zum Anfang des Inhalts
Bundesverband Jugend und Film e.V. - DVD-Edition - Durchblick Filme - www.durchblick-filme.de

Durchblick 4+  –  Wenn der Winter zu Ende geht ...  –  Filme und Bilderbuchkinos

5.11 Infobogen: Vögel im Winter

Unsere heimischen Wildvögel kann man natürlich das ganze Jahr über beobachten. Doch wenn die Bäume belaubt sind, ist es oftmals schwierig, sie zu entdecken. Im Herbst und im Winter aber, wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist, lässt sich das besser bewerkstelligen.

Viele Arten sind allerdings im Winter nicht mehr bei uns. Sie sind bereits im Herbst in wärmere Länder geflogen. Diese Vögel bezeichnet man als Zugvögel. Zu ihnen zählen etwa der Kuckuck, der Weißstorch und die Schwalbe. Viele Zugvögel fliegen nach Südeuropa, in den Mittelmeerraum, wie zum Beispiel die Stare, Bachstelzen und die Hausrotschwänze. Manche Vögel verbringen die kalte nord- und mitteleuropäische Winterzeit sogar in Afrika. In großen Schwärmen legen sie dann im Frühjahr ihre Wanderroute über Meere und Gebirge wieder zurück, um hier bei uns nisten und brüten zu können. Den Rekord unter den Zugvögeln halten die Schwalben, die zwischen den Brut- und Überwinterungsgebieten bis zu 13.000 Kilometer fliegen.

Doch zurück zu uns: Vögel, die hier bleiben, werden auch Standvögel genannt. Es sind:

Die Alpenbraunelle, die Alpendohle, die Amsel, die Beutelmeise, der Buchfink, die Blaumeise, der Birkenzeisig, die Dohle, die Elster, der Eichelhäher, der Erlenzeisig, der Feldsperling, die Feldlerche, der Fichtenkreuzschnabel, die Heckenbraunelle, die Haubenmeise, der Gartenbaumläufer, der Gimpel, der Grünling, die Grauammer, die Goldammer, die Gebirgsstelze, der Hänfling, der Haussperling, die Haubenlerche, der Kolkrabe, die Kohlmeise, der Kernbeißer, der Kleiber, die Nebelkrähe, das Rotkehlchen, die Rohrammer, der Raubwürger, der Tannenhäher, die Tannenmeise, die Schwanzmeise, der Star, die Saatkrähe, der Stieglitz, die Sumpfmeise, der Waldbaumläufer, die Wasseramsel, der Wiesenpieper, die Wacholderdrossel, die Weidenmeise, das Wintergoldhähnchen und der Zaunkönig.

Vögel, die bei uns überwintern, ernähren sich wie zum Beispiel die Blau- und Kohlmeisen von Beeren und Samen, die sie noch an Sträuchern und Bäumen finden. Viele stöbern aber auch nach Larven, Würmern, Insekten in Baumrinden. Eichelhäher vergraben im Herbst Eicheln, Kleiber verstecken Samen und Nüsse unter Baumrinden, wie auch die Sumpfmeisen Sonnenblumenkerne unter Baumrinden lagern. In den Gärten fahnden sie nach Samen von Stauden und Körnern verschiedener Pflanzen, in Komposthaufen suchen sie nach Spinnen, Insekten und Schnecken.

Wenn der Winter sehr hart ausfällt, mit hoher Schneedecke und stark anhaltendem Frost, können wir den Vögeln mit der Winterfütterung durch die eisige Zeit helfen. Wenn allerdings einmal mit dem Füttern begonnen wurde, sollte das regelmäßige Füttern vormittags und nachmittags unbedingt beibehalten werden. Denn die Vögel verlassen sich auf ihre Futterplätze. Stellt man dann das Füttern ein, könnten die Vögel innerhalb von Stunden verhungern. Mit dem Füttern deshalb erst aufhören, wenn der strenge Winter vorbei ist!

Zum Vergrößern bitte anklicken!Zum Vergrößern bitte anklicken!

 

Folgendes sollte man beim Füttern beachten:

Wir müssen bei der Auswahl des Futters zwischen Weichfutter- und Körnerfressern unterscheiden.

Weichfutter- und Insektenfresser sind Vögel mit meist spitzem schlankem Schnabel, wie z.B.: Drossel, Kleiber, Blau- und Kohlmeise, Amsel, Star, Seidenschwanz, Rotkehlchen, Baumläufer, Heckenbraunelle, Wintergoldhähnchen und Zaunkönig. Sie mögen Beeren als Hauptnahrungsmittel, zusätzlich kann man ihnen Weizenkleie und Haferflocken, Obst und Mohn anbieten.

Körnerfresser hingegen sind meist Vögel mit kurzem dickem Schnabel wie zum Beispiel Finken, Sperlinge, Meisen, Ammer, Grünling. Sie mögen Sonnenblumenkerne oder Hanf. Beim Kauf von Meisenknödeln und Meisenringen auf das Ablaufdatum schauen, damit das Fett nicht ranzig riecht und bereits verdorben ist.

Futterplätze müssen sauber gehalten werden, sonst können sich gefährliche Krankheiten verbreiten. Das Futter sollte vor Witterungseinflüssen und Vogelkot geschützt sein.

Dafür gibt es besondere Futterhäuschen. Sie kosten um die 15 Euro. Dabei handelt es sich um die so genannten Silohäuschen. Günstig ist eine Stange, auf die sich die Vögel setzen können. Von dieser Stange aus können sie das Futter aus einer Futterrinne aufnehmen. Das Futter muss dann noch durch ein Dach vor Regen und Schnee geschützt werden.

Beim Anbringen von Futterplätzen bitte unbedingt darauf achten, dass sich keine Katzen unbemerkt anschleichen können.

Verschiedene Futterplätze für die unterschiedlichen Fressvorlieben unserer gefiederten Freunde sind ideal.

Und noch eine Warnung:

Leider gibt es inzwischen auch in Europa Fälle von Vogelgrippe. Deshalb ist es wichtig, keinen direkten Kontakt zu Wildvögeln zu haben. Bitte fasst keine Wildvögel an, hebt keine Federn auf und wenn ihr einen toten oder kranken Vogel findet, lasst ihn liegen und sagt einem Erwachsenen Bescheid.

Beim versehentlichen Berühren von Vogelkot ist es ganz wichtig, sich die Hände gründlich mit Seife zu waschen, denn Seife zerstört das Virus. Dieses Vogelgrippevirus heißt übrigens A-H5N1.

Auch Tauben sollten nicht angefasst werden, weil man sich bei Tauben mit Salmonellen anstecken kann. Sind wir durch Salmonellen erkrankt, können wir ganz schwere Durchfälle mit schlimmen Magenschmerzen, Erbrechen und hohem Fieber bekommen.

Also dran denken: Vögel beobachten, ja gerne – aber sie auf keinen Fall anfassen!

Zum Vergrößern bitte anklicken!Zum Vergrößern bitte anklicken!

 

 

Quellen: KidsWeb, Medienwerkstatt AG; Blaumeise: Wikipedia © Slawomir Staszczuk; Dompfaff: Wikipedia © Malene Thyssen; Spatz: Wikipedia © Adam Kumiszcza; Rotkehlchen: Wikipedia © Ygonaar

 

Zum Ausdrucken:

Download dieser Seite im PDF-Format - Rechte Maustaste: Ziel speichern ... PDF-Dokument