BJF - durchblick-filme.de

Durchblick 4+ - Bald ist Weihnachten ... - Ausgewählte Filme und Bilderbuchkinos

Das Eisschloss

Von Marjaleena Lembcke erzählt und von Heike Ellermann gestaltet.
Lappan Verlag. Oldenburg 2001.

Inhalt

In einem Eisschloss leben glücklich und zufrieden der Eiskönig, die Eiskönigin und die Prin­zessin. Der König hat einen langen, schneeweißen Bart und strahlend blaue Augen. Die Königin wird Lilienweiß genannt und spaziert gern durch das Schloss, begleitet von Königs­pinguinen. Eissternchen, die Tochter, bewundert die Eiskristalle am Fenster. Alles war gut, bis der König sagte: „Bald wird sie kommen.“ Fröstelnd zieht Eissternchen ihren Schnee­mantel fester um ihren Körper und meint, man müsse das allen sagen, dem ganzen Volk und besonders der Königin.

Der König verkündet es dem ganzen Volk, bittet, Ruhe zu bewahren und an die Zukunft zu glauben. Die großen Veränderungen sollten hingenommen werden.

Wer ist sie? Es ist die Sonne, die ihre feurigen Strahlen über allem ausbreitet. Nach und nach schmilzt alles dahin: Der Thron, das Eisschloss, der Eisberg, einfach alles. Das ganze Eis­volk wird von tosendem Wasser mitgerissen. Tröstend erklingt aus den Fluten die Stimme des Königs: „Der Sommer ist kurz. Im nächsten Winter treffen wir uns alle wieder.“

Die Gestaltung des Buches durch Heike Ellermann, in blauen, weißen und grauen Farben, collagenartig mit unterschiedlichen Materialien, regt die Kinder an, ihre Collagen zu gestal­ten. Sie erzählen viel über jede Seite des Buches, machen sich gegenseitig auf Feinheiten aufmerksam: „Das ist bestimmt der Tränenschleier. Wenn man weint, kann man ja nicht so gut gucken. So sehen das die Augen der Prinzessin.“

Das Eisschloss war in der Auswahl zum Troisdorfer Bilderbuchpreis 2002.

Zu den Autorinnen

Marjaleena Lembcke wurde 1945 in Kokkola/ Finnland geboren, studierte Theaterwissen­schaft und von 1972-75 Bildhauerei an der Kunstakademie Münster. Sie ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn, lebt in Greven und schreibt Bücher für Kinder und Erwach­sene.

Obwohl ihre Bücher von ihrer Heimat handeln, sind sie noch nie in finnischer Sprache er­schienen. Sie begann in Deutschland auf Finnisch zu schreiben, hörte dann aber auf, weil sie zu wenig Kontakt zu ihrer Muttersprache hatte. Die deutsche Sprache war ihr lange Zeit zu fremd und erst nach ihrem Studium fand sie wieder Worte und schreibt seitdem kontinu­ierlich. In Finnland schrieb sie Lyrisches, was sie aber nicht publizierte.

Jedes Jahr verbringt sie mehrere Wochen in ihrer Heimat auf Grund von Sehnsucht und um Erinnerungen aufzufrischen, nach denen sie ihre Geschichten schreibt.

Heike Ellermann wurde ebenfalls 1945 geboren, in Kolmar an der Warthe. Ihre Kindheit ver­brachte sie in Nienburg an der Weser. Sie studierte auf das Lehramt und Kunst in Braun­schweig, Tübingen und Oldenburg. Im Schuldienst war sie als Lehrerin und Diplompädago­gin tätig, u.a. in Frankreich. Sie arbeitete auch in der Erwachsenenbildung und hatte Lehrauf­träge an der Universität Oldenburg. Seit 1982 ist sie freischaffende Malerin, Illustratorin und Autorin. Von 1999 bis 2002 war sie Mitglied der Jury für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Heike Ellermann lebt in Oldenburg und im französischen Languedoc.

Aktionen vor der Vorführung:

Die Kinder werden neugierig gemacht durch große Eisbarren, die vorher im Gefrierschrank relativ haltbar gemacht wurden. Man kann Wasser in verschiedenen Gefäßen einfrieren und zum Ort des Geschehens bringen. So sehen die Kinder schon während des Lesens oder Betrachtens der Bilder, wie schnell oder langsam Eis schmilzt.

Wird das Wasser in Blechdosen eingefroren, können die Kinder mit diesen runden Klötzen Türme bauen oder ein Eisschloss. Sie sollten dabei aber Handschuhe tragen, weil die kleinen Hände sonst zu schnell frieren.

Buntes Eis kann aus Säften in Eiswürfelbehälter gefroren werden. Die sollten allerdings recht klein sein. Während sie die Bilder des Buches an der Wand betrachten, können sie das Eis genüsslich lutschen.

Aktionen nach der Vorführung:

Collage

Auf Tischen liegt unterschiedliches Papiermaterial in Blau-, Grau- und Weißtönen. Eiszapfen können aus verschiedenen Papieren gerissen werden. Bleistifte sollten da sein, Kleber wird benötigt, ein weißes DIN A 3- oder DIN A 4-Blatt dient als Unterlage, auf dem alles andere an Material aufgeklebt werden kann. Auch Mullbinden wären schön. Kinder haben damit zumeist gute Ideen, Watte wird für Haare, Bart oder die Landschaft gebraucht.

Zeichnung

Dunkelblaue Papierreste aus der Druckerei bilden die winternächtliche Grundlage, auf die mit unterschiedlichen weißen Stiften wunderbar gezeichnet werden kann. Hellgelb und –rosa sind auch erlaubt, weil diese ebenfalls im Buch vorkommen. Die Kinder empfinden das blaue Papier als Zaubermaterial, auf dem der weiße Stift interessante Spuren hinterlässt. Kleinere Papiere können mittig gefaltet werden und Weihnachtskarten ergeben.

Theaterspiel

Viele weiße Kleidungsstücke in einem Korb regen Kinder an, sich als Eiskönigsfamilie zu verkleiden. Kronen aus goldenem Papier werden geklebt, die Rollen verteilt. Die Kinder rezitieren den Text des Buches, können auch in ihren Kostümen über den Weihnachtsmarkt gehen und andere Kinder zu den Aktionen mitbringen. Wenn viel Zeit zur Verfügung steht, können sie auf einer Bühne das Stück vorspielen. Der Weg ist das Ziel, sagt man. Das ist wichtig. Ihr Spiel, das Schlüpfen in verschiedene Rollen, prägt die Situation.

Sehr wichtig ist bei allen Tätigkeiten, den Eltern eine Zeitvorgabe zu geben, damit die Kinder ihre Sache in Ruhe zu Ende bringen können.

 

Downloads:

Download Bilder und Texte im PDF-Format - Rechte Maustaste: Ziel speichern ... Das Eisschloss,
 Bilder und Texte zum
 Vorlesen

Download dieser Seite im PDF-Format - Rechte Maustaste: Ziel speichern ... Zusatzinformationen