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Durchblick 4+  –  Von Fabelwesen und anderen Tieren  –  Christina Schindler

Arbeitsvorschlag: „Anders-Artig“ – Erfahrungen mit dem „Anders-Sein“

von Beate Völcker

1. Umgang mit dem „Anders-Artigen“

Die Geschichte um den Konflikt zwischen den normalen Chamäleons und dem „Anders-Artigen“ vermittelt sich eindringlich und bedarf keiner Erklärungen. Der genaue Blick kann sich deshalb umso mehr einerseits auf die filmische Gestaltung richten und andererseits auf das emotionale Verhaltensmuster, das unter der Geschichte liegt. Sehr präzise zeichnet der Film ein Verhalten nach, das leider oft unter Menschen zu beobachten ist. Jemand, der einfach nur anders ist, wird abgelehnt, entwertet und schließlich zum Sündenbock gemacht und mit Aggressionen verfolgt. Hier bietet die Geschichte viel Stoff für eine Auseinandersetzung zu Fragen des sozialen Verhaltens.

Arbeit mit dem Filmausschnitt

In der ersten Szene werden die Chamäleons vorgestellt. Sehr präzise und genau schafft die Regisseurin bereits in den ersten Momenten des Films ein Gefühl für die Figuren und etabliert den Konflikt. Die Szene wird – nach Bedarf auch mehrmals – angeschaut. Die folgenden Fragen werden nacheinander gemeinsam (empfiehlt sich bei jüngeren Altersstufen) besprochen oder als Beobachtungsaufgaben an Gruppen gegeben.

Achtet auf jede Einzelheit und bezieht Bild und Ton ein!

Weiterführende Fragen

Die Situation kann in einem Standbild nachgestellt werden. Daraus kann eine alternative Lösung des Konfliktes im Spiel erarbeitet werden.

Arbeit mit dem Einzelbild

Das Einzelbild zeigt den Moment in der Szene, kurz bevor sie sich „entscheidet“, bevor die „normalen“ Chamäleons sich alle abwenden von dem Roten, das die anderen begrüßen und kennen lernen will. Wie im realen Film mit menschlichen Darstellern haben auch Zeichentrickfiguren Gefühle, die ihr Verhalten in jedem Moment der Geschichte leiten.

Wird die Übung vor Filmansicht eingesetzt, dann sollten zunächst die folgenden Fragen gemeinsam beantwortet werden:

Was ist auf dem Bild zu sehen?

Um was geht es in dieser Situation?

Das Einzelbild:

Zum Vergrößern anklicken

Dann (bei Einsatz der Übung vor und nach der Filmansicht): Die Gefühle einer jeden Figur sollen präzise erfasst werden. Dazu wird diese Szene nachgestellt. Die Kinder bzw. Jugendlichen, die in die Rollen der fünf Chamäleons geschlüpft sind, sollten einen Moment Zeit haben, um sich wirklich in ihre Figur hinein zu fühlen und deren Empfindungen durch die entsprechende Gestik, Mimik und Körperhaltung zum Ausdruck zu bringen.

Dann werden sie zu ihren Empfindungen befragt:

Bei Einsatz der Übung vor der Filmansicht:

Bei Einsatz der Übung nach der Filmansicht:

Mögliche Alternativen können im Spiel entwickelt oder im Gespräch diskutiert werden.

Weiterführende Fragen nach den eigenen Erfahrungen der Jugendlichen könnten sich hier anschließen.

Bestimmung von Standbildern

Die Kinder/Jugendlichen sollen Standbilder im Film bestimmen, die das Verhalten der „normalen“ Chamäleons gegenüber dem „anders-artigen“ zum Ausdruck bringen: Ablehnung und Missbilligung, hämische Schadenfreude, Hass und schließlich die Versöhnung zwischen dem einen „normalen“ Chamäleon und dem andersartigen. Diese Entwicklung soll am Beispiel der Bilder nachvollzogen und reflektiert werden. Die Einzelbilder sind auf der ROM-Ebene zum Herunterladen und Ausdrucken verfügbar. (s. Bildergalerie)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter den unten aufgeführten Fragestellungen werden die Einzelbilder entweder gemeinsam besprochen oder je ein Bild in Kleingruppen bearbeitet. Dazu können die ausgewählten Bilder auch ausgedruckt und verteilt werden.

Bei Gruppenarbeit werden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt. Die folgenden Fragen werden gemeinsam diskutiert:

Wie bewerten die Schülerinnen und Schüler diese Gefühle und die Entwicklung im Verhalten der „normalen“ Chamäleons?

 

2. Das Gedicht „Elfchen“

Das „Elfchen“ ist ein Gedicht, das aus 11 Wörtern besteht. Es unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ihren Gedanken und Empfindungen zu einem Thema eine ausdrucksvolle Form zu geben. Die Regeln des Elfchens müssen nicht starr befolgt werden, sondern die Kinder und Jugendlichen sollten frei damit spielen können, wie in den Beispielgedichten.

Das „Elfchen“ wird für alle erklärt. Das erste Wort gibt oft, aber nicht unbedingt, das Thema vor. Es kann beispielsweise ein Begriff sein, den die Kinder mit „Anders-Artig“ assoziieren.

Die zweite Zeile sagt mit zwei Worten, wo das in Zeile 1 Benannte zu finden ist.

Die Zeilen drei und vier beschreiben es. Die letzte Zeile kann eine Konsequenz aus der Beschreibung, eine weitere Assoziation etc. sein.

Beispiel:

„Anders-Artig“

Komisch
bist du
noch komischer ich
wir haben viel gelacht
miteinander...

Die Schülerinnen und Schüler sollten ihre Gedichte dann vortragen. Ein Mikrofon kann die Präsentation eindrucksvoll unterstützen.

Das folgende Muster kann als Kopiervorlage gestaltet werden:

„Elfchen“

Titel des Gedichts:

___________________________________________

1. Zeile: ein Wort – Was ist es?

_______________

2. Zeile: zwei Wörter – Wo finde ich es?

_______________ _______________

3. Zeile: drei Wörter – Wie ist es?

_______________ _______________ _______________

4. Zeile: vier Wörter – Noch ein wenig mehr Beschreibung!

_______________ _______________ _______________ _______________

5. Zeile: ein Wort – Ein Ausruf! (die Konsequenz dessen)

_______________

 

Zum Ausdrucken:

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