
Durchblick 10+ – Blöde Mütze! – J. Schmid – D 2006 – 91 min.
Kapitel 1: Ein neues Zuhause
Länge ca. 3 Min.
Schon im Vorspann deutet sich an, wie alles gerade ins Schwimmen gerät für den ungefähr zwölfjährigen Martin Kreitmeier. Wir sehen das grüne Wasser im Aquarium des Jungen leinwandfüllend, während Titel und Credits in orange auftauchen, um dann zu zerfließen. Martins Kopf wird hinter der Scheibe sichtbar. Er greift zu seinem Zierfische-Sachbuch, schlägt aber das eingeklebte Bild einer blonden Werbeschönheit auf – es ist die „Sonnenölfrau“, wie wir noch erfahren werden – und streicht sanft über die Abbildung. Die Stimme der Mutter reißt ihn aus den Träumereien. Er soll kommen. Im unteren Stockwerk stellt sich gerade das Rentnerehepaar aus dem Nachbarhaus vor, Möbelpacker drängeln sich im Eingangsbereich und es wird klar – Familie Kreitmeier ist frisch hier eingezogen. Die resolute Mutter Susanne stellt den Sohn frotzelnd als eher „stillen Typen“ vor, der genauso wie sein Vater sei. Dann schickt sie ihn zum Einkaufen in den kleinen Laden des Ortes Bellbach, nicht ohne besorgt zu fragen, ob er den auch finde. Martin verdreht entnervt die Augen und auch Uwe, der Vater, fühlt, dass er die Beschützerinneninstinkte seiner Frau etwas bremsen muss.
Kapitel 2: „Man sieht sich immer zwei Mal im Leben“
Länge: ca. 9 Min.
In dem nahezu ausgestorbenen Geschäft arbeitet Martin die Einkaufsliste ab und wird auf einen schlaksigen blonden Jungen aufmerksam, der neben der Kasse in Zeitschriften blättert. Aus der Perspektive Martins bekommen wir in Zeitlupenaufnahme mit, wie der Bursche blitzschnell eine Packung Zigaretten im Hosenbund verschwinden lässt. Im Gegenschnitt ist eine Nahaufnahme des perplexen Martin zu sehen, der unwillkürlich herausplatzt, „Mann, der klaut ja.“ Sofort hat der schon zuvor pampig auf den Jungen reagierende Ladeninhaber diesen am Wickel, nimmt ihm die Zigaretten ab, droht, seinem Vater davon zu berichten und jagt ihn weg. Der Junge ruft noch finster zu Martin hinüber: „Man sieht sich immer zwei Mal im Leben!“. Der Händler lobt Martin für sein Verhalten. Doch der fühlt sich so unglücklich über seine Bemerkung, dass er jetzt selbst eine Schachtel Zigaretten kauft – angeblich für seine Mutter – findet den Jungen draußen aber nicht mehr, dem er sie geben wollte.
Am nächsten Morgen hockt Martin missmutig am reichhaltig und gesund bestückten Frühstückstisch. Die Großaufnahme auf sein noch fast volles Müslischälchen zeigt, Martin hat es den Appetit verschlagen. Er fürchtet sich davor, am Ende des Schuljahrs in eine neue Klasse gehen zu müssen. Anlass für den Umzug ist seine Mutter, die nach den Ferien an eben dieser Schule als Lehrerin arbeiten wird, während der freiberufliche tätige Vater seinen Computer-Programmierungen im heimischen Büro nachgeht.
In der nächsten Szene zeigt die Kamera einen Schwenk über den Schulhof voller Kinder und zoomt dann Martin heran, der unbeachtet hier steht und ein wenig hilflos herumschaut. In einer Gruppe fällt ihm ein Mädchen in orangefarbenen Klamotten auf. Als er auf sie zugehen will, wird er von hinten gepackt. Es ist der Bursche aus dem Laden. Sie rangeln, Martin fällt hin und das Mädchen hilft ihm auf. Er will nicht verraten, woher er und der Junge sich kennen. Martin landet in der 6b, der Klasse des faszinierenden Mädchens Silke. Allerdings besucht die auch der andere Junge, Oliver Huber, und überdies sind die beiden befreundet. Martin trägt meist seine schwarze Baseballmütze mit dem Schriftzug „Champion“. Oliver nennt ihn sofort nur noch „blöde Mütze“.
