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5.15 Infobogen: Klimawandel – Tiere und Pflanzen

Seit die Menschen Fabriken gebaut haben, um darin mit Hilfe von Technik Güter in größerer Menge zu produzieren, werden durch die Fabrikschornsteine schädliche Abgase in die Luft geblasen. Das hat vor ungefähr zweihundert Jahren mit Beginn der Industrialisierung angefangen und ist seitdem immer mehr geworden. Vor knapp einhundert Jahren sind noch die Autos dazugekommen, denn auch aus deren Auspuffen kommt Kohlendioxid. Nicht zu vergessen die Heizungen. Selbst wenn man den Ausstoß dieser schädlichen Gase jetzt sofort stoppen würde, würde sich die Atmosphäre trotzdem noch Hunderte von Jahren weiter aufheizen.

Seitdem es die Erde gibt mit ihren Kontinenten und Ozeanen, mit ihren Pflanzen und Tieren, hat sich das Klima schon oft verändert - und daran war nicht immer der Mensch schuld. Klima, Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Erde beeinflussen sich gegenseitig und verändern sich auch miteinander. Während der Eiszeit in Europa sind viele Menschen verhungert oder haben sich rechtzeitig in wärmere Gebiete gerettet. Diese Klimaveränderung damals hat also große Völkerwanderungen ausgelöst. Dagegen war es vor mehr als tausend Jahren im heute eis- und schneebedeckten Grönland so warm, dass die Menschen anfingen, dieses Land zu besiedeln.

Bis zum Beginn der Industrialisierung hatte der Mensch keinen großen Einfluss aufs Weltklima. Seit über 600.000 Jahren muss es immer ungefähr gleich viel Kohlendioxid in der Atmosphäre gegeben haben. Das haben Forscher herausgefunden, indem sie Eiskerne aus der Antarktis oder Grönland untersucht haben oder auch Gestein, das sich vor langer Zeit im Meer abgelagert hat.

Seit der Industrialisierung hat sich die Menge an Kohlendioxid in der Atmosphäre aber fast verdoppelt und dort bereits viel zerstört. Forscher rechnen damit, dass deswegen in den nächsten Jahren die Sommer trockener und heißer, die Winter milder und feuchter werden.

Wegen der Erderwärmung wird es immer mehr Hitzewellen, Dürren und auch Überschwemmungen und Stürme geben. Damit ändert sich auch der Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Schon jetzt blühen viele Blumen und Bäume früher im Jahr als sonst und die Zugvögel kommen eher zurück aus ihren Winterquartieren. Manche Zugvögel haben nicht mal mehr Lust, überhaupt noch in ihr Winterquartier zu ziehen.

Fische laichen früher und Insekten entwickeln sich schneller. Winterschläfer dagegen bleiben viel zu lang aktiv, sie werden nicht müde, weil es viel zu lang warm bleibt und auch noch genug zu fressen gibt. Pflanzen und Tiere aus wärmeren trockeneren Klimazonen werden bei uns heimisch. Und die Arten, die es lieber kalt mögen, sterben in manchen Regionen ganz aus. Dabei können sich schnell wachsende Pflanzen leichter an Klimaveränderungen anpassen als langsam wachsende wie zum Beispiel Bäume.


Quelle: BR-online – Kindernachrichten, ein Angebot des BR

 

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