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Durchblick 6+ – Das tapfere Schneiderlein – Christian Theede – D 2008 – 59 min.

2.2 Informationen zum Märchen

„Das tapfere Schneiderlein“ in Film und Fernsehen

Das Grimmsche Märchen wurde mehrfach verfilmt:

1941 entstand die erste Verfilmung unter der Regie von Hubert Schonger, in der Hauptrolle Hans Hessling.

Lotte Reinigers Silhouettenfilm „Das tapfere Schneiderlein“ entstand 1953/1954 (siehe Videoteil der DVD und 8. Bonusmaterial).

1956 produzierte die DEFA „Das tapfere Schneiderlein“ unter der Regie von Helmut Spieß.

Puppentrickfilme entstanden 1964 in der DDR von Kurt Weiler und 1973 in Westdeutschland von der Augsburger Puppenkiste.

In der Zeichentrickserie „Simsalagrimm“ von 1999 war „Das tapfere Schneiderlein“ in Folge 1 zu sehen.

 

Darum geht es in dem Märchen

Mut, Abenteuerlust, Selbstvertrauen, Zuversicht, Kreativität, Cleverness.

 

Typische Merkmale des Märchens am Beispiel des tapferen Schneiderleins

„Das tapfere Schneiderlein“ gehört zu den Schwankmärchen. Schwankmärchen sind eine Zwischengattung, die Zaubermärchen und Schwank miteinander verbinden. Die Einordnung geht zurück auf Antti Aarne, der als erster eine Einteilung der Volksmärchen in Tiermärchen, den Schwank und das so genannte „eigentliche Märchen" vornahm. Der letztgenannte Typ wurde von ihm wiederum in vier Untertypen untergliedert: Novellenartige Märchen, Legendenartige Märchen, Zaubermärchen und Märchen vom dummen Teufel (Riesen).

Das Wunder im Märchen wird hier durch betrügerische Kniffe des Helden ersetzt. Das Schneiderlein bewältigt seine Aufgaben nicht durch Wunder oder mit Hilfe von Wundergaben, sondern allein durch seine Klugheit und Gerissenheit. Schwankmärchen setzen, im Gegensatz zum Zaubermärchen, den Glauben an das Wunder nur noch bei den Nebenfiguren voraus, nicht mehr bei dem Helden, der sich seiner betrügerischen Kniffe natürlich bewusst ist. Der König und sein Hofstaat sitzen dem Schneider auf. Sie denken, dass dieser sieben Menschen mit einem Streich getötet hat. Der Schneider jedoch weiß genau, dass es nur Fliegen waren. Auch die Riesen lassen sich vom Schneider hinters Licht führen und nehmen ihm seine übermenschlichen Kräfte ab. Das Schwankmärchen übernimmt vom Zaubermärchen die wunderbaren Figuren (z. B. Riesen, Einhorn). Das Wunder an sich aber fehlt.

Inhalt und Form sind typisch für ein Märchen:

Typische Sprache der Märchen:

 

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