Kein leichter erster Schultag für Martin, weshalb er auch keinerlei Lust verspürt, seiner Mutter davon zu erzählen, als sie gemeinsam einkaufen gehen – in eben diesem Laden. Martin erblickt hier den Werbeaufsteller „seiner Sonnenölfrau“ und davor die Produkte. Unbeobachtet und fast wie im Traum – ebenfalls in Zeitlupe gezeigt - steckt er sich eine Flasche Sonnenöl unters T-Shirt in den Hosenbund, genauso wie er es bei Oliver gesehen hatte.
Am Nachmittag ertappt ihn seine Mutter im Zimmer, wie er an dem Sonnenöl schnuppert. Er stottert etwas davon, dass er sich beim Radfahren vor Sonnenbrand schützen wolle und düst ab.
Kapitel 3: Eine nicht ganz zufällige Begegnung
Länge: ca. 9 Min.
Draußen trifft er ausgerechnet auf Oliver und die zwei liefern sich ein Wettrennen, das vor Silkes Haustür endet. Oliver will mit Silke ins „Riverpool“ und denkt gar nicht daran, Martin mitzunehmen.
Am nächsten Tag, einem Samstag, radelt Martin zielsicher zu einer Turnhalle, vor der jede Menge Fahrräder abgestellt sind. Ähnlich zart wie in der Eingangsszene streicht er über den Lenker eines orangenen Fahrrads. Drinnen trainiert Silke mit anderen Mädels für einen Tanzauftritt. Die Übungsleiterin herrscht ihn an, gefälligst draußen auf welches der Mädchen auch immer zu warten und Martin verlässt fluchtartig den Raum. Ab diesem Moment zeigt sich die Verbindung zwischen Martin und Oliver im Zusammenhang mit Silke auf der filmsprachlichen Ebene immer wieder über Parallelmontagen. Zuerst erfolgt ein Wechsel ins Wohnzimmer der Hubers, wo Vater und Sohn zusammensitzen. Als die Mutter hinzukommt, geraten die Eltern schnell in Streit. Oliver wirft noch einen sehnsüchtigen Blick auf ein Foto von ihnen Dreien aus glücklicheren Tagen und eilt aus der Wohnung. Die Tür klappt zu – in der nächsten Szene geht eine andere Tür auf, nämlich die der Turnhalle und Silke tritt hinaus zu Martin. Zum ersten Mal tauschen sie ein paar persönliche Dinge aus. Silke erzählt, dass ihr Vater in der Stadt wohnen würde und Kathrin, ihre Mutter, jetzt alleinerziehend sei. Es soll spöttisch klingen, aber sowohl Martin als auch wir Zuschauer können spüren, wie sie diese Tatsache schmerzt. Auf Martins vorsichtigen Wunsch hin verabreden sie sich für den nächsten Tag, um ins „Riverpool“ zu gehen.
Kapitel 4: Geheimer Treffplatz Riverpool
Länge: ca. 10 Min.
Zu diesem Treffen leitet wieder eine kurze Parallelmontage über: Martin liegt im Dunkeln in seinem Bett. Oliver sitzt im Dunkeln am offenen Fenster und spielt mit seinem Feuerzeug, wobei Letzteres fast so etwas wie eine Selbstverletzung aus Verzweiflung anzudeuten scheint, aber im Verlauf des Films nicht mehr aufgegriffen wird.
Als Martin Silke am Sonntag abholt, kehrt ihre Mutter gerade von der Frühschicht aus dem Krankenhaus zurück und fragt den Jungen fröhlich, ob er die Turnhalle gefunden habe. Der stottert ein „Danke“ und während sich Silke taktvoll nichts anmerken lässt, bekommen wir als Zuschauer mit, dass der „stille“ Martin sich ziemlich ins Zeug legt, um Silke nahe zu sein. Wie gut sie ihm gefällt, vermitteln auch seine Tagträumereien. Denn die „Sonnenölfrau“ aus der Werbung schaut darin jetzt manchmal ganz schräg auf das muntere, hübsche Mädchen.
