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Durchblick 6+ – Das tapfere Schneiderlein – Christian Theede – D 2008 – 59 min.

2.3 Das Märchen in 10 Kapiteln

1. Kapitel: Sieben tote Fliegen
Länge: 4’16’’

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An einem Sommermorgen sitzt ein Schneider in seiner Kammer, ist guter Dinge und näht. Da kommt eine Bauersfrau die Straße entlang und verkauft leckeres Mus. Der Schneider bekommt Appetit und bittet die Bauersfrau in seine Kammer, um ihr etwas davon abzukaufen. Dann holt er das Brot aus dem Schrank, schneidet sich eine Scheibe davon ab und streicht das Mus darüber. Doch bevor er es isst, möchte er seine Arbeit beenden. Er legt das Brot neben sich und näht weiter. Indes lockt der Geruch von dem süßen Mus die Fliegen an, die sich in großer Zahl über das Brot hermachen. Da greift das Schneiderlein nach einem Lappen und schlägt zu. Als er ihn wegzieht, liegen nicht weniger als sieben Fliegen vor ihm tot auf seinem Brot. Das Gefühl von Stolz überkommt ihn. Die ganze Welt soll von seiner Tapferkeit erfahren. Schnell schneidert er sich einen Gürtel und stickt mit großen Buchstaben darauf „Siebene auf einen Streich!" Nun bindet er sich den Gürtel um und macht sich bereit, in die Welt hinauszuziehen. Bevor er das Haus verlässt, sucht er noch etwas, was er mitnehmen könnte. Er findet aber nichts als einen alten Käse, den er einsteckt, um sich dann auf den Weg zu machen.

 

2. Kapitel: Auf dem Schloss
Länge: 1’52’’

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Der König ist genervt vom König sein. Statt Fasan und Pastete möchte er doch so gern Pfannkuchen mit Apfelmus essen. Sein Minister Klaus dagegen würde nur allzu gern die Krone tragen und drängt den König, ihm seine Tochter Paula zur Frau zu geben. Doch Paula ist damit überhaupt nicht einverstanden und ohne ihre Zustimmung darf er sie nicht heiraten.

 

3. Kapitel: Das Schneiderlein besiegt den Riesen Lothar
Länge: 5’09’’

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Gut gelaunt wandert das kleine Schneiderlein durch Wald und Feld. Unterwegs findet er einen kleinen Vogel, der sich in einem Strauch verfangen hat. Behutsam steckt er ihn in seine Tasche und geht munter weiter, bis ihm plötzlich ein gewaltiger Riese begegnet. Er heißt Lothar. Das Schneiderlein geht beherzt auf ihn zu und fragt ihn, ob er nicht mit ihm mitgehen möchte, doch dieser nimmt ihn nicht ernst. Da knöpft das Schneiderlein den Rock auf und zeigt dem Riesen den Gürtel. Der Riese denkt nun, es wären Menschen gewesen, und bekommt ein wenig Respekt. Doch er will ihn prüfen, nimmt einen Stein in die Hand und drückt ihn zusammen, dass das Wasser heraustropft. Das Schneiderlein greift nun in seine Tasche, holt den weichen Käse und drückt ihn, bis der Saft herausläuft. Der Riese ist erstaunt, will es aber nicht glauben. Er hebt einen Stein auf und wirft ihn so hoch, dass man ihn mit Augen kaum noch sehen kann. Der Schneider will dies noch übertreffen. Er nimmt den Vogel und wirft ihn in die Luft. Dieser fliegt davon und kommt nicht wieder zurück. Erstaunt will der Riese nun prüfen, ob der Schneider auch Schweres tragen kann und führt ihn zu einem gefällten Baum. Mit einer List besteht er auch diese Prüfung. Nach einer Weile kann der Riese nicht mehr und setzt den Baum ab. Sie gehen zusammen weiter und als sie an einem Kirschbaum vorbeikommen, fasst der Riese die Krone des Baumes und gibt sie dem Schneider in die Hand. Als der Riese loslässt, schnellt der Baum in die Höhe und schleudert den Schneider in die Luft. Mit einer Notlüge erklärt er dem Riesen, er sei absichtlich über den Baum gesprungen. Als der Riese nun von seiner Tapferkeit überzeugt ist, lädt er ihn in seine Höhle ein. Furchtlos geht das Schneiderlein mit.

