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Durchblick 8+ – 7 oder Warum ich auf der Welt bin – Starost, Grotjahn – D 2010

3.5 Schule, Hausaufgaben, Pflichten

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Das ist wohl in aller Welt gleich, irgendwo im Kinderzimmer hängt dieser kleine Plan mit den Wochentagen und den Schulstunden: der Stundenplan. Er begleitet die Kinder durch ihr ganzes Schulleben.

Albrecht: „Ich denke manchmal so, wenn ich aufstehe, ich bin irgendwie ein bisschen blöd. Ich bin immer in der Kita, obwohl ich da schön ausschlafen konnte, immer früh aufgestan­den. Jetzt muss ich früh aufstehen und will aber nicht raus. Und ich konnte so viele schöne Sachen machen, die ich jetzt nicht mehr gemacht habe, aber die habe ich dann auch nicht gemacht. Dann denke ich so, na ja, muss ich eben das machen. Und dann mache ich es auch.
Und in der Kita, da ging es darum, da haben wir uns immer gestritten, wer als erstes in die Schule geht. Dann sind wir zusammen in die Schule gekommen. Und da dachte ich so, na ja, warum habe ich eigentlich gestritten? Ist ja doch nicht so super.“

Die Frage aller Fragen: Warum muss man in die Schule gehen? Und wenn man erst mal in der Schule ist, dann gibt es kein Zurück mehr. Es gibt ein Leben vor der Einschulung und ein Leben mit der Schule. Der Stundenplan bestimmt das Leben. Und die Maxime heißt immer: Man soll für eine gute Zukunft lernen.

Jonathan: „Ich bin kein begeisterter Schreiber. Ich hab eine Vier in Rechtschreibung. Und ich schreibe so was von gar nicht gern. Immer, wenn das Wort „schreibe“ kommt, dann: oh nee, nicht schon wieder schreiben. Heute habe ich genug in der Schule geschrieben. Mir ist es jetzt langweilig. Ich will nicht schreiben, ich will spielen.“

Vanessa lebt in Ecuador, in Lateinamerika. Dort müssen die Eltern für den Schulbesuch bezahlen. Vanessa weiß, dass es für ihre Eltern nicht einfach ist. Darum versteht sie gut, was ihre Mutter unter ihren Stundenplan geschrieben hat: „Lerne für die Zukunft und für einen Beruf.“

 

Fragen:

Kannst Du Dir eine Schule ohne Hausaufgaben vorstellen?

Hausaufgaben, muss das sein?

Finde Gründe dafür und dagegen.

Hausaufgaben, das ist für Kinder ein arg strapaziertes Wort, denn es gibt dieses Wort in zwei Bedeutungen. Einmal sind es die Aufgaben, die ihnen von der Schule für zu Hause aufgegeben werden. Und zum anderen erwartet die Kinder an diesem Ort noch mal das Gleiche: die Aufgaben zu Hause, die täglichen Pflichten.

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Basile: „Meine Aufgaben zu Hause: ich muss den Tisch decken, für den Nachmittag Brot holen, die Spülmaschine ausräumen, ich muss die Wäsche aufhängen mit meiner Mutter und meiner Schwester, den Fernseher abwischen und das Zimmer aufräumen, mit meiner Mutter.
Was ich am wenigsten mag, ist…Brot zu holen, weil es manchmal kalt ist oder regnet. Und was ich am liebsten mag,… den Fernseher abwischen.“

 

Fragen:

Ist es richtig, dass Kinder im Haushalt helfen sollen?

Welche Aufgaben gibt es zu tun?

Sollen sich die Kinder ihre Aufgaben selbst aussuchen?

 

(Siehe auch Arbeitsblatt 7)

 

Zum Ausdrucken:

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