Das „Riverpool“ stellt sich als ehemaliger Badesee heraus mit verfallenen Badekabinen und viel Schilf im tümpeligen Wasser. Stolz verweist Silke auf ein Floß, das sie im letzten Jahr gebaut hätten. Als Martin nach Silke in einer Badekabine schaut und sie – natürlich im orangefarbenen Badeanzug – vor ihm steht, wirkt die Stimmung nahezu erotisch. Silke fragt, ob er schon einmal jemanden geküsst hätte. „Spinnst du jetzt“, fragt Martin sichtlich von der Situation überfordert. Doch als sie nebeneinander auf dem Steg in der Sonne liegen, cremt er ihr den Rücken ein – und geht damit weiter als er es in seinen Träumen mit der Sonnenölfrau jemals tat.
Die Idylle endet jäh, als Oliver reinplatzt, stinkwütend, dass Silke ihren gemeinsamen Geheimplatz der „blöden Mütze“ verraten hat. Die Jungen prügeln sich und jetzt ist Silke wegen deren kindischen Verhalten sauer. Anschließend erleben wir beide Jungen jeweils bei sich daheim. Martin wird im Bad von beiden Eltern liebevoll verpflastert, wobei Uwe im Unterschied zu Susanne klar ist, dass die Schramme über der Augenbraue nicht von einem Fahrradunfall herrührt. Oliver steht allein im heimischen Bad und verarztet sich selbst. Wiederum in Parallelmontage sieht man dann beide Jungens in ihren Betten liegen. Oliver allerdings steht nochmals auf. Er hört, wie seine Mutter heimlich im Flur telefoniert. Ob ihm bewusst ist, dass sie mit ihrem Liebhaber spricht, wird erst kurz darauf klar.
Kapitel 5: Erste Annäherung und ein Verweis
Länge: ca. 7 Min.
Denn am nächsten Vormittag beobachtet Martin, wie Oliver auf dem Schulklo raucht – und sich verstohlen Tränen aus den Augen wischt. Vom Rauch stammen die Tränen nicht. Die beiden stehen vor dem Spiegel – anfangs noch etwas unsicher, doch schließlich müssen sie grinsen – über die Pflaster in ihren Gesichtern. Plötzlich aber taucht ihr Lehrer auf, der Oliver sowieso auf dem Kieker hat. Schadenfroh fischt er den Zigarettenstummel aus dem Waschbecken und Oliver droht nun wegen früherer „Vergehen“ der Schulverweis. Da nimmt Martin spontan die Schuld auf sich, behauptet, er habe geraucht. Das gibt daheim dann Ärger. Seine Mutter entbrennt in Sorge, will nicht, dass ihr Sohn etwas auf sich nimmt, was er gar nicht getan hat. Schließlich ist es Uwe, der seiner Frau klar macht, dass sie den Jungen nicht vor allem beschützen kann und die schulische Mitteilung unterschreibt.
Zwischen Oliver und Martin beginnt nun eine ruppige, aber durchaus freundschaftliche Annäherung. Oliver wählt ihn beim Schulsport in seine Mannschaft: „Blöde Mütze“, ruft er ihn. „Übrigens heiße ich Martin“, faucht der zurück. – Aber sie stehen fest nebeneinander.
Kapitel 6: Ausflug zu dritt
Länge: ca. 10 Min.
An einem Regennachmittag fahren die Kids zu Dritt in die Stadt, um einen Film im Kino anzugucken. In einer wunderbar komischen Szene versuchen die zwei Buben mit sehr unterschiedlichen Argumenten der Kassiererin klar zu machen, warum sie unbedingt in den Film ab 16 müssen. Die bleibt vollkommen unbeeindruckt, erlebt so etwas offensichtlich jeden Tag. Silke klärt die Situation pragmatisch, indem sie drei Karten für die Liebesschmonzette ab 12 verlangt. Beim anschließenden Kuchenfuttern in einer Konditorei, erkennt Martin in einem schmusenden Paar im Halbdunkel Olivers Mutter. Der leugnet das ab, wirkt von da an aber völlig verstört.