 

4. Kapitel: Das Schneiderlein in der Räuberhöhle
Länge: 4’24’’

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Auf dem Schloss treffen sich heimlich Prinzessin Paula und die Töchter der Köchin, Frederike. Paula möchte Klaus nicht heiraten, weiß aber, dass ihr Vater alles macht, was Klaus sagt.
Indes sitzt das Schneiderlein mit dem Riesen und seinen beiden Kumpanen in der Räuberhöhle am Tisch. Sie trinken Bier und essen Schaf. Dabei muss er den Riesen erzählen, wie er die Sieben getötet hat. Beeindruckt hören sie der Geschichte zu. Als das Schneiderlein müde wird, soll er sich in eines der großen Betten legen. Doch ihm ist das Bett zu groß und so kriecht er in eine Ecke dahinter. In der Nacht bekommen die Riesen plötzlich vor dem scheinbar überlegenen Schneider Angst. Lothar nimmt einen großen Hammer und schlägt das Bett mit einem Schlag durch. Die Riesen denken nun, sie haben den Schneider besiegt.

 

5. Kapitel: Am nächsten Morgen
Länge: 3’55’’

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Am frühen Morgen auf dem Schloss: Klaus berichtet dem König von den drei Gefahren, die das Königreich bedrohen: zwei Riesen, eine wildes Einhorn und eine wütende Wildsau. Er bedrängt den König, ihm seine Tochter zur Frau zu geben, damit er das Reich retten kann. Paula wehrt sich vehement dagegen, hat aber keine andere Wahl, wenn das Reich gerettet werden soll.

Als die Riesen den lebenden Schneider am Morgen sehen, erschrecken sie und fürchten sich so sehr, dass sie davonlaufen. Der Schneider wundert sich und setzt seine Reise munter fort.


6. Kapitel: Ein Kriegsherr kommt!
Länge: 9’45’’

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Nach einer langen Wanderung kommt das Schneiderlein in den Hof eines königlichen Palastes und da er müde ist, legt er sich neben einen Heuwagen und schläft ein. Während er so da liegt, kommen die Leute, betrachteten ihn und lesen auf dem Gürtel „Sieben auf einen Streich". Aufgeregt holen sie die königliche Armee.

Währenddessen findet sich im Schloss der Hofstaat zusammen. Der König will nun die Verlobung von Klaus und Prinzessin Paula verkünden. In letzter Sekunde treten die drei königlichen Kriegherren ein, unterbrechen die Zeremonie und präsentieren das Schneiderlein als mächtigen Kriegshelden. Sofort nimmt der König das Schneiderlein in seine Dienste, der diese auch annimmt. Klaus, dessen Verlobung durch die Einstellung des Schneiderleins verschoben wurde, ist äußerst verärgert. Indes verlieben sich Prinzessin Paula und das Schneiderlein ineinander. Doch leicht ist es nicht, seine Gefühle zu zeigen und die richtigen Worte zu finden.

Währenddessen bekommen die königlichen Kriegsherren Angst vor dem angeblichen Siebentöter und versuchen den König zu überzeugen, ihn wieder loszuwerden. Da hat Klaus eine Idee, wie alle Probleme auf einen Streich gelöst werden können.

 

7. Kapitel: Das Schneiderlein tötet die zwei Riesen
Länge: 9’03’’

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Der König bestellt das Schneiderlein zu sich und erteilt ihm eine wichtige Aufgabe. In einem Wald seines Landes hausen zwei Riesen, die mit Rauben, Morden und Brennen großen Schaden anrichten. Niemand hat es bisher geschafft, die Riesen zu töten. Für den Fall, dass er es schafft, verspricht ihm der König die Prinzessin Paula als Gemahlin und das halbe Königreich als Ehesteuer dazu. Das Schneiderlein macht sich auf den Weg und die königliche Wache folgt ihm. Als sie nun zu dem Rand des Waldes kommen, bittet es die Soldaten dort zu warten und geht allein hinein. Schon erblickt er beide Riesen schlafend unter einem Baum, stopft sich die Taschen mit Steinen voll und klettert auf den Baum hinauf. Nun wirft er den ersten Stein auf den einen Riesen. Dieser erwacht und denkt, der andere habe ihn gestoßen. Als er wieder die Augen schließt, wirft das Schneiderlein den nächsten Stein, diesmal auf den anderen Riesen. Dieser erwacht erbost und schimpft auf den anderen ein, bevor sie sich erneut hinlegen. Nachdem nun das Schneiderlein einen weiteren noch größeren Stein geworfen hat, entbrennt zwischen beiden Riesen ein Streit und beide erschlagen sich gegenseitig. Derweil versucht Klaus den König davon zu überzeugen, dass der neue Kriegsherr bereits tot ist und die Hochzeit zwischen ihm und der Prinzessin so schnell wie möglich stattfinden muss. Da erscheint plötzlich die königliche Wache mit dem Schneiderlein, der über den Tod der Riesen berichtet.

