
Ein brennender Bus, der eigentlich von Brcko nach Sarajevo fahren sollte. Der Wagen fiel einem Angriff während des Bosnienkrieges zum Opfer. Als Samir die Überreste des Busses sah, dachte er, dass seine Tochter darin verbrannt war. Denn die zweijährige Aida sollte mit den anderen Kindern in einem solchen Bus aus dem eingekesselten Brcko evakuiert und in Sicherheit gebracht werden. Ihre Mutter, Senada, konnte nicht bei ihrer Tochter sein. Sie wurde in einem Lager gefangen gehalten. Dort hatte sie Schreckliches erlitten. Das Bild des brennenden Busses wird begleitet von einer Kinderstimme, die „Wenn ich ein Vöglein wär´“ singt. Das Lied erinnert an die Trennung und die Unmöglichkeit für das Kind, wieder zu seinen Eltern zurückzukommen.
Senada entdeckt in einer deutschen Zeitung ein Bild, das Kinder zeigt, die während des Krieges in einen Bus steigen. Auf dem Bus steht klar erkennbar geschrieben „Laser-Brcko“. Sie erkennt auf dem Bild das Kind eines Nachbarn, das seitdem ebenso wie ihre Tochter als vermisst gilt. Sie glaubt auch ein zweijähriges Mädchen zu erkennen. Das könnte vielleicht ihre Tochter sein. Das Bild stammt aus einer deutschen Zeitschrift, die Kunden der Immobilienfirma, für die sie jetzt arbeitet, im Auto vergessen hatten. Ihre Freundin hatte sie beim gemeinsamen Discoabend auf den Artikel aufmerksam gemacht. Senada ist entschlossen, dieser Spur nachzugehen. Ihre Freundin warnt sie. Sie weiß, dass Senada immer noch daran glaubt, dass ihre Tochter lebt. Doch nach der letzten erfolglosen Suche war Senada so verzweifelt, dass sie in psychiatrische Behandlung kam.
Senada fährt mit dem Bild in ihre Heimatstadt Brcko. Sie sucht dort Samir, von dem sie sich nach dem Krieg getrennt hatte. Samir arbeitet auf dem Markt und verkauft dort Textilien. Er ist nicht sehr erfolgreich und hat nach dem Krieg nicht mehr wieder richtig Fuß fassen können. Senada möchte Samir davon überzeugen, mithilfe des Bildes die Suche nach Aida wieder aufzunehmen. Doch Samir ist vorsichtig. Auch bei ihm sitzt der Schmerz tief. Er scheint die Trennung von Senada noch nicht überwunden zu haben. Auch macht er sich Sorgen um sie. Er gibt ihr zwei Gegenstände. Einen blauen Pullover, den Senada damals zurückgelassen hat, und ein Bild, das ihn mit Aida zeigt. Aida schneidet das Gesicht von ihrer Tochter heraus. Es soll ihr bei der Suche helfen.
In Brcko bekommt Senada wichtige Hinweise. Beim Roten Kreuz bestätigt ihr eine Mitarbeiterin, dass die Kinder noch mit einem Bus aus der eingekesselten Stadt herausgebracht werden konnten. So macht sich Senada auf die Suche nach dem Busfahrer, der auch auf dem Bild zu erkennen ist. Doch bei der ehemaligen Busgesellschaft, für die er gefahren ist, trifft sie nur seinen Bruder an. Dieser erzählt, dass sein Bruder gestorben ist, als eine Granate sein Haus zerstört hatte. Doch er kann sich auch daran erinnern, dass sein Bruder die kranken Kinder durch den Transport in das deutschsprachige Ausland retten konnte. Denn von jener Fahrt hat er Waschpulver in einem deutsch beschrifteten Karton mit nach Hause gebracht. Senada ist aufgeregt. Aida war damals krank. Sie hatte Asthma. Sie überredet Samir, ihr das Geld, das der illegale Grenzübertritt kosten würde, zu leihen. Denn Dzigera, der Schmuggler, hat einen Preis verlangt, den sie selbst nicht bezahlen kann.
Senada kommt versteckt in einem Fischkutter illegal über die Grenze. Geschützt in einem Taucheranzug kauert sie in einem Behälter, getarnt durch frisch gefangene Fische. In Slowenien wird sie bei den verlassenen Salinen von Pirna wieder von Dzigera aufgesammelt, der sie mit anderen Illegalen nach Italien bringt. Den heimlichen Weg Senadas über die Grenze „nach Europa“ gehen viele, deren Lebensgrundlage im Krieg zerstört wurde.
