarzbild und darauf Informationen, welcher Verleih den Film in die Kinos gebracht und wer ihn produziert hat. Unter diese Bilder sind Geräusche gelegt. Achte auf die Geräusche!

Was sind das für Geräusche?

Die Geräusche von einem Computerspiel

Können wir die Quelle des Geräuschs hier sehen? Wann bekommen wir sie gezeigt?

Wir bekommen sie erst in der nächsten Szene gezeigt.

Warum haben sich die Filmemacher wohl dafür entschieden, die Geräusche schon unter den Vorspann zu legen?

Damit die Szene durch den Ton interessanter wird und um uns neugierig zu machen, woher die Töne kommen. Die beiden Szenen werden durch den Ton auch miteinander verbunden.

2. Die 1. Szene spielt bei Nacht in Misas Zimmer und beginnt mit einer Kamerafahrt über verschiedene Gegenstände auf dem Fußboden.

Wie nennt man es, wenn sich die Kamera bewegt, während sie filmt?

Kamerafahrt

3. Gegenstände im Film heißen Requisiten. Sie werden immer ganz sorgfältig ausgewählt. Sie müssen zu den Figuren passen, denen sie gehören. Oft geben sie auch Hinweise auf die Geschichte. Be­trachte die Requisiten auf dem Fußboden genau!

Welche Requisite gibt dir schon jetzt einen Hinweis auf die Ursache für Misas großen Kummer?

Die Todesanzeige von der Mutter.

Welche Requisiten tauchen später im Film wieder auf?

Misas rote Tasche, die Spielkarten.

Eine dieser Requisiten benutzen die Filmemacher später für die Annäherung zwischen Misa und ihrer Großmutter. In welcher Sze­ne ist das? Was haben die 1. Szene und die spätere Szene gemeinsam? Was ist der wichtigste Unterschied?

Die Spielkarten in der Szene, wenn die Großmutter mit Misa Karten spielt, weil Misa nicht schlafen kann. Beide Szenen spielen bei Nacht, in jeder Szene kann Misa nicht schlafen, aber später ist sie wenigstens nicht mehr alleine.

4. Nun sehen wir Misa. Sie spricht in der Szene nicht, aber die Bilder sind mit ihrer Erzählerstimme unter­legt. Das nennt man Voice Over. Achte ge­nau auf Misas Worte.

Glaubst du Misa, dass sie sich ganz gut fühlt, wie sie sagt? Warum/warum nicht?

Es ist eher unwahrscheinlich, dass sie sich gut fühlt. Sie sagt, etwas Schlimmes sei passiert, da fühlt man sich eigentlich nicht gut.

Welchen Eindruck vermitteln die Bilder von Misa?

Die Bilder zeigen ein trauriges Mädchen, so wie sie allein und schlaflos am Fenster sitzt.

Was möchtest du nach dieser Voice Over wissen? Worauf bist du gespannt? (Du musst natürlich für einen Moment vergessen, was du schon alles weißt, so, als ob du den Text zum ersten Mal hören würdest.)

Man möchte gerne wisse, was Schlimmes passiert ist.

5. Wir würdest du die Stimmung der Szene beschreiben:

O heiter   O gelassen   O traurig   O deprimierend

6. Nun beginnt die Szene in der Bowlingbahn. Kreuze an:

Die Stimmung dieser Szene ist am Anfang
O ähnlich   O genau gleich   O ganz anders    wie in der 1. Szene?

7. Dann erzählt uns Misa, was wirklich los ist: „Aber dann ist was passiert. Meine Mama ist tot. Und nun will mein Papa sich eine neue Familie anschaffen.“

Was passiert mit dem Bild in diesem Moment?

Es bleibt stehen/friert ein.

Warum haben die Filmemacher das wohl so gemacht?

Um zu zeigen, dass etwas passiert ist, wo eigentlich das Leben stehen bleibt; damit wir uns ganz auf den Ton/Misas Worte kon­zentrieren und nicht vom Bild abgelenkt werden; damit wir Misas Gesicht in diesem Moment ganz genau betrachten können.

8. Misa sagt ihrem Vater, dass sie zur Großmutter fahren wird.

Welchen Hinweis bekommen wir in der Szene, dass die Großmutter vielleicht ein bisschen merkwürdig ist?

Der Vater schaut skeptisch.

Was bewirkt das im Publikum?

Wir werden neugierig auf die Großmutter.

9. Jetzt ist auf einmal das Gesicht eines Wolfes zu sehen.

In welcher Einstellungsgröße ist das Bild aufgenommen? (Nimm das Arbeitsblatt „Einstellungsgrößen der Kamera“ zu Hilfe!):

Detail

Warum haben die Filmemacher wohl dieses Bild hier hineinmontiert?

Als Hinweis auf die Wolfsgeschichte; um uns neugierig und den Film damit spannend zu machen.

10. Nun sehen wir Landschaftsaufnahmen und darüber den Filmtitel und die Namen der wichtigsten Mitarbeiter am Film.

In welcher Einstellungsgröße sind die Landschaftsaufnahmen gedreht?

Totale

Warum wurden sie wohl an diese Stelle des Films montiert?

Damit wir sehen, wo Misa hinfährt; damit wir diese Landschaft kennen lernen; weil die Natur eine wichtige Rolle im Film spielt; weil es auch um die Rentiere der Sami geht.

11. Misa begrüßt ihre Großmutter.

Was ist der erste Satz, den wir von der Großmutter hören?

Sehr gewachsen bist du nicht!

Was sagt dieser Satz über den Charakter der Großmutter aus?

Sie ist anders als die meisten Großmütter, sie ist unkonventionell.

12. In dieser Szene auf dem Flughafen erzählt Misa uns noch, was nach dem Tod ihrer Mutter am Schlimmsten für sie ist: „…das Schlimmste ist, dass ich nicht weiß, wo sie ist.“

Welche Rolle spielt diese Frage Misas für den ganzen Film?

Es ist die wichtigste Frage des Films. Eigentlich dreht sich der ganze Film um Misas Suche nach einer Antwort.

Wann hat Misa eine Antwort auf diese Frage gefunden? Wie sieht ihre Antwort aus?

Ganz am Ende. Da weiß sie, wo ihre Mutter ist. Aber der Film überlässt es unserer Fantasie, was und wo dieser Ort ist.

 

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