Die Reiter wollen ihm keinen Glauben beimessen und reiten in den Wald hinein: Da finden sie die Riesen in ihrem Blute schwimmen und ringsherum liegen die ausgerissenen Bäume.

 

8. Kapitel: Das Schneiderlein fängt das wilde Einhorn
Länge: 4’21’’

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Statt dem Schneiderlein seinen Lohn auszuzahlen, überzeugt Klaus den König, ihm nun auch noch das wilde Einhorn im Wald zu fangen. Gemeinsam mit den königlichen Soldaten, macht sich das Schneiderlein am nächsten Tag auf den Weg in den Wald. Davor angekommen, bittet es erneut die Soldaten, davor auf ihn zu warten. Und es dauert nicht lange bis das Einhorn kommt und auf den Schneider losgeht, als wolle es ihn aufspießen. Das Schneiderlein bleibt stehen und wartet, bis das Tier ganz nahe ist. Dann springt er flink hinter einen Baum. Das Einhorn rennt mit aller Kraft gegen den Baum und spießt sein Horn so fest in den Stamm, dass es darin stecken bleibt. Nun legt das Schneiderlein dem Einhorn einen Strick um den Hals und bringt es dem König.

 

9. Kapitel: Das Schneiderlein sperrt das wütende Wildschwein ein
Länge: 9’55’’

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Doch auch dieses Mal kann Klaus den König davon überzeugen, den Lohn noch nicht auszuzahlen und den jungen Kriegsherren noch ein drittes Mal loszuschicken. Diesmal soll er die wütende Wildsau einsperren.

An diesem Abend kommen sich der Schneider und Prinzessin Paula zum ersten Mal näher. Doch in der Nacht hören Klaus und die königlichen Soldaten, wie er im Schlaf redet und erkennen seine wahre Herkunft.

Am nächsten Morgen macht sich das Schneiderlein nichts ahnend und gefolgt von den königlichen Jägern auf den Weg in den Wald. Als das Schwein ihn erblickt, läuft es mit schäumendem Maul und gefletschten Zähnen auf ihn zu. Das schlaue Schneiderlein aber springt in eine Kapelle und gleich zum Fenster auf der anderen Seite wieder hinaus. Das Schwein lief hinter ihm her. Das Schneiderlein aber rennt außen herum und schlägt die Tür hinter ihm zu. Somit ist das wütende Tier gefangen.

Währenddessen berichtet Klaus dem König von seiner Entdeckung und fordert eine Bestrafung für den Schneider.

 

10. Kapitel: Der Schwindel fliegt auf
Länge: 6’06’’

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Als nun das tapfere Schneiderlein zum Schloss zurückkommt, verhält sich der König ihm gegenüber eigenartig. In der Nacht schleicht Prinzessin Paula in sein Zimmer und warnt ihn vor dem gemeinen Plan von Klaus. So legt er sich zu gewöhnlicher Zeit zu Bett und tut nur, als ob er schläft. Als Klaus mit seinen Soldaten das Zimmer betritt, beginnt er zu rufen: "Mach mir den Wams und flick mir die Hosen, oder ich will dir die Elle über die Ohren schlagen! Ich habe siebene mit einem Streich getroffen, zwei Riesen getötet, ein Einhorn gefangen, das Wildschwein eingesperrt und da soll ich mich vor denen fürchten, die hinter mir in meiner Kammer stehen!" Als diese den Schneider also sprechen hören, überkommt sie so große Furcht, dass sie davonlaufen, als wenn ein wildes Heer hinter ihnen wäre. Nun steht dem jungen Glück nichts mehr im Wege und das tapfere Schneiderlein bekommt Prinzessin Paula zur Frau.

 

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