
Durchblick 8+ – Übergeschnappt – Knetter – M. Koolhoven – NL 2005 – 81 min.
Ein Film besteht aus vielen einzelnen Fotografien, die so schnell durch den Filmprojektor laufen, dass der Zuschauer meint, er sieht nur ein Bild, auf dem sich etwas bewegt.
Für einen Film wird die Bewegung von der Kamera jedoch in Einzelbildern festgehalten. Wenn die Aufnahmen mit der gleichen Geschwindigkeit wieder abgespielt werden, sieht es auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm so aus wie vorher in der Wirklichkeit.
24 Bilder in einer Sekunde ist die allerbeste Geschwindigkeit für unsere Augen. Darum werden mit der Kamera 24 Bilder in einer Sekunde gedreht. Dabei wird jede Bewegung in kleine Abschnitte aufgeteilt. Wenn du einmal einen Filmstreifen anschaust, kannst du das gut erkennen.
Wenn du ausrechnen möchtest, wie viele Bilder ein 90 Minuten langer Film hat, dann musst du 24 Bilder x 60 Sekunden x 90 Minuten nehmen. Das ergibt 129.600 Bilder.
Entdeckst du auf den folgenden 24 Bildern die Veränderungen durch die Bewegung?
Natürlich nimmt die Kamera immer gleich mehrere Bilder nacheinander auf. Genau so viele, wie benötigt werden, um einen bestimmten Ablauf zu zeigen. Eine solche Folge von Aufnahmen, bei der die Kamera ohne „Stopp“ filmt, nennt man Einstellung.
Hier siehst du eine Einstellung von der singenden Bonnie.
Die Kamera bleibt aber beim Drehen nicht auf einem Fleck stehen – die Geschichte wird vielmehr aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Aus vielen verschiedenen Einstellungen entsteht nach und nach eine Szene. Zu einer Szene gehören alle Einstellungen, die am gleichen Ort zur gleichen Zeit spielen und in der Handlung miteinander verbunden sind. Hier siehst du fünf Einstellungen aus der Szene in der Schule, als Bonnies Mutter Bonnie von der verunglückten Großmutter erzählt.
Die einzelnen Einstellungen werden erst nach den Dreharbeiten miteinander verbunden. Während der Dreharbeiten werden sie alle durchnummeriert, so dass die Filmemacher später noch wissen, auf welchem Filmteil welche Aufnahmen sind. Als Filme noch auf Zelluloid gedreht wurden, wurden die Aufnahmen später am Schneidetisch gesichtet, zerschnitten und neu zusammengeklebt. Daher stammt der Ausdruck Schnitt für diese Tätigkeit. Ein anderer Fachbegriff dafür ist Montage. Heute werden die meisten Filme am Computer geschnitten.
Beim Schnitt muss man sehr aufpassen, dass die Bilder auch logisch zueinander passen. Hier siehst du einige Bilderfolgen nach dem Schnitt:
Kannst du erklären, warum solche Schnitte die Geschichte spannender machen?
Eine Sequenz ist nach der Szene die nächstgrößere Einheit eines Films. Sie besteht aus mehreren Szenen, die zusammengenommen eine eigene kleine Geschichte bilden. Der Schulausflug von Bonnies Klasse beispielsweise ist eine Sequenz. Die Szenen spielen vor Bonnies Haus, im Schlafzimmer der Mutter, im Bus, im Zoo und vor der Schule, aber sie gehören alle zusammen und erzählen, was Bonnie vor, während und direkt nach dem Ausflug erlebt.
Weißt du noch, welche Szenen zur Schluss-Sequenz gehören?
Überlege, welche Situationen dazugehören.
Schreibe auf, wo die Szenen spielen.
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