Martin kommt viel zu spät nach Hause. Und dieses Mal lassen sich seine Eltern nicht besänftigen, denn sie haben die Packung Zigaretten in seinen Sachen entdeckt. „Vertrauen“ laute das Grundprinzip in ihrer Familie, das er missbraucht hätte. Für Martin fühlt sich sein Leben gerade zu kompliziert an, als dass er es den Eltern verständlich machen könnte. Er schluckt die Woche Hausarrest.
Kapitel 7: Alle haben irgendwie Stress mit den Eltern
Länge: ca. 9 Min.
Gleichzeitig kriegt Oliver beim Eintreffen daheim mit, dass seine Mutter sich für ein paar Tage heimlich aus dem Staub macht – angeblich zu einer Freundin.
Silke kippt Martin aus der Hängematte im Garten. „Was ist das denn für ein Hausarrest,“ fragt sie fröhlich und es entspannt sich ein witziger Dialog zwischen den beiden, der zeigt, dass sie sprachlich-intellektuell und vom Humor her prima zueinander passen. Sie lädt ihn zum Sommerfest im Krankenhaus für den nächsten Samstag ein. In Martins Träumen vermischt sich nun das Bild der Sonnenölfrau mit dem von Silke. Silke erzählt ihm, dass ihr Vater zu ihrem Tanzauftritt dort kommen würde und man spürt, wie sie sehr sie ihn vermisst.
Martin schafft es, dass sein Vater ihm den verbleibenden Hausarrest erlässt, wobei es wieder zu anstrengend erscheint, die schwierige Wahrheit zu vermitteln und er deshalb kurzerhand verspricht, nicht mehr zu rauchen.
Im „Riverpool“ findet ein „Männergespräch“ zwischen Martin und Oliver statt. Sie fahren auf dem Floß nach der Erklärung des wasserängstlichen Martin: „Wenn die Evolution gewollt hätte, dass wir schwimmen, hätte sie uns Flossen gemacht.“ „Mann, Mütze“, stöhnt Oli bloß. Auf Martins vorsichtige Fragen hin, behauptet er, noch nie geküsst zu haben und versichert, dass er und Silke nur Kumpels seien.
Kapitel 8: „Champion im Verbocken“ oder: alles läuft schief
Länge: ca. 11 Min.
In der nächsten Szene streift sich Martin ein orangefarbenes Hemd über und glättet sich die Haare. Beim Krankenhausfest im Freien freut Silke sich unbändig auf ihren Vater, der wegen ihres Tanzauftritts kommen will. Oliver ruft Martin auf seinem Handy an, nennt ihn zum ersten Mal bei seinem Namen und möchte mit ihm ins „Riverpool“ gehen. Martin überhört die Verzweiflung in seiner Stimme und schwindelt, er sei mit seinem Vater unterwegs. Er hat nur noch Silke im Kopf. Statt Silkes Vater kommt nur dessen neue Lebensgefährtin samt ihrem Babyhalbbruder. Über sein Geschenk, eine kultige Polaroidkamera - „toll, hatte mein Opa auch mal“, bemerkt Martin dazu – kann sie sich nicht freuen. Martin will sie trösten, versucht ungeschickt, sie zu küssen, woraufhin sie wütend wegrennt. Oliver hat die Szene wortlos beobachtet.
Martin hockt vor seinem Aquarium. Er fühlt sich elend und allein. Seine Mutter kommt hinzu, ahnt, dass er nicht nur traurig ist, weil seine Fische eine Krankheit haben. Als er im Bett liegt, wünscht sie „ihrem Champion“ liebevoll eine gute Nacht. Im Einschlafen murmelt der vor sich hin „Champion im Verbocken“. Auch Oliver schläft. Er wacht auf, als sein Vater betrunken heimkehrt. Heimlich beobachtet er, wie der sich kaputt auf dem leeren Ehebett ausstreckt.
