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Durchblick 6+  –  Tischlein deck dich  –  Ulrich König  –  D 2008  –  57 min.

2.4 Die Hauptfiguren

Max Klopstock

Max ist der jüngste Bruder. Er ist ein wenig tollpatschig und ungeschickt und wird weder von seinem Vater noch von Lotte, in die er unsterblich verliebt ist, ernst genommen. Er ist der kleine Bruder, der nichts richtig macht und erst noch erwachsen werden muss. Doch Max will in die Welt hinaus. Er ist neugierig, möchte fremde Länder bereisen und vor allem ein Handwerk erlernen und selbst Geld verdienen. Was es für ein Handwerk sein soll, weiß Max allerdings noch nicht. Doch eines steht für ihn fest. Er will es allen zeigen und dabei hat er immer ein Lächeln auf dem Gesicht.

Immer wieder muss Max seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, sich durchsetzen und den Menschen zeigen, dass er genau so gut ist wie andere auch.

So zweifelt der Schneidermeister anfangs stark an seinen Fähigkeiten und die neuartige Hose mit den Trägern stößt erst einmal auf Abneigung. Auch als sich die Brüder nach Jahren wieder sehen, belächeln sie ihren kleinen Bruder noch immer. Wer von seinem Meister nur einen Holzknüppel bekommt, scheint ja nicht viel geleistet zu haben. Doch Max gibt nie auf und schaut immer nach vorn. Und das zahlt sich schließlich aus. Seine neue Hosenkreation befreit den Schneider und seine Frau von ihren Schulden bei einem reichen Gutsherren und mit seinem Ideenreichtum und dem „Knüppel aus dem Sack“ holt er die gestohlenen Geschenke der beiden Brüder zurück.

Emil und Jockel Klopstock

Emil und Jockel sind die beiden älteren Brüder von Max. Sie sind alt genug und dürfen auf Wanderschaft ziehen, um ein Handwerk zu lernen. Beide nehmen ihren kleinen Bruder Max nicht immer ganz ernst, auch nach Jahren nicht. Jockel wird Tischler und Emil Müller. Beide beenden ihre Lehrzeit erfolgreich und erhalten von ihren Meistern ein besonderes Geschenk. Doch beide lassen sich von den Wirtsleuten täuschen und bemerken nicht, dass ihre wertvollen Zaubergeschenke heimlich vertauscht werden. Auch als sie offensiv versuchen, ihr Eigentum zurückzufordern, scheitern sie. Am Ende müssen sich beide eingestehen, dass ihr kleiner Bruder erwachsen und selbstständig geworden ist.

Vater Klopstock

Vater Klopstock ist ein armer Mann und hat nur eine einzige Ziege. Er lebt allein mit seinen drei Söhnen, die er alle gleichermaßen sehr liebt. Doch auch er traut seinem Jüngsten nicht viel zu, vor allem nicht, dass dieser es schafft, allein in die Welt zu gehen und für sich zu sorgen. Stattdessen lässt er ihn einfachste Tätigkeiten auf seinem Hof erledigen und schickt ihn auf die Wiese, die Ziege Berta zu füttern. Als diese behauptet, nicht satt zu sein, ist er von Max sehr enttäuscht. Er glaubt der Ziege und sieht sich in seiner Meinung über seinen Sohn bestätigt. Als er jedoch später von Lotte erfährt, dass die Ziege gelogen hat, trifft ihn das sehr. Einsam und traurig bleibt er auf seinem Hof zurück. Umso mehr freut er sich, als seine Söhne eines Tages wieder zurückkommen und er alle drei in seine Arme schließen kann. Dabei nutzt er die Gelegenheit, um sich bei Max zu entschuldigen. Auch er muss erkennen, dass Max inzwischen ein eigenständiger Mann geworden ist.

Lotte

Lotte ist ein junges Mädchen aus der Nachbarschaft. Sie ist im gleichen Alter wie Max und mag ihn sehr, obwohl auch sie seine Tollpatschigkeit belächelt. Beide fühlen sich von einander angezogen. Als Max eines Nachts den Hof verlässt, ohne sich zu verabschieden, ist sie sehr traurig. Voller Hoffnung wartet sie auf dessen Rückkehr, ohne zu wissen, wann dies der Fall sein wird. Doch sie vertraut ihm. Im Gegensatz zu ihrer Mutter, die Max für einen Nichtsnutz hält und ihre Tochter mit einem wohlhabenden Bauernsohn verheiraten will, um die Familie finanziell zu retten. Lotte weigert sich jedoch. Als sie aber mitbekommt, dass alles bereits geplant ist und die Hochzeit bald ansteht, schleicht sie sich heimlich aus dem Haus und flieht. Sie kommt bei Vater Klopstock unter und kann zum Schluss ihren Max in die Arme schließen, der auch immer an sie gedacht hat.

Der Schneider und seine Frau

Der Schneidermeister und seine Frau sind brave, fleißige aber sehr arme Leute. Sie können sich finanziell gerade so über Wasser halten. Die Frau des Schneiders bietet dem jungen Max eine Lehrstelle an. Der Schneidermeister ist von dieser Idee zunächst nicht begeistert und traut dem Jungen das Erlernen des Handwerks nicht zu. Als dieser seine erste Hosenkreation präsentiert, ist er zunächst entsetzt und enttäuscht. So etwas kann man nicht gebrauchen. Doch als der Gutsbesitzer Hagen seine Schulden eintreiben will, wird er auf die neuartige Latzhose aufmerksam, welche Max angefertigt hatte. Die Schneiderleute erlangen so ungeahnten Wohlstand und sind von ihren Schulden befreit. Dafür sind sie Max sehr dankbar und schenken ihm einen magischen „Knüppel aus dem Sack“.

Wirt und Wirtin

Die Wirtsleute sind die „Bösewichter“ in diesem Märchen. Sie sind misstrauisch, missgünstig und gierig. Heimlich beobachten sie Jockel und Emil und sind von ihren Wundergaben so angetan, dass sie diese um jeden Preis haben wollen. So vertauschen sie das Tischlein und den Esel und lassen ihre Opfer nichts ahnend gehen. Als Emil und Jockel ihr Eigentum zurückfordern, verjagen sie die beiden. Sie freuen sich über ihren neuen Reichtum und nutzen diesen schamlos aus. Als Max ihr Wirtshaus betritt und sein „überaus wertvolles“ Gepäck sicher wissen will, werden die beiden erneut hellhörig und schleichen sich in der Nacht in Max Zimmer, um sein Gepäckstück stehlen. Erst als sie heftige Prügel eingesteckt haben, geben sie kleinlaut die Geschenke und das Geld, was sie dem Esel entlockt haben, zurück.

 

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