Nach einer Odyssee von sechs Wochen und der erfolglosen Suche in anderen Städten kommt Senada nach Ulm. Auch hier führt sie ihr erster Weg ins städtische Jugendamt. Sie trifft auf Frau Jandrasko, die ihr zuerst vage Hoffnungen macht. Frau Jandrasko konnte sich an ein Mädchen in Aidas Alter erinnern, die Asthma hatte. Senada belauscht das Gespräch zwischen Frau Jandrasko und ihrer Mitarbeiterin. Die beiden vergleichen das Bild, das Senada von Aida mitgebracht hat, mit dem kleinen Mädchen, das vor neun Jahren in Ulm zur Adoption freigegeben wurde. Dem Aussehen nach könnte es sich um Aida handeln. Senada gibt der Frau ein Streichholzheft mit der Adresse der Pension „Dubrovnik“, in der sie Unterschlupf gefunden hat. Hier erfährt sie Hilfe von Marija, einer Landsmännin. Sie führt die Pension für ihren Freund Toni. Auch Marija kam nach dem Krieg nach Deutschland um ein neues Leben anzufangen.
Doch nur wenig später nach ihrem Besuch im Jugendamt erfährt Senada die niederschmetternde Nachricht. Das Mädchen sei doch nicht Aida, sagt Frau Jandrasko. Es täte ihr leid, sie habe sich getäuscht. Was Senada allerdings ahnt: Frau Jandrasko lügt. In Wahrheit hat sie herausgefunden, dass Aida nun Kristina Heinle heißt und in Lonsee wohnt, einem Ort in der Nähe von Ulm. Senada ist verzweifelt, aber sie lässt sich nicht mehr aufhalten. Sie stellt Frau Jandrasko zur Rede und pocht auf ihre Rechte als Mutter. Doch diese sagt ihr ins Gesicht: „Sie sind nicht die einzige die Recht hat. Die anderen haben auch Rechte.“ Damit gibt sich Senada nicht zufrieden. Sie sucht im Jugendamt nach weiteren Spuren ihrer Tochter und entwendet den PC von Frau Jandrasko. Den entscheidenden Hinweis über Aidas neue Identität findet sie jedoch auf einem Notizzettel.
Senada geht zu der Adresse der Familie Heinle. Sie beobachtet, dass die Eltern das Haus verlassen. Doch sie kann auch sehen, dass sich noch jemand im Haus befindet. Aufgeregt ruft sie von einer Telefonzelle die Nummer der Heinles an. Eine Mädchenstimme meldet sich. Senada spricht vor Aufregung in ihrer Muttersprache. Sie sagt „Aida“ zu dem Mädchen, und dass sie seine Mutter ist. Sie stammelt auch auf Deutsch „hier ist deine Mutter“. Kristina versteht sie nicht und hängt ein. In der Pension wartet Frau Jandrasko, um Senada zur Vernunft zu bringen. Sie weiß nichts davon, dass Senada bereits versucht hat, Aida zu treffen. Sie wird Senada wegen des Diebstahls nicht melden und verspricht zu helfen, aber nur unter der Bedingung, dass Senada keinerlei Kontakt mit den Pflegeltern aufnimmt.
Senada erfährt eine weitere schlechte Nachricht. Frau Jandrasko hat herausgefunden, dass sich in der Akte von Aida eine Einverständniserklärung für die Behandlung von Aida im Ausland befindet. Da Senada damals nicht unterschrieben hatte, war es wohl Samir, der Vater. Danach war auch die folgende Adoption rechtmäßig, da die Eltern als verschollen galten und Aida rechtmäßig in Deutschland war. Senada ist am Boden zerstört. Sie ruft nachts Samir an und macht ihm schwere Vorwürfe.
Senada gibt nicht auf. Heimlich nimmt sie Kontakt zum Adoptivvater auf, dem sie allerdings ihre wahre Identität verschweigt. So gelangt sie auch in das neue Heim ihrer Tochter. Sie sieht, dass die Heinles sehr wohlhabend sind und dass für Aida gut gesorgt wird. Aida ist nicht zu Hause. Nur einige Spuren deuten darauf hin, dass sie hier lebt: ein selbst bemalter Keramikteller mit den Händen Aidas und Fausthandschuhe, aus denen sie schon herausgewachsen sein muss. Der Adoptivvater versteht Senadas Interesse dagegen nur in seinem Sinne. Denn ihm gefällt die junge Frau. Sie erinnert ihn an sein Leben vor der Ehe, als er noch ungebunden war und viel ins Ausland reisen konnte. In der Garage kommt es zum Übergriff. Ohne Senada zu fragen wird er zudringlich. Er will mit ihr schlafen. Senada ist wie erstarrt. Die Lampe in der Garage, die an ihrem Gesicht hin und her pendelt, scheint sie an eine ähnliche, aber leidvollere Situation während des Krieges zu erinnern. Sie wehrt sich, läuft hinaus und gibt sich als Mutter von Kristina zu erkennen.
Senada sucht nun auch den Kontakt zur Adoptivmutter. Es kommt zu einem ersten Gespräch. Frau Heinle erklärt Senada, dass sie immer dachten, die Eltern von Kristina seien im Krieg gestorben. Senada entgegnet darauf: „Ich war tot, jetzt lebe ich wieder.“ Senada ist tief bewegt und dankt Frau Heinle dafür, dass sie sich so gut um Aida gesorgt hat. Jetzt möchte sie aber ihre Tochter zu sich nach Hause nehmen. Frau Heinle ist verängstigt. Sie wird immer abweisender und härter. Sie pocht darauf, dass sie für Kristina immer da gewesen und somit ihre richtige, eigentliche Mutter sei. Sie weist Senada ab. Nach dem Gespräch geht Senada verstört in die Bäckerei. Dort gibt ihr die Verkäuferin den Brief vom Adoptivvater, in dem er sich bei ihr für sein aufdringliches Verhalten entschuldigt.
Frau Heinle ist tief aufgewühlt. Nachts versucht sie mit ihrem Mann über das plötzliche Auftauchen von Senada zu reden, über deren so offensichtliche Ähnlichkeit mit ihrer Tochter. Doch Lars Heinle lässt sich auf kein Gespräch ein. Als sie am nächsten Morgen allerdings bemerkt, dass Kristina ins Bett gemacht hat, deutet sie dies als Zeichen von Angst, einer unbewussten Verunsicherung und Reaktion auf die neue Situation. Sie beschließt, mit allen Mitteln das Zusammentreffen mit Senada zu verhindern. Kristina weiß nicht, dass sie adoptiert wurde. Frau Heinle beschwert sich bei Frau Jandrasko darüber, dass Senada die Adresse erfahren hatte. Sie droht, die Polizei einzuschalten und Senada ausweisen zu lassen. Frau Jandrasko ist darüber entsetzt, dass Senada nun doch Kontakt aufgenommen hat. Sie versucht Senada davon zu überzeugen, nach Hause zurückzukehren und eine rechtliche Lösung abzuwarten. Was sie nicht weiß ist, dass inzwischen der Vater, Samir, nach Ulm gekommen ist, um Senada zu helfen.
Senada sieht zum ersten Mal ihre Tochter. Der Adoptivvater hat sie zu einem Eishockeytraining von Kristina mitgenommen. Sie spielt recht erfolgreich bei den Ulmer „Pinguinen“. Doch Senada gelingt es noch nicht, direkt auf das Mädchen zuzugehen und mit ihr zu reden. Sie sieht ihr nur fasziniert zu, wie sie sich auf dem Eis bewegt. Als sie allen Mut zusammen nimmt, um sich im Umkleideraum nun doch vorzustellen, ist dort die Adoptivmutter. Sie hat Kristina gerade einen neuen Schläger geschenkt. Ohne, dass das Mädchen etwas davon merkt, kommt es zu einer weiteren heftigen Auseinandersetzung zwischen beiden Müttern. Die Adoptivmutter sagt: „Kristina braucht sie nicht. Begreifen sie das endlich.“ Daraufhin gibt ihr Senada den Brief ihres Mannes.
Senada ist erschöpft und weiß nicht mehr, was sie machen soll. Vor dem Schaufenster mit den Pinguinen in der Winterlandschaft sinkt sie nieder und denkt nach. Sie muss sich entscheiden. Nach dem Rauswurf aus der Pension hat sie keine Bleibe mehr. Die Adoptivmutter hat ihre Drohung wahr gemacht. Nachdem sie ihren Mann verlassen hat, hat sie auch die Polizei verständigt. Diese hatte Senada allerdings nicht finden können, denn sie war mit Samir unterwegs. Zum ersten Mal kam es zu einem klärenden Gespräch zwischen ihm und Senada, in dem er ihr erzählte, was sich damals in Brcko abgespielt hatte. Auch er möchte nun seine Tochter, die er für tot geglaubt hatte, nicht wieder verlieren. Vor allem aber möchte er mit Senada neu anfangen.
Es kommt zur ersten „richtigen“ Begegnung zwischen Senada und ihrer Tochter. Diese dauert zwar nur wenige Sekunden. Doch Senada gelingt es endlich, etwas von ihrer Tochter zu fühlen. Zum ersten Mal sagt sie Kristina zu ihr. Senada versteht nun, dass sie alleine, ohne Kristina zurückkehren muss. Auch Samir hat verstanden, dass eine gewaltsame Entführung, die er in seiner Verzweiflung mit Dzigera geplant hat, seiner Tochter nur schaden würde. Auf der Heimfahrt legt Senada ihren Kopf auf Samirs Schultern. Ihnen bleibt die Hoffnung auf einen gemeinsamen Neuanfang.