
Der Drehbuchautor Albert Espinosa hat versucht, die Charaktere der Jungen und ihre Handlungen so zu beschreiben, dass an ihnen typische Verhaltensweisen im Umgang mit der Krankheit deutlich werden:
• das Nicht-Begreifen-Wollen,
• das Anderen (Verwandten, Eltern, Freunden) die Schuld zuschreiben wollen,
• die Auflehnung gegen die Krankheit,
• das ruhiger damit umgehen zu können.
Miguel ist 14 Jahre alt. Da man bei ihm Krebszellen am Schienbein entdeckt hatte, wurde ihm ein Bein amputiert. Miguel zeigt im Film zwei Gesichter. Der fröhliche, vergnügte, sportliche und lebenslustige Miguel kann die anderen mitreißen. Er lenkt sie von ihrer Krankheit ab und appelliert an ihre eigene Stärke. Der einsame, traurige und manchmal auch gegenüber der Schwäche der anderen verständnislose Miguel redet nicht über seine Gefühle. Er zieht sich zurück und kann auch aggressiv werden. Doch die abweisende Seite Miguels ist nicht allein ein Zeichen seiner Krankheit. Er fühlt sich einsam und allein gelassen von seinen Eltern, da sie sich scheiden liessen. Das ist ein Problem, das Miguel mit vielen Kindern und Jugendlichen teilt. Vielleicht wünscht er sich auch einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester. Denn, wenn Miguel in der Babystation ist, erzählt er von seinen Träumen. Auch dem Jungen am Besuchstag hat er erlaubt, seinen Beinstumpf zu berühren.
Vergleicht dazu die Schlüsselszenen mit Miguel im Film, die in der Bildergeschichte beschrieben werden (Datei „Die Filmstory in 25 Bildern“): Bild 5 (Kapitel 3), Bild 7 (Kapitel 4), Bild 19 (Kapitel 9), Bild 21 (Kapitel 10)
Dani gehört auch zu den Glatzköpfen. Doch er ist derjenige, der auch seine eigenen Wege geht. Als ihm ein junges Mädchen im Krankenhaus auffällt, versucht er mit ihr in Kontakt zu kommen. Das ist nicht ganz einfach. Denn Gloria ist abweisend. Sie hat Angst vor anderen Menschen. Doch Dani weiß, wie man mit Abweisungen umgehen kann. Er bleibt hartnäckig. Die Freundschaft zu Gloria kann ihm in seiner Angst helfen. Dani weigert sich, eine Chemotherapie durchzuführen. Doch nachdem er von Pepinos Tod erfahren hat, willigt er ein, mit Gloria einen ‚Pakt für das Leben’ zu schließen. Wie wichtig ihm Gloria ist, zeigt sich in seinem Streit mit Miguel. Er verteidigt sie und wehrt sich gegen Miguels abfällige Bemerkungen über ihr Äußeres.
Vergleicht dazu die Schlüsselszenen mit Dani im Film, die in der Bildergeschichte beschrieben werden (Datei „Die Filmstory in 25 Bildern“): Bild 13 (Kapitel 6), Bild 18 (Kapitel 9), Bild 19 (Kapitel 9), Bild 20 (Kapitel 10), Bild 22 (Kapitel 11)
Izans Stärke ist die Mittler-Rolle. Er kann sich gut in seine Freunde einfühlen, er ist aber auch offen für die Nöte von Jorge, dem Neuen. Er sagt, dass er das kann, weil er sich noch gut an seine eigene Angst erinnert. So gelingt es Izan, seine Angst mit den anderen zu teilen, indem er sich um sie kümmert. Vor allem bei Miguel wird dies deutlich. Beim Streit mit Dani weist er auf Miguels Einsamkeit hin. Und er mischt sich noch mehr ein, als er die Num2 mer von Miguels Vater wählt. In einer Szene geht es nur um ihn. Izan erhält endlich seine Beinprothese. Nun steht er nach langer Zeit wieder „auf eigenen Beinen“. Am Anfang ist das sehr ungewohnt. Doch seine Freunde helfen ihm dabei. In dieser Szene spürt man, dass Izan beliebt ist. Erwird von den anderen gemocht.
Vergleicht dazu die Schlüsselszenen mit Izan im Film, die in der Bildergeschichte beschrieben werden (Datei „Die Filmstory in 25 Bildern“): Bild 6 (Kapitel 3), Bild 7 (Kapitel 4), Bild 11 (Kapitel 6), Bild 18 (Kapitel 9), Bild 21 (Kapitel 10)
Pepino ist einer der Glatzköpfe. Er spielt im Basketballteam und macht auch sonst allen Unsinn mit. Doch man spürt auch, Pepino hat Angst vor dem Block. Der Block droht, wenn die Metastasen sich gebildet haben und eine Chemotherapie ansteht. Pepino ahnt, dass es nicht gut für ihn ausgehen wird, als er kein Mittagessen bekommt. Denn ihm wird Blut abgenommen. Die Messwerte entscheiden, ob er körperlich in der Lage ist, eine Chemotherapie durchzustehen. Die Freunde begleiten ihn dann zur Station. Jeder von ihnen kennt die Situation. Was sie allerdings nicht mehr erfahren ist, dass Pepino nach Hause entlassen worden ist, weil seine Erkrankung sich akut verschlechtert hat. Pepino stirbt, ohne, dass die Freunde ihn wieder gesehen haben.
Vergleicht dazu die Schlüsselszenen mit Pepino im Film, die in der Bildergeschichte beschrieben werden (Datei „Die Filmstory in 25 Bildern“): Bild 8, (Kapitel 4), Bild 20 (Kapitel 10)
Für Jorge geht es im Film am Besten aus. Seine Zyste stellt sich als gutartig heraus, er hat keinen Krebs. Doch anhand der Szenen mit Jorge erfährt der Zuschauer auch, wie sich die anderen Glatzköpfe zu Beginn ihres Krankenhausaufenthaltes verhalten haben. Auch bei ihnen entdeckte man in ihren Knochen eine Geschwulst. Bei jedem wurde eine Biopsie durchgeführt. Doch bei ihnen war die Zyste bösartig, ein Bein wurde ihnen abgenommen. Was aber sicher vergleichbar war, sie hatten sich so gefühlt und auch so verhalten wie Jorge. Jorge ist am Anfang abweisend zu Izan. Er geht auf keinen Annäherungsversuch ein. Er weigert sich auch, im Basketballteam mitzuspielen. Erst nach dem Besuch seines Freundes Ramon spürt er, dass ihn die Glatzköpfe besser verstehen. Sie wissen um seine Gefühle. Sie haben die Krankheit, vor der seine Freunde Angst haben. So lässt er sich mit dem Schattenspiel aufmuntern. Er beherzigt Izans Rat mit dem Sprichwort vor der Operation. Obwohl er erfährt, dass er doch nicht zu den Glatzköpfen gehört, bleiben sie Freunde. Er spielt mit als Center beim Basketballspiel. Und da ist er schlechter als erwartet. Aber das macht nichts. Das Fest nach dem Spiel gibt ihm die Möglichkeit, sich von seinen neuen Freunden zu verabschieden. Die Glatzköpfe haben nun einen Freund, der zwar keinen Krebs hat, der aber ihre Krankheit versteht.
Vergleicht dazu die Schlüsselszenen mit Jorge im Film, die in der Bildergeschichte beschrieben werden (Datei „Die Filmstory in 25 Bildern“): Bild 2 (Kapitel 1), Bild 6 (Kapitel 3), Bild 12 (Kapitel 6), Bild 15 (Kapitel 7), Bild 16 (Kapitel 8), Bild 23 (Kapitel 11), Bild 24 (Kapitel 12).