Martin will sich mit Silke versöhnen. Spricht auf sie ein, während sie mit dem Rücken zu ihm auf einer Hollywoodschaukel im Garten sitzt. Keine Reaktion. Er legt ihr ein mitgebrachtes Eis am Stil auf den Zaun und radelt enttäuscht davon. Dann trifft er auf Oliver, entschuldigt sich bei ihm, dass er ihn angelogen hat, wird plötzlich wütend, weil auch hier nur die frustrierte Reaktion erfolgt: „’Nen Freund wie dich? Wofür?“ und schreit, „Ja, vielleicht weil bei dir auch grad alles scheiße läuft!“
Kapitel 9: Not schweißt zusammen
Länge: ca. 11 Min.
Oliver findet daheim unter der Spüle viele leere und eine angebrochene Schnapsflasche. Er baut sie auf dem Küchentisch auf. Als sein Vater wiederum angetrunken heimkommt, artet ihre Auseinandersetzung in Handgreiflichkeiten aus. Mitten in der Nacht taucht Oliver, nun ebenfalls angetrunken, bei Martin auf. Sie sitzen um die Kloschüssel herum. Susanne platzt herein, erkennt in Oliver den Jungen, der ihren Sohn womöglich ins Verderben führt, woraufhin der abhaut. Am nächsten Morgen stürmt Martin ohne Frühstück los zu Silke. Gemeinsam suchen sie Martin im „Riverpool“. Martin muss seine Angst überwinden und schwimmt – aus Verzweiflung mutig geworden – Silke hinterher auf die Insel. Dort ist das Floß vertäut und da finden sie auch Oliver. Martin beschließt, dass er bei ihm wohnen kann, er will das seinen Eltern klar machen. Sie gehen zu dritt zur Wohnung von Oliver, damit er sich frische Klamotten holen kann. Hier finden sie Olivers Vater bewusstlos am Boden liegend und rufen den Notdienst. In der nächsten Szene sitzen die Kinder auf einer Bank im Krankenhausflur. Schließlich nähert sich eine Ärztin und versichert Oliver, dass sein Vater trotz des Herzinfarkts durchkäme.
Martin zieht Oliver an seinen verblüfften Eltern vorbei ins Haus und bemerkt nur: „Ich dachte, es ist wichtig, dass wir uns vertrauen.“ Abends liegen sie nebeneinander im Dunkeln und Oliver spricht von seiner Angst, dass er auch einmal so werden könne wie sein Vater.
Kapitel 10: Freunde
Länge: ca. 10 Min.
Am nächsten Morgen gibt es wieder ein gesundes, üppiges Frühstück bei Kreitmeiers. Sie reden nicht viel, aber die Stimmung ist friedlich, Oliver futtert. Beim anschließenden Krankenhausbesuch trifft Oliver im Flur auf seine Mutter. Sie umarmen sich und seine Mutter sagt, er solle zu ihr und ihrem Freund ziehen, der Vater müsse erst einmal mit sich selbst klarkommen. Dann sitzt Oliver allein am Bett seines Vaters. In Nahaufnahme sieht man ihre ineinander verschlungenen Hände: „Ich will bei dir bleiben“, sagt Oliver.
Martin und Oliver im „Riverpool“: Martin übergibt ihm die Packung Zigaretten, die er vor Ewigkeiten, wie es ihnen nun beiden erscheint, für ihn gekauft hat und fügt grinsend hinzu „von meinen Eltern beschlagnahmt und von mir heldenhaft aus dem Müll gerettet.“ Oliver will sie lieber aufbewahren als rauchen und gesteht, er habe Silke einmal geküsst. Die, von der gerade die Rede ist, streckt plötzlich Martin von hinten einen abgelutschten Eisstängel hin, auf den gekritzelt steht: „Freunde?“. Martin nickt. Und sie verkündet, „übrigens hasse ich Erdbeereis“. Oliver und Silke zieht es ins Wasser. Martin sieht noch einmal seine Sonnenölfrau vor sich, die ihm zuzwinkert und wie zum Abschied winkt. Dann stürzt er sich ebenfalls in die Fluten. Grünes Wasser wie am Anfang des Films sieht man nun – nur dass Martin inzwischen mit zwei Freunden selbst mittendrin schwimmt anstatt einsam stummen Fischen zuzuschauen